M-V: Saisoneröffnung Beet- und Balkonpflanzensaison

Die Gärtnerinnen und Gärtner aus Mecklenburg-Vorpommern eröffneten heute die Beet- und Balkonpflanzen-Saison in Mecklenburg-Vorpommern in der Gärtnerei Hagedorn in Wesenberg.

Die Gärtnerinnen und Gärtner aus Mecklenburg-Vorpommern eröffneten heute die Beet- und Balkonpflanzen-Saison in Mecklenburg-Vorpommern in der Gärtnerei Hagedorn in Wesenberg.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern), der Präsident des Gartenbauverbandes Nord, Andreas Lohff, sowie der Bürgermeister der Stadt Wesenberg, Helmut Hamp, eröffnen gemeinsam die diesjährige Pflanzensaison und ließen damit den Norden aufblühen.

Zu dem stellte Thomas Heinemann, Vizepräsident des Gartenbauverband Nord aus Rostock, gemeinsam mit regionalen Gartenbaubetrieben die Pflanze des Jahres im Norden 2011, die Begonie „Chardonnay“, als beachtenswerte Sommerblumen-Neuheit vor.

Minister Backhaus verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Gartenbaubranche im Norden mit rund 2.500 Betrieben, 14.000 Beschäftigten und einem Umsatz von ca. 1 Mtd. EUR. Backhaus: „In den Gärtnereien als Fachbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern gibt es jetzt ein vielfältiges Angebot an Sommerblumen, dass in diesem Jahr so reichhaltig ist wie noch nie. Sommerblumen sind für Verbraucher wie für die gärtnerischen Unternehmer gleichermaßen ein Höhepunkt des Jahres.“

Präsident Andreas Lohff betonte die Bedeutung der regionalen Wirtschaftskreisläufe: „Unsere Initiative ‚Der Norden blüht auf’ zielt auf die Bewusstseinsbildung der Nachfrager bei Kauf in der Region produzierter Blumen und Pflanzen. In den Fachbetrieben produzierte Ware steht für Vielfalt, Frische und Klimaschutz durch Vermeidung durch transportbedingter Emissionen.

Der Garten – das sagen uns derzeit die Trendforscher - steht am Beginn einer langen Karriere als wichtige Freizeitbeschäftigung. Die Beschäftigung in und mit der Natur und im Garten genießen immer mehr Menschen als Ruhepol und Ausgleich zu einer zunehmend als anstrengend und hektisch empfundenen Arbeitswelt. Im Garten kann man sich prima selbst verwirklichen. Von naturnah bis korrekt geharkt, von botanischen Sammlern bis hin zu modernen Minimalisten: jeder Garten ist ein Spiegelbild seiner Besitzer und oft deren ganzer Stolz. Gartenarbeit ist gesund und entspannt und sollte eigentlich als Ausgleichsgymnastik von der Krankenkasse bezahlt werden.

Das Ganze macht mit tollen Pflanzen natürlich besonders viel Spaß. In den Gärtnereien bei uns im Norden gibt es ein Riesenangebot an unterschiedlichen Pflanzen: farbenfrohe Blütenpflanzen genauso wie Struktur gebende Blattschmuckpflanzen. Prachtvolle Blumenampeln und hoch aufragende Stämmchen. Klassiker wie die Geranien oder Margeritten genauso wie neuere Pflanzen wie sie im Blumenschauzelt so zahlreich versammelt sind.

Es lohnt sich, mit den Eindrücken von der Bundesgartenschau bei seinem Gärtner vorbei zu sehen und sich persönliche Favoriten aus dem breiten Sortiment empfehlen zu lassen. Denn keiner hat einen besseren Überblick über das Sortiment und die jeweiligen Stärken der Pflanzen als der Gärtner vor Ort. Die Sichtung der Sommerblumen in den norddeutschen Versuchsanstalten zeigt, dass es für jeden Standort eine Vielzahl an wunderschönen Blumen gibt, die uns einen Sommer lang Freude bereiten.

108 EUR geben die Deutschen durchschnittlich für Pflanzen inkl. der Schnittblumen aus. Dabei erfreut sich der Freilandbereich mit Balkonblumen, Stauden und Gehölzen einer besonderen Beliebtheit und leicht wachsenden Nachfrage. Knapp ein Viertel der Blumen-ausgaben, nämlich etwa 24 EUR werden im Jahresverlauf für Beet- und Balkonpflanzen ausgegeben. Besonders erfreulich für die deutschen Gärtner: dieser Wert stieg in den letzten Jahren kontinuierlich um 1 bis 2% - Grün liegt also im Trend! Gerade bei uns im Norden werden Freilandpflanzen wie Balkonblumen und Stauden besonders intensiv nachgefragt, die private norddeutsche Nachfrage liegt ca. 10% über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Interessant ist auch, dass die Blumen- und Pflanzen nach einer Studie der ZMP mit einem Fachhandels-Anteil von über 70% eine Sonderstellung im Einzelhandel haben. Nirgendwo sonst sind den Verbrauchern die gute Beratung und das frische gepflegte Sortiment so wichtig wie bei Blumen und Pflanzen. Diese Sonderstellung haben sich die Gärtner im Land hart erarbeitet. Der Konkurrenzdruck durch vielfältige Verkaufsstellen ist riesengroß und insbesondere der Preiswettbewerb immer ein wichtiges Thema.

Unsere Marktbeobachtungen zeigen, dass viele Blumenliebhaber das besondere und ausgefallene Angebot schätzen und für eine qualitativ hochwertige Pflanze gerne auch mal einige Cent mehr ausgeben, weil sie wissen, dass sie daran mehr Freude haben wer-den. Die Spezialisten für qualitativ hochwertige Pflanzen sind die gärtnerischen Fachbetriebe bei uns im Land, viele davon sind auch hier auf der Bundesgartenschau aktiv.

Das Wetter hat auf den Geschäftsverlauf der Gärtnereien und den Gartenspaß der Blumenliebhaber einen immer größeren Einfluss. Und Ende April jeden Jahres stellt sich die Frage, ob wir unsere frostempfindlichen Sommerblumen schon hinauspflanzen dürfen oder ob wir besser bis zu den Eisheiligen warten sollten. Viele Gärtner können ihren Kunden hier mit ihrer langjährigen Ortskenntnissen und ihrer Naturnähe gute Tipps geben.

Pflanze des Jahres im Norden 2011: Begonie „Chardonnay“
Die Gärtner im Norden bieten zur Sommerblumenzeit eine riesige Anzahl von Arten und Sorten an, die für jeden Standort, jeden Geschmack und jede Pflegeintensität etwas zu bieten haben. Ein besonderes Augenmerk richten die Gärtner dabei auf die Neuheiten im Sortiment: Jedes Jahr bringen die Züchter weltweit neue Sorten heraus, die das Ausprobieren auch in Norddeutschland lohnen.
Deshalb haben sich die Gärtner im Norden zusammengeschlossen, um die Aufmerksamkeit der Blumenliebhaberinnen auf eine Pflanze zu lenken, die bald zu den Stars im Sortiment gehören wird. Seit 2009 kürt der Gartenbauverband Nord eine von einem Fachgremium ausgewählte Pflanze zur „Pflanze des Jahres im Norden“. Den Auftakt machte im letzten Jahr die Nemesia Sunsatia. Populär wurde sie unter dem Fantasienamen „Goldige Greta“. War schon 2009 die „Goldige Greta“ ein ausgesprochener Hingucker, so war die Petunie „Pretty Much Picasso“ 2010 einfach „Aufsehen erregend“.

Ein edler Wein stand Pate: die Begonie Chardonnay
Als Pflanze des Jahres im Norden 2011 hat die aus Gärtnern und Beratern bestehende Arbeitsgruppe des Gartenbauverbands Nord und des Wirtschaftsverbands Gartenbau eine ganz besondere Neuzüchtung einer Begonie ausgewählt: die Begonia Chardonnay. Mit ihren cremegelben Blüten, die an sonnenbeschienenen Wein erinnern, und ihrem buschigen Aufbau überrascht die Chardonnay alle Liebhaber und Kenner von Begonien durch ihre edle Ausstrahlung.

Herkunft
Begonien sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Schiefblattgewächse (Schiefblattgewächse zeichnen sich durch einen asymmetrischen, „schiefen“ Blattaufbau aus). Begonien gehören zu den artenreichsten Pflanzengattungen: Die mehr als 1000 Arten sind vor-wiegend in den Tropen und Subtropen Asiens, Afrikas und Amerikas zu finden. Ihr Name ist auf Michel Bégon zurückzuführen, einen Marine-Offizier und Freund des französischen Botanikers und Franziskanerpaters Charles Plumier, der sie auf einer seiner Expeditionen 1690 in Südamerika entdeckte. Von Begonien gab es schon immer zahlreiche Zuchtsorten. Bei der Begonia Chardonnay handelt es sich um eine ganz besondere Neuzüchtung der Firma Kientzler.

Eigenschaften
Die edel wirkende Begonie Chardonnay hat cremefarbene Blüten und einen buschigen Aufbau: Im Sommer ist sie über und über mit Blüten bedeckt. Die Chardonnay kann – wie alle Begonien – unter den norddeutschen Klimabedingungen sowohl im Zimmer als auch auf dem Balkon oder im Gartenbeet gut gedeihen. Ihr leicht hängender Charakter lässt sie besonders für Balkonkästen, Schalen und Ampeln geeignet erscheinen.

Pflege
Begonien gelten allgemein als recht anspruchslose und daher leicht zu pflegende Pflanzen. Doch sind ein paar Dinge zu beachten: Wie alle Begonien liebt auch die Chardonnay leicht schattige Standorte. Als Balkonpflanze eignet sie sich daher besonders gut für Balkone mit Morgen- oder Abendsonne. Volle Sonne mag sie nur im Frühling. Bei guter regelmäßiger Pflege gedeiht sie aber auch an vollsonnigen Orten, wo sie dann natürlich relativ viel Wasser benötigt. Die Erde sollte hier immer leicht feucht sein. Die Chardonnay mag aber keine nassen Füße!
Die Chardonnay wächst schnell und benötigt zur Hervorbringung ihrer zahlreichen Blütenbüschel viele Nährstoffe. Daher sollte der Boden ab April mit Flüssigdünger gedüngt werden.
Im Internet finden Sie unter www.pflanze-des-jahres-im-norden.de Hintergründe und eine Pflanzenbeschreibung. Hier findet sich auch eine Liste der Fachbetriebe, die diese besondere Pflanze im Angebot haben, denn direkt im Gewächshaus lässt sich am besten das Potenzial dieser besonderen Pflanze erahnen. Gärtner, Gartenbauverband und die Landwirtschaftskammern im Norden sind sich sicher, dass die Begonie Chardonnay nicht nur in diesem Sommer viele Pflanzenfreunde begeistern wird. (GVN)

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