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DINA-Studie: Pflanzenvielfalt in Schutzgebieten gefährdet
Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie des Forschungskonsortiums DINA (Diversität von Insekten in Naturschutz-Arealen) unter Leitung des NABU. Insbesondere gefährdete Pflanzenarten sind dabei betroffen. Mit weiteren möglichen negativen Folgen – einer großen Anzahl von gefährdeten Insektenarten, die auf diese Pflanzen angewiesen sind, fehlt die Lebensgrundlage.
Die NABU-Studie zeigt: Aus angrenzenden Ackerflächen werden so große Mengen an Düngemitteln und Herbiziden gegen so genannte Unkräuter eingetragen, dass insbesondere die vielen kleinen Schutzgebiete ihren Zweck fast vollständig verfehlen.
NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: "Naturschutzgebiete müssen ihrer Funktion gerecht werden können und die lokale Artenvielfalt erhalten. Wir brauchen darum Pufferzonen, um unsere Schutzgebiete sowie Biotopverbundkorridore, in denen der Einsatz von Herbiziden reduziert wird. Dafür müssen Angebote und Honorierungen für die Landwirtschaft bereitgestellt werden. Wir brauchen eine grüne Infrastruktur, die uns hilft, Arten und Ökosysteme auch im Klimawandel zu erhalten."
Zudem müssen dringend Datenlücken zum Zustand und zur Entwicklung der Tier- und Pflanzenbestände sowie zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geschlossen werden, fordert DINA-Forscher Dr. Sebastian Köthe: "Es ist unglaublich, dass wir nicht einmal in und um unsere Schutzgebiete herum wissen, wie viele und welche Pestizide eingesetzt werden. Dazu brauchen wir dringend eine bundesweite digitale Einsatzdatenbank. Zudem mangelt es an umfangreichen Risikoanalysen und Maßnahmen zum Risikomanagement. Das muss sich schleunigst ändern." (NABU)

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