- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Grazeasy
- Nielsen: Leichter Anstieg des Verbrauche...
Nielsen: Leichter Anstieg des Verbrauchervertrauens
Das Verbrauchervertrauen ist im dritten Quartal 2012 weltweit um einen Indexpunkt auf insgesamt 92 gestiegen und liegt damit vier Indexpunkte über dem Niveau des Vergleichszeitraumes 2011. Diese Ergebnisse stammen aus der Consumer Confidence, der weltweiten Umfrage zum Verbrauchervertrauen von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern. In der jüngsten Welle der Umfrage, die zwischen dem 10. August und 7. September 2012 durchgeführt wurde, stieg das Verbrauchervertrauen in 30 von 58 betrachteten Ländern weltweit. In 19 Ländern gab es einen Rückgang, in sieben Ländern blieb das Verbrauchervertrauen stabil.
„Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen einen allgemeinen Trend, der weder positiv noch negativ ist – die Verbraucher sind derzeit außerordentlich vorsichtig“, sagt Dr. Venkatesh Bala, Chief Economist bei The Cambridge Group, einem Unternehmensteil von Nielsen. „Das gilt besonders in Europa, das sich trotz einiger stabilisierender Initiativen durch die Europäische Zentralbank in einer sehr prekären Wirtschaftslage befindet. Das Exportwachstum aus China insbesondere in die Eurozone ist substanziell zurückgegangen, begleitet von Zurückhaltung der dortigen Verbraucher. Und auch die Verbraucher in den USA sind – obgleich von der Situation in Europa weniger direkt betroffen – weiterhin vorsichtig angesichts einer nicht durchschlagenden wirtschaftlichen Erholung, gekennzeichnet durch anhaltend hohe Arbeitslosenzahlen und enttäuschende Lohnentwicklung“.
Rezessionsängste der Verbraucher wachsen
Der Umfrage zufolge geben 62% der Befragten weltweit an, dass sich ihr Land in einer Rezession befinde. In Europa sind drei Viertel der Befragten dieser Meinung, die auch von der Mehrheit der Befragten in Deutschland (58%) und Österreich (53%) geteilt wird – im zweiten Quartal 2012 waren es in beiden Ländern mit 44% noch deutlich weniger. Dies sieht in der Schweiz ganz anders aus, hier sind aktuell nur 38% der befragten Internetnutzer der Ansicht, dass sich ihr Land in einer Rezession befindet, ein Rückgang um drei Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.
Entsprechend unterschiedlich sieht auch die Entwicklung des Consumer Confidence Index für die drei Länder aus: In Deutschland gab es einen leichten Rückgang um zwei Indexpunkte, vor allem wegen einer schlechteren Bewertung der Berufsaussichten durch die befragten Internetnutzer. Die Einschätzung der persönlichen Finanzen sowie die Anschaffungsbereitschaft sind dagegen gestiegen. „Trotz dieses leichten Rückgangs ist die Verbraucherstimmung in Deutschland weiter auf einem guten Niveau“, kommentiert Mathias Bernhardt, Market Leader Buy von Nielsen Deutschland. „Dennoch steigt das Risiko, dass sich die Eurokrise dämpfend auf die Stimmung der deutschen Verbraucher auswirkt. Während die Anschaffungsbereitschaft aktuell sogar gestiegen ist und damit einen stabilisierenden Faktor für die Wirtschaft darstellt, kann die zunehmende Angst vor Rezession und Inflation Besorgnis wecken.“ In Österreich ist der Trend ähnlich: Hier gab es einen leichten Anstieg des Verbrauchervertrauens um einen Punkt, ebenfalls getragen von der Bewertung der persönlichen Finanzen sowie der Anschaffungsbereitschaft.
Die Konsumenten in der Schweiz blicken trotz einiger dunkler Wolken am Himmel positiv in die Zukunft: Der Consumer Confidence Index für die Schweiz verzeichnet mit einem Plus von zehn Punkten den höchsten Anstieg weltweit. Damit stieg das Stimmungsbarometer in der Schweiz um 17 Punkte innerhalb der letzten sechs Monate. “In der Schweiz haben die Regierung und die Schweizerische Nationalbank harte Maßnahmen ergriffen und zwar insbesondere hinsichtlich der Währungsthematik,” so Andreas Leisi, Market Leader, Nielsen Alpine.“Durch den Währungsdruck und die damit verbundenen attraktiven Shoppingtourismusmöglichkeiten ist der Verbraucherpreisindex vieler Kategorien, wie zum Beispiel bei Lebensmitteln und Autos, in der Schweiz gesunken. Die Konsumenten erhalten hier mehr für ihr Geld.” (nielsen)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.