GaLaBau NRW: Informative Vorträge auf der Mitgliederversammlung

Unternehmer müssen vieles im Blick haben – von der persönlichen Altersvorsorge bis hin zur Personalentwicklung und dem Marketing für den Betrieb.

Unternehmer müssen vieles im Blick haben – von der persönlichen Altersvorsorge bis hin zur Personalentwicklung und dem Marketing für den Betrieb. Hilfestellung dafür gaben drei Vorträge während der Mitgliederversammlung des Verbandes GaLaBau NRW in Wuppertal.

„Macht Altersvorsorge überhaupt noch Sinn?“, war die Frage, der Sparkassenbetriebswirt Henning Ohm von der Sparkasse Wuppertal nachging, um auf intelligente Lösungen im aktuellem Kapitalmarktumfeld hinzuweisen. Seine Prognose: „Die Zinsen bleiben sehr lange sehr niedrig.“ Sein Fazit: Es gibt kein Patentrezept. „Jede Form der Altersvorsorge hat Vorteile wie auch Nachteile.“ Er hält es aber für wichtig, Aktien für die Altersvorsorge zu berücksichtigen – wobei die Haltedauer nicht unter fünf Jahren liegen sollte.

Wie er darlegte, ergeben sich für die Anleger ab zehn Jahre Haltedauer normalerweise keine Wertverluste, wenn die Aktien breit gestreut werden. Sein Tipp: Je näher der Ruhestand kommt, desto mehr sollten Umschichtungen von Aktien zu Anlagen ohne kurzfristiges Kursrisiko erfolgen.

Doch bevor es Geld zum Anlegen gibt, muss der Betrieb erst einmal gewinnbringend laufen. Dafür wird es immer wichtiger, auch via Internet an Aufträge und Umsätze zu kommen. Johannes Göring, Geschäftsführer der Agentur Kreativrudel, gab zahlreiche Tipps für mehr Erfolg im Internet. Und der kann sich bereits ohne mehrseitige Präsentationen einstellen: Eine übersichtliche Seite reicht dafür oft bereits aus, wenn sie über eine Video verfügt und zu einer Handlungsaufforderung (Kontaktaufnahme) einlädt. Für die Kontaktaufnahme sollten vom Leser maximal Telefonnummer oder Email-Adresse abgefragt werden.

Hilfreich ist zudem, Kundenlogos und Stellungnahmen von Kunden einzubauen. Keine Angst sollte man zudem davor haben, Online-Bewertungen durch die Kunden zuzulassen. Denn wer online sucht, schaut im Schnitt bei 27 Anbietern nach. „Gekauft wird nach den Bewertungen.“ Und für ein hohes Ranking bei Google sind Bewertungen auf jeden Fall positiv, weil die Suchmaschine solche Informationen inzwischen bei der Auflistung von Seiten berücksichtigt. Auch Einträge in lokalen Branchenverzeichnissen werden laut Goering inzwischen von Google verwertet.

Mehr Aufträge erfordern aber auch einen Personalstamm mit möglichst wenig Fluktuation. Wie „Mitarbeiterorientierung durch Mitarbeiterbeteiligung“ ein interessantes Instrument für die Personalentwicklung werden kann, erläuterte Dipl.-Wirtschaftsingenieur Erwin Hülscher, Geschäftsführender Gesellschafter der Heitkamp & Hülscher GmbH. Das Bauunternehmen beteiligt seine Mitarbeiter informativ am Alltag, im Dialog am Erfolg und letztlich auch am Gewinn – über eine Beteiligungsgesellschaft. Dadurch werden Mitarbeiter zu Mitunternehmern gemacht.

Jeder Mitarbeiter, der drei Jahre in der Firma ist, kann Anteilseigner einer Gesellschaft werden, über die Maschinen an das Stammunternehmen vermietet werden. Für jeden Mitarbeiter kommt dabei pro Jahr ein stattliches Zusatzeinkommen heraus – und die Maschinen halten deutlich länger, weil sorgsamer mit ihnen umgegangen wird. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Heitkamp & Hülscher GmbH ist zu einer Arbeitgebermarke geworden, wodurch die Suche nach Fach- und Führungskräften leichter fällt. (pcw). 

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