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E/D/E: Erzielt bestes Umsatz-Ergebnis
Das E/D/E erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 das bisher beste Umsatzergebnis seines Bestehens. Der Gesamtumsatz wuchs um 13,9% auf knapp 2,9 Mrd. Euro. „Dieses für uns hervorragende Ergebnis hat jedoch nur wenig mit der Entwicklung des Marktes zu tun, sondern resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnung neuer starker Mitglieder, einer unerwarteten Explosion der Stahlpreise, neuer Aktivitäten in Europa sowie dem Greifen der in den vergangenen Jahren von uns entwickelten Logistik- und Vermarktungskonzepte“, so Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender der E/D/E Geschäftsführung, in einem Resümee.
Das zurückliegende Jahr war für fast die gesamte deutsche Wirtschaft erneut eine große Herausforderung. Vor allem im vierten Quartal kühlte die Konjunktur ab. Bezogen auf das 2. Halbjahr ist Deutschland nur knapp an einer Rezession vorbei gekommen. Nur 1,6% betrug das gesamte Wirtschaftswachstum über das Jahr. Ganz besonders betroffen ist nach wie vor die bereits seit 1995 rückläufige Baukonjunktur. Hier lagen allein im Bereich des Eigenheimbaus die Einbußen in 2004 nochmals bei -11,8%. Die Zahl der Baugenehmigungen (152.000) hat inzwischen das niedrigste Niveau seit 1945 erreicht. Hinzu kommen nochmals rund 0,3% mehr Unternehmensinsolvenzen - knapp 40.000. Etwas günstiger waren die Rahmendaten im industriellen Bereich. Der Maschinenbau und die exportorientierten Industrien vermelden gute Auslastungsquoten, es konnte ein leichtes Wachstum von 2 bis 3% erreicht werden. Trotz dieser eher ungünstigen Rahmenbedingungen konnte das E/D/E über nahezu alle Fachbereiche hinweg deutlich wachsen.
Herausragend war die Entwicklung vor allem bei der Union Stahl Handel, die das vergangene Jahr mit einem Plus von 56% abschließen konnte. Nach einem bereits erfreulichen Umsatzplus von gut 20% auf 246 Mio. Euro in 2003 explodierte der Umsatz in 2004 förmlich auf nunmehr 385 Mio. Euro.
30% dieses Umsatzwachstums basieren auf Preissteigerungen. Das um die Preiserhöhungen bereinigte Umsatzplus von rund 26% resultiert aus dem bereits im Jahre 2003 eingesetzten Trend, einen immer größeren Anteil vom Gesamtbedarf der Mitglieder auf die Vertragslieferanten der Union Stahl-Handel zu verlagern.
Positiv auch die Entwicklung in den anderen E/D/E Warenbereichen. Der Geschäftsbereich 1 mit Werkzeugen, Maschinen, Betriebseinrichtungen wuchs um insgesamt 15,5% auf nunmehr 815 Mio. Euro. Ähnlich deutlich auch die Entwicklung im Geschäftsbereich 2 mit Beschlägen, Bauelementen, Sicherheitstechnik, Baugeräten und Befestigungstechnik mit 15,3% Zuwachs. Hier lag der Gesamtumsatz bei 929.5 Mio. Euro. Auch die sehr stark auf den industriellen Kunden hin ausgerichteten Fachbereiche Technischer Handel, Arbeitsschutz und Werkstattmaterial legten im vergangenen Jahr um 9,8% auf nunmehr 262,2 Mio. Euro Umsatz zu. Problematisch verlief die Entwicklung nur in der Haustechnik sowie im Bereich Gartentechnik/DIY. Die Haustechnik konnte sich in 2004 kaum vom allgemeinen Markttrend abkoppeln und musste ein Minus von 4,41% verbuchen. Insgesamt betrug der Gesamtumsatz der Wupper Ring Mitglieder mit der E/D/E-Zentrale 313,5 Mio. Euro. Doch für das laufende Jahr blickt der Wupper Ring optimistisch in die Zukunft. Im vergangenen Jahr konnten mehrere Sanitärgroßhändler gewonnen werde, die ab diesem Jahr mit dem E/D/E zusammenarbeiten. Weitere 8 Händler kamen nochmals Anfang 2005 hinzu. Zusätzlich konnte das E/D/E im vergangenen Jahr mit der VGH, Vereinigung von Großhändlern für Haustechnik, Marketing und Vertrieb GmbH, ein Partner mit insgesamt 8 Mitgliedern und 29 Standorten in Deutschland und den Niederlanden, eine Kooperationsvereinbarung abschließen.
Der Fachbereich Haustechnik im E/D/E wird daher in diesem Jahr um rund 70% auf dann etwa 540 Mio. Euro Gesamtumsatz wachsen. Er erreicht damit in einem angespannten Wettbewerbsumfeld nicht nur eine extreme Trendumkehr, sondern auch ein Fundament, auf dem in Zukunft weiter systematisch aufgebaut werden kann. Das Minus von 23,85% im Bereich Gartentechnik/DIY ist Resultat der Verlagerung fast aller Einzelhandelsaktivitäten in das Tochterunternehmen ZEUS. Mit der vollständigen Integration des hagebau-Einzelhandels in die ZEUS zum 31.12.2004 wurden auch sämtliche Aktivitäten an den Standort Soltau verlegt. Darüber hinaus wurde der Fachbereich Holz-Großhandel innerhalb der ZEUS im Herbst 2004 aufgelöst. Er fällt nun nicht mehr in die Kernkompetenz der ZEUS: Heute hat die hagebau die komplette Betreuung der Holz-Großhändler – außer im Bereich Bauelemente - übernommen.
Gründe für das Wachstum
Das Wachstum im vergangenen Jahr, das völlig anders als der Markt verlief, ist kein Zufall. Es gibt dafür viele Gründe: Mitgliederverluste aufgrund von Finanzproblemen und Geschäftsaufgaben mit einem E/D/E Umsatzvolumen von rund 50 Mio. Euro konnten mehr als kompensiert werden. 45 Neumitglieder (41 PVH, 4 Einzelhandel) mit einem Umsatzvolumen von 175 Mio. Euro – das Gros Baubeschlag-, Sanitär- und Werkzeughändler – konnten für das E/D/E gewonnen werden. Ausschlaggebend für einen Beitritt waren für viele Unternehmen die stabilen wirtschaftlichen Verhältnisse des E/D/E, die attraktiven und sicheren Rückvergütungssysteme sowie umfassende und zukunftsorientierte Leistungsmodule im Einkauf, im Marketing und in der Logistik.
Gegenwärtig ist das eLC Logistik Center noch zum größten Teil auf die Werkzeugbranche hin ausgerichtet. Mit der Fertigstellung eines gleich großen Erweiterungsbaus Mitte 2005 werden künftig aber auch andere Branchen und damit Händlergruppen in den Service mit einbezogen. Daraus resultieren weitere Wachstumsschübe schon in diesem Jahr.
Deutlich zum Erfolg beigetragen haben auch die Aktivitäten in Europa. In einer Reihe von Ländern, insbesondere in Österreich, konnte das E/D/E in 2004 neue Mitglieder gewinnen.
Ebenso die weiterhin verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Kooperationspartnern oder die breite Einführung der Handelsmarke FORMAT in Frankreich trugen dazu bei, dass dieser Geschäftsbereich über 50% Wachstum vorweisen kann und knapp 250 Mio. Euro einbringt. Auch im laufenden Jahr sind nochmals weitere 20% Zuwachs geplant. Zur Unterstützung der Europaaktivitäten wurden im letzten Jahr Vertriebsbüros in Österreich, Frankreich und England eröffnet. Der Anteil des Auslandsumsatzes am E/D/E Gesamtumsatz soll in den nächsten drei Jahren auf 15% bzw. 500 Mio. Euro anwachsen.
Weiteres Wachstum
Insgesamt blickt Hans-Jürgen Adorf auch für 2005 optimistisch in die Zukunft: „Wir werden schon in diesem Jahr die von uns selbst definierte 3-Milliarden-Euro-Schallmauer durchbrechen und insgesamt nochmals rund 10% Umsatzzuwachs realisieren – ein Ziel, dass wir uns eigentlich erst für das Jubiläumsjahr 2006 vorgenommen haben, wenn das E/D/E sein 75jähriges Bestehen feiert.“ Maßgeblich hierfür sind weitere bedeutende Mitgliederzugänge sowie die Auswirkungen der Kooperation mit der VGH in der Haustechnik.
Auch diese Wachstumsziele müssen wieder losgelöst von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden. „Wir rechnen vorsichtig und gehen davon aus, dass die Branchen, die für das E/D/E relevant sind, nochmals einen Rückgang von -3 bis -5% verkraften müssen“, so Adorf. Für das E/D/E werden sich jedoch weitere Aspekte positiv auf die Entwicklung auswirken: Das E/D/E bietet seinen Mitgliedern eine Fülle an Dienstleistungen, die alle dazu dienen, die Wettbewerbsfähigkeit des einzelnen Unternehmens vor Ort zu erhöhen. Beispiele sind hier die Bildung strategischer Allianzen oder das E/D/E Ratingsystem für Mitglieder, das gemeinsam mit der Creditreform Rating AG entwickelt wurde. Für 2006 steht im Rahmen der Delkredere-Funktion des E/D/E die breite Einführung des Mitglieder-Ratings auf der Agenda. Ein weiteres Thema ist die zunehmende Professionalisierung der gesamten C-Artikel-Beschaffung für Industriekunden, bei der das E/D/E aktiv die Entstehung von Versorgungsnetzwerken auf Mitgliederseite fördert. (ede)

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