Grün gegen Hitze: Wie Pflanzen im Sommer für Abkühlung sorgen

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Outdoorbereich zum Rückzugsort und Pflanzen zu den besten Verbündeten.

Wie Pflanzen im Sommer für Abkühlung sorgen. Bild: © iVerde for Plants & Flowers Foundation Holland.

Denn wer im Sommer schwitzt und trotzdem keine Planzen im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse hat, verschenkt eine einfache und natürliche Abkühlungsmöglichkeit. Die Initiative der niederländischen Gartenpflanzenerzeuger:innen erklärt, wie ein grüner Außenbereich die heißen Sommertage schöner und angenehmer macht.

Schatten schaffen

Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen spenden Schatten und verhindern, dass Sonne den Boden, Mauern und Terrassen stark aufheizt. Dadurch fühlt sich die Umgebung sofort weniger heiß an, denn selbst leichter Schatten macht einen Unterschied. Gute Schattenspender sind unter anderem Koniferen, Efeu, Weinreben und Blauregen.

Natürliche Klimaanlage

Pflanzen geben über ihre Blätter Wasser an die Luft ab. Dieses Wasser verdunstet und kühlt die Umgebung ab. So sinkt die Temperatur rund um die Pflanze – besonders an wirklich warmen Tagen. Pflanzen mit vielen und großen Blättern sorgen für die meiste Abkühlung, wie etwa Gartenhibiskus, Funkien, Sonnenhut, Farne und Bambus.

Weniger Pflaster, mehr Grün

Pflastersteine und Beton speichern tagsüber viel Wärme und geben sie abends wieder ab. Pflanzen tun das kaum. Ein begrünter Garten bleibt dadurch tagsüber kühler und kühlt abends schneller ab. Stauden wie Immergrün, Geranium und Fetthenne, aber auch Ziergräser und niedrige Sträucher sind gute Alternativen zur Flächenversiegelung. Ergänzend lassen sich einjährige Sommerblüher, wie Studentenblumen, Cosmos, Fleißige Lieschen und Eis-Begonien pflanzen. Im Laufe des Sommers wachsen diese Pflanzen aus und sorgen dafür, dass der Boden größtenteils bedeckt wird.

Durchatmen im Grünen

Pflanzen bestimmen auch, wie die Luft durch den Garten strömt. Hecken und Sträucher können vor heißem, trockenem Wind schützen und Schatten sowie Ruhe spenden. Offenere Bepflanzung lässt die Luft dagegen besser zirkulieren, sodass Hitze weniger staut. Wer beides kombiniert, macht den Garten angenehmer und weniger schwül. Geeignete Pflanzen sind unter anderem Buchenhecke, Liguster, Lavendel, Ziergräser und Rosen.

Mauern begrünen, Hitze bremsen

Kletterpflanzen eignen sich ideal zur Begrünung von Steinmauern und Zäunen. Sie halten Sonnenlicht ab, kühlen durch Verdunstung und bilden eine zusätzliche Schutzschicht. So heizt sich die Mauer weniger auf und gibt abends weniger Wärme ab. Efeu, Weinreben, Blauregen und Geißblatt eignen sich ideal dafür. 

Abkühlung auf kleinem Raum

Auch auf dem Balkon oder der Terrasse sorgen Gartenpflanzen in Töpfen für Schatten und kühlere Luft. Mehrere Pflanzen zusammengestellt verstärken den Effekt. Zu empfehlen sind Ölweide, Hortensie, Bambus, Ziergräser, Efeu, Weinreben sowie Kräuter wie Minze und Zitronenmelisse.

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