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Forschungsprojekt "MIRO": Den regionalen Obstbau sichern
Das Projekt unterstützt den mitteldeutschen Obstbau dabei, die digitale Transformation entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau bis zum fertigen Obstprodukt – gezielt zu nutzen, um ihre Betriebe zukunftsfähig aufzustellen.
Klimaveränderungen, Fachkräftemangel, Betriebsnachfolge und neue gesetzliche Anforderungen wie die digitale Nachweispflicht für Pflanzenschutz, stellen Obstbaubetriebe und Verarbeiter vor große Herausforderungen. MIRO zeigt, wie digitale Werkzeuge die Mitarbeitenden passgenau unterstützen, Verarbeitungsprozesse effizient gestalten und betriebliches Wissen nachhaltig sichern können.
Wissensmanagement mit KI in Obstbau und Verarbeitung
Um den Erfahrungsschatz der Hofbetreiber für die nächste Generation zu erhalten, wurde im Use Case Assistenzsystem Obstverarbeitung des Projektes ein Wissensmanagementsystem entwickelt. Basierend auf einer Wiki-Software mit KI-Chatbot ermöglicht das System einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf unternehmensinternes Wissen und übersetzt die Inhalte gleichzeitig automatisch in die Sprache, mit der danach gesucht wird.
Neue Mitarbeitende – ob festangestellt, Saisonkräfte oder Betriebshelfer:innen – können so relevante Informationen direkt für ihre Arbeit nutzen und benötigen keine langen Einarbeitungszeiten oder zusätzliche Schulungen. Die gesammelten Daten lassen sich zudem strukturieren und analysieren, sodass Erfahrungen nachhaltig dokumentiert und für künftige Betriebsentscheidungen verfügbar gemacht werden.
Zukünfte für den mitteldeutschen Apfel 2035
Positive Perspektiven für den regionalen Obstbau auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bietet die Publikation zu den „Zukünften für den Mitteldeutschen Apfel 2035“. Gemeinsam mit sehr verschiedenen regionalen Partnern wurden Szenarien – Zukünfte – für die Innovationsregion entwickelt.
Das Besondere: Die Szenarien zeigen nicht die wahrscheinlichste oder „beste“ Option für die Region. Sie formulieren vielmehr konkrete Diskussionsvorschläge und sollen Mut machen, die Region aktiv mitzugestalten. Bis zum Ende der Projektlaufzeit werden die Vorschläge in verschiedenen Diskussionsrunden weiterentwickelt. Im Ergebnis werden den Akteuren Handlungsempfehlungen für strategische Entscheidungen gegeben und Chancen für Veränderungen entlang der Wertschöpfungskette sichtbar gemacht.
Auf der agra 2026 werden die Szenarien erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, gemeinsam mit den Projektpartnern zu diskutieren, welche der insgesamt 23 Diskussionsanstöße künftig weiterverfolgt werden sollen.
Besucherinnen und Besucher der agra 2026 können sich im Innovationsforum AgriFood in Halle 2 über die Projektergebnisse informieren und am 10. April 2026 mit den Projektpartnern über die Zukunft des mitteldeutschen Obstbaus ins Gespräch kommen.
Fachvorträge auf dem Innovationsforum
Freitag, 10. April 2024, 10:00 Uhr
Dr. Valentin Knitsch, Fraunhofer ISI:
Zukunftsszenarien für den mitteldeutschen Apfel – Vorstellung der Studie
Freitag, 10. April 2024, 10:45 Uhr
Dr. Lukas Oehm, Fraunhofer IVV:
Wenn Erfahrung in Rente geht – Wissensmanagement mit KI für den Obstbau

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