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Regenwassernutzung: Was gilt es zu beachten?
Was genau man alles bedenken muss, weiß Ernst Deiss. Er ist Spezialist für Regenwasseraufbereitung und erläutert die wichtigsten Punkte.
Verwendung von Regenwasser im Alltag
Die einfachen Filtermöglichkeiten von Wasser, welches von Ziegel- oder Blechdächern kommt oder aber von Dachbegrünungen abläuft, machen Regenwasser zu einer idealen Süßwasserquelle im Alltag. Es kann in Zisternen gespeichert und später im Haushalt, in der Produktion oder für die Gartenbewässerung genutzt werden. Regenwasser ist kostenlos und eine natürliche Ressource, die von einigen Menschen im täglichen Leben vor dem Hintergrund des Umweltschutzes bereits fleißig genutzt wird. So schont diese natürliche Ressource nicht nur die Umwelt, sondern gleichzeitig auch den eigenen Geldbeutel.
Was macht die Reinigung von Regenwasser zwingend notwendig?
Wer Regenwasser einfach verwenden möchte, ohne es zu reinigen, tut sich keinen Gefallen. Regenwasser entsteht zwar auf natürliche Art und Weise, nimmt im Prozess der Wolkenbildung und auf seinem Weg Richtung Erde allerdings allerlei Partikel auf. Auch Insekten, Staub oder Ähnliches können sich darin befinden. Spätestens, wenn das Wasser auf festen Untergrund trifft (z.B. Regenrinne, Gründach, Ablaufsystem), nimmt es kleine Äste, Rußpartikel oder sonstige Verschmutzungen mit auf. Diese möchte man sicherlich weder auf den eigenen Pflanzen noch in der Waschmaschine haben, vom eigenen Magen ganz zu schweigen. Dementsprechend ist eine Reinigung vor Verwendung unumgänglich.
Offizielle Nutzungsvorschriften
In Deutschland gibt es Vorschriften für die Filterung von Grauwasser (Regenwasser) und dessen Nutzung. Die wichtigste ist, dass Regenwasser nicht mit Trinkwasser in Kontakt kommen darf. Man benötigt deshalb für das Regenwasser ein gesondertes Leitungsnetz. Außerdem darf Regenwasser nicht für Pools, Schwimmteiche, Duschen und in der Küche verwendet werden. Wenn man das vor hat, muss man es zuvor mit speziellen Filtern reinigen und zu Trinkwasser aufbereiten. Möchte man es in Gebäuden hingegen nur für die Waschmaschine oder Toilettenspülung verwenden, so genügt eine einfache Filterung mit einem Filter von mindestens 0,5 Millimeter. Eine Ausnahme stellt das Gründach-Regenwasser dar: Möchte man Regenwasser nutzen, das vom Gründach läuft, muss ein hochfeiner Filter verwendet werden, damit auch die Verfärbungen aus dem Wasser gefiltert werden. Aktuell sind die einzigen Regenwasserfilter, die das leisten, die beiden Filter Aquatum 300 Swiss und Aquatum 400 Swiss. Sie filtern um das fünfhundertfache feiner als herkömmliche Filter auf bis zu 0,001 mm und eliminieren dadurch selbst feinste Partikel. Wenn man das Regenwasser allerdings wirklich nur zur Bewässerung verwenden möchte, tut es auch schon ein Sieb oder Filter von 1 Millimeter. Damit werden grobe Feststoffe entfernt, die der Regen nach dem Auftreffen auf dem Dach mitgenommen hat. Dennoch haben die Pflanzen auch lieber Gießwasser, das von Ruß- und Staubpartikeln befreit wurde, insofern macht man nichts falsch, wenn man auch für eine solche Nutzung feiner filtert.
Was gibt es bei der Auswahl des richtigen Filtersystems hinsichtlich der Wartung/Säuberung zu beachten? Um Regenwasser im Haus nutzen zu können, brauchen Hausbesitzer grundsätzlich zumindest ein Sieb oder einen Wirbel-Fein-Filter. Es gibt externe und interne Filter, die entsprechend innerhalb bzw. außerhalb der Zisterne installiert werden. Wasserfilter müssen in der Regel in regelmäßigen Abständen gereinigt und gewartet werden. Erfahrungsgemäß ist eine Reinigung mindestens einmal pro Quartal nötig. Wenn das Gebäude nahe am Wald steht oder es viele Laubbäume in der Umgebung gibt, verkürzt sich der Intervall, da der Filter schneller und stärker verschmutzt. Am besten ist es, die Sauberkeit des Wassers und den Zustand der Filter immer wieder im Auge zu haben, um rechtzeitig reagieren zu können.
Allgemein ist vor allem bei Sandfilteranlagen mit einer hohen Wartungsintensität zu rechnen. Diese kommen beispielsweise bei großen, gewerblichen Anlagen wie Schwimmbädern zum Einsatz.
Wartungsfrei und Reinigung ohne Zutun - wie geht das?
Zugegeben: Die wiederkehrende Reinigung und Wartung der Filter im laufenden Betrieb kann lästig sein. Daher bieten die Aquatum Swiss Filter eine praktische Lösung: Sie sind wartungsfrei und reinigen sich vollautomatisch. Dieser Vorgang erfolgt computergesteuert immer wenn er nötig ist. Hierfür pumpt der Filter sauberes Wasser auf umgekehrtem Weg hindurch und das wird mitsamt der herausgefilterten Schmutzpartikel in die Kanalisation geleitet. Danach kehrt sich die Pumprichtung wieder um, und der Filter arbeitet normal weiter, bis der nächste Reinigungsvorgang erforderlich ist. Bei normal verschmutztem Regenwasser, und auch wenn Gründach-Regenwasser gereinigt wird, hat eine Filterfüllung des Aquatum-Filters eine Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren.
Durch die hochfeine Filterung läuft das Regenwasser so sauber in die Zisterne, dass auch diese nicht mehr verschlammen kann (Zisternenbesitzer werden das Problem kennen). Als bemerkenswert hervorzuheben gilt, dass der Aquatum-Filter der einzige Regenwasserfilter auf dem Markt ist, der auch aus Gründach-Regenwasser glasklares Wasser macht. Entwickelt wurde er speziell für den Gebrauch in Zisternen.
Was spricht für einen selbstreinigenden Filter?
Nutzer von herkömmlichen Systemen sollten bedenken, dass es sein kann, dass die Wasserqualität mit zunehmendem Alter des Systems abnimmt. Auch ein Filtersystem weist im Laufe der Zeit Abnutzungserscheinungen auf und kann eventuell unschöne Ablagerungen oder unangenehme Geruchsbildung verursachen. Hinzu kommt der Zeitfaktor, den man für regelmäßige Wartungsarbeiten immer wieder mit einplanen muss. Die Entscheidung für einen selbstreinigenden Filter hat also praktische Hintergründe: Nutzer dürfen erwarten, dass die Wasserqualität stets gleichbleibend gut ist und er weniger Zeit und Geld in Anspruch nimmt, weil nicht extern gereinigt werden muss. Es spricht nichts dagegen, mit einem normalen Filter eine Weile lang Erfahrung zu sammeln und zu schauen, ob er sich bewährt. Wenn nicht, ist zumindest die Alternative klar.
Vertrauen und Qualität
Geht es um die Wahl des Herstellers, sollten Kaufinteressenten darauf achten, dass dieser über Erfahrung im Bereich der Regen- und Trinkwasserfilterung verfügt und vertrauenserweckende Informationen schon vor Kauf, beispielsweise über die eigene Internetseite, zur Verfügung stellt: Wo wird der Filter hergestellt und was macht ihn einzigartig? Inwieweit passt er zu den örtlichen Gegebenheiten im eigenen Zuhause (Dach, Zisternenanlage, etc.)? Ein Zeichen von Qualität ist dabei beispielsweise, wenn sich die Produktion im Land des Herstellers befindet und Ware nicht zu unmenschlichen Bedingungen irgendwo weit weg produziert wird, bevor sie dann um den halben Globus reist, um im Bestimmungsland anzukommen. Hat man das Gefühl, dass sich die Firma auskennt und ganz genau weiß, wovon sie spricht? Dann ist das sicherlich eine gute Kaufgrundlage. Wenn man unsicher ist, welche Filteranlage die richtige für die konkreten Bedürfnisse und Anforderungen ist, sollte man eine Beratung durch Regenwassernutzungsexperten in Betracht ziehen. Ernst Deiss ist beispielsweise ein solcher Experten und berät rund um das Thema der Regenwassernutzung. Die Beratungs- und Anschaffungskosten amortisieren sich meist schon nach relativ kurzer Zeit. Regenfänger genießen ihre - zumindest teilweise - Unabhängigkeit vom Wasserversorger und das gute Gefühl, mit der kostbaren Ressource Wasser rücksichtsvoll und nachhaltig umzugehen.

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