Gärtner Pötschke: Von Insolvenz betroffen

Trotz positiver Entwicklung im Kernsortiment musste der Pflanzenversandhändler Gärtner Pötschke ein Insolvenzantrag stellen.

Der älteste deutsche Versandhändler ist von Insolvenz betroffen. Bild: Gärtner Pötschke.

Die Gärtner Pötschke GmbH – Versandhändler für Pflanzen, Saatgut, Blumenzwiebeln sowie Produkte aus dem Bereich Gartenbedarf, Gartenfreizeit und Dekoration – musste am 26.06.2024 einen Insolvenzantrag stellen. Das Amtsgericht Düsseldorf ordnete am 27.06.2024 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft an und bestellte Herrn Dr. Frank Kebekus zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Dr. Frank Kebekus hat bereits gemeinsam mit seinem Team erste intensive Gespräche mit allen Beteiligten geführt, um eine kontinuierliche Fortsetzung des Geschäftsbetriebes sicherzustellen. Er kann dabei auf die Unterstützung der Mitarbeiter und Geschäftspartner zählen, die weiterhin zum Unternehmen stehen. Auch die Insolvenzgeldvorfinanzierung der ca. 130 Mitarbeiter konnte mittlerweile sichergestellt werden. „Wir sind absolut optimistisch, dass wir als Unternehmen eine gute Lösung für die Zukunft finden werden,“ so André Henseler, Geschäftsleiter bei Gärtner Pötschke.

Das im Jahr 1912 gegründete Unternehmen ist einer der ältesten Versandhändler Deutschlands und einer der größten Arbeitgeber in Kaarst. Gärtner Pötschke erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 42 Mio. Euro. Dabei konnte das Unternehmen seit dem Geschäftsjahr 2022 insbesondere im Bereich Lebendgrün eine durchweg positive Entwicklung verzeichnen. Der erst kürzlich gestellte Insolvenzantrag der Weltbild GmbH & Co KG, die wie Gärtner Pötschke zur WB D2C Group gehört, hatte jedoch unmittelbare Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb.

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