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Italien: Marschinenmarkt bestätigt Schlüsselrolle
Die Neuzulassungen auf dem Binnenmarkt sind weiterhin hoch – sie liegen unter jenen des Rekordjahres 2021, doch über dem Durchschnitt der Vorjahre – wobei die Exporte weiterhin eine Stärke des italienischen Gewerbes darstellen.
Die Istat-Daten über den Auslandshandel weisen in den ersten sieben Monaten Januar-Juli auf einen Zuwachs bei den Exporten im Wert sowohl für die Schlepper (+2,13% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2021 trotz eines Rückgangs in den verkauften Einheiten von 20%), als auch für die anderen Maschinen (+13,6% im Wert und mengenmäßig +0,34) hin. Das Made-in-Italy der landwirtschaftlichen Mechanik verzeichnet in den ersten sieben Monaten des Jahres insgesamt ein Wachstum im Wert um 10,4% angesichts eines Rückgangs in der Menge von lediglich 2,5%. Die wichtigsten Exportmärkte sind weiterhin die Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland, jedoch wurde verstärkt nach Polen (+26%), Rumänien (+37%) und Ungarn (+46%) ausgeführt. Der Anstieg im Umsatz ist trotz eines Rückgangs der exportierten Mengen auf die Steigerung der Preise in den Preislisten zurückzuführen, was sich auch am Jahresende bei der italienischen Produktion bestätigt werden wird, nämlich schätzungsweise ein mengenmäßiger Rückgang von 6% bei einem Anstieg des Umsatzes um 14,2 Mrd. Euro, ein besseres Ergebnis als im Rekordjahr 2021, in dem sich der Produktionswert auf 13,7 Mrd. Euro mit einem Zuwachs von 3,7% im Vergleich zur Vorjahrperiode belief.
Auf den voraussichtlichen Umsatz von Ende 2022 wirkt sich der gute Verlauf der Pflege der Grünflächen, mit gleichen Produktionswerten wie im Vorjahr bei einem Wert von ungefähr 1 Mrd. Euro, und insbesondere das Komponentengeschäft aus, das am Ende des Jahres einen Umsatz von 3,4 Mrd. ergeben könnte. „Obwohl sich die italienische Industrie als reaktionsfähig und effizient erweist" so der Vorsitzende des Verbands der italienischen Hersteller FederUnacoma, Alessandro Malavolti, "leidet sie unter der ungünstigen wirtschaftlichen Konjunktur und unter allen jenen Faktoren, die sich auf die Unternehmen in dieser schwierigen Zeit auswirken”.
Im Frühjahr dieses Jahres verzeichnete der Energiepreis einen unglaublichen Anstieg, nämlich um 400% im Vergleich zum Frühjahr 2020. Die Krise bei den Energielieferungen wirkt sich besonders negativ auf Europa aus, wo infolge des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine ein regelrechter „Gaskrieg“ zwischen Russland und der Europäischen Union ausgebrochen ist. „Bekanntlich haben die Regierungen und die Europäische Union Maßnahmen zur Diversifizierung der Versorgungen und zur Senkung der Preise ergriffen", erklärte Malavolti, "die sich auszuwirken beginnen (Rückgang der Preise um 10% seit September und die Perspektive von zusätzlichen Rückgängen in den nächsten Monaten), die aber nicht ausreichend sind, um die Preise auf den Niveaus der letzten zwanzig Jahren zurückzubringen, und dauerhafte Effekte auf die Konten der Handwerksbetriebe aufweisen, die zu einem Zuwachs der Produktionskosten und also einer Steigerung der Preise in den Preislisten für die mechanische Fahrzeuge führen”.
Dies geht leider mit einem Anstieg der Produktionskosten auch in den landwirtschaftlichen Betrieben einher, die höhere Ausgaben für Energie, aber auch einen höheren Einschnitt beim Kauf von Düngemitteln und chemischen Produkten erleben. Der Preis der Dünger erhöhte sich letzten Frühling unerwarteterweise stark aufgrund der Blockade bei den Importen aus Russland, wobei von hier mit 16 Mio. Tonnen die meisten Lieferungen in die Europäische Union gelangten. Dieselben chemischen Produkte verzeichneten im Juni dieses Jahres einen Anstieg zwischen 100 und 150% im Vergleich zum Juni 2020, die stärksten seit dem Jahre 2000. Wenn auch die Preise der chemischen Produkte in diesen Monaten zurückgehen sollten (unter denen die gesamten spezifischen Produkte für die landwirtschaftlichen Behandlungen fallen), werden sie sich auf bedeutend höheren Niveaus im Vergleich zu den Jahren vor dem Covid befinden. „Um das steigende Gefälle zwischen den industriellen Kosten und der Investitionsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu verringern", erklärte der Vorsitzende Malavolti, "ist die öffentliche Unterstützung von grundlegender Bedeutung, d. h. es müssen die Einkäufe auf nationaler wie europäischer Ebene mit spezifischen Maßnahmen für die landwirtschaftliche Mechanik gefördert werden”. (FederUnacoma)

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