Pheromoneinsatz: Neues Antragsverfahren

Für die Förderung der „Pheromon-Verwirrungsmethode“ zur biotechnischen Bekämpfung des Trauben- und des Apfelwicklers wird vom 6. Dezember 2004 bis zum 21. Januar 2005 ein neues Antragsverfahren bei den Kreisverwaltungen eröffnet. Das hat der rheinland-pfälzische Weinbau- und Landwirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage mitgeteilt. Im Rahmen dieser Maßnahme müssen sich Winzer, Obstbauern oder Anwendergemeinschaften für 5 Jahre verpflichten, die Traubenwicklerbekämpfung nach der „Verwirrungsmethode“ mit Sexuallockstoffen (Pheromonen) durchzuführen. „Damit werden zur Bekämpfung wichtiger tierischer Schädlinge im Wein- und Obstbau anstelle von Insektiziden besonders umwelt- und naturverträgliche Verfahren angewendet“, betonte der Minister. Als Ausgleich für die damit verbundenen erhöhten Kosten, werde im Rahmen des Förderprogramms Umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL) eine Förderung gewährt.

 

Die Höhe der Förderung beträgt für Neuverpflichtungen anstelle der bisher gezahlten 180 Euro je Hektar ab 2005 nur noch 150 Euro je Hektar. Auf Grund der angespannten Haushaltslage und dem überaus hohen Zuspruch, den das gesamte FUL in den zurückgehenden Jahren seitens des Berufsstands erfahren habe sei eine Anpassung der Förderprämie auch für den biotechnischen Pflanzenschutz unausweichlich geworden, stellte der Minister klar.

 

Auf Grund der zurückliegenden Antragsverfahren werden derzeit in Rheinland-Pfalz 166 Anwendergemeinschaften, denen mehrere Tausend Winzer angehören, sowie Einzelanwender gefördert. Die beantragte Fläche liegt bei rund 28.220 Hektar und umfasst damit rund die Hälfte der rheinland-pfälzischen Rebfläche. Einschließlich der Bundes- und EU-Mittel belaufe sich die Fördersumme auf insgesamt 5 Mio. Euro, führte der Minister aus.

 

„Die Maßnahme ist aktiver Umweltschutz und trägt dazu bei, den zunehmenden Verbraucherwünschen nach naturverträglicher Produktion entgegen zu kommen und das gute Image des rheinland-pfälzischen Wein- und Obstbaus weiter zu verbessern“, sagte Bauckhage. (mwvlw.rlp)

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