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Forschung: Kunststoffe aus Reststoffen aus der Landwirtschaft
Wie können wir nachhaltigere Kunststoffe produzieren? Für biobasierte Kunststoffe kommen nicht nur eigens dafür angebaute nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz, sondern auch Reststoffe aus der Landwirtschaft und Industrie haben großes Potenzial.
Mit zwei aktuellen Forschungsprojekten zeigt das IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover anhand von Binsen und Spargelschalen anschaulich, wie wir Reststoffe aus der Landwirtschaft erfolgreich einsetzen können, um Ressourcen zu sparen, und wie wir sie gleichzeitig auch gezielt nutzen können, um die Eigenschaften von Kunststoffen zu beeinflussen.
Im Projekt „I-RoBi“ dienen Binsen als nachhaltiger Rohstoff für Dämm- oder Füllstoffe für Kunststoffcompounds. I-RoBi entwickelt Aufbereitungs- und Weiterverarbeitungsmethoden und bietet praxisnahe Anwendungsszenarien, um die industriellen Nutzungspotenziale deutlich zu machen. Das Ziel ist es, mit lokal gewonnenen Rohstoffen eine regionale Wertschöpfung zu etablieren, die auch den Herausforderungen des Klimawandels standhält.
Das Projekt SpaPlast II arbeitet mit Spargel als Reststoff in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Ziel ist eine skalierbare, nachhaltige Nutzung spargelverstärkter Materialien – effizient, ressourcenschonend und wettbewerbsfähig. Auf diese Weise lassen sich nicht nur fossile Ressourcen einsparen, sondern auch bislang verworfene Reststoffe gewinnbringend nutzen, und zwar sowohl für die Industrie als Rohstoff als auch für die Landwirtschaft als weiteren Absatzmarkt.
Besuchen Sie uns auf dem Gemeinschaftstand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Halle 11, Stand B56.
„I-RoBi - Industrie-Rohstoff Binse von Moorstandorten nutzen“ wird gefördert von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP Agri).

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