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Bern: Umweltgerechten Pflanzenschutz fördern
Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern lanciert zusammen mit dem Berner Bauern Verband und dem Bundesamt für Landwirtschaft ein Projekt zur Verminderung von Nebenwirkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Hauptziel ist es, die Belastungen in Gewässern zu reduzieren. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Kredit von 10,6 Mio. Franken.
Pflanzenschutzmittel werden zum Schutz der landwirtschaftlichen Kulturen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkraut eingesetzt. Sie sind wichtig, denn sie leisten einen Beitrag zur Ertragssicherheit. Allerdings können sie auch bei korrekter Anwendung in die Umwelt gelangen und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.
Das Berner Pflanzenschutzprojekt soll die Landwirtschaft beim effizienten und umweltschonenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unterstützen. Das Ziel des sechsjährigen Projekts (2017 bis 2022) ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft zu optimieren und damit die Umweltrisiken – insbesondere in Gewässern – ohne massgebliche Beeinträchtigung des Produktionsvolumens zu reduzieren. Das kantonale Projekt erfüllt die Vorgaben eines Ressourcenprogramms nach Art. 77a und 77b des Eidg. Landwirtschaftsgesetzes und wird daher vom Bund unterstützt.
Belastung der Gewässer reduzieren
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind und während der Vegetationszeit die Anforderungen der Gewässerschutzgesetzgebung oft nicht mehr erfüllen. Das gefährdet die biologische Qualität von Seen, Flüssen und Bächen. Das Berner Pflanzenschutzprojekt setzt hier an: Mit einem Massnahmenpaket soll die Belastung der Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Zudem sollen Alternativen, wie zum Beispiel das Ausbringen von Nützlingen, weiter erforscht und gefördert werden. Das Sensibilisieren von Landwirtinnen und Landwirten auf die negativen Umweltwirkungen von Pflanzenschutzmitteln ist ein weiteres Projektziel.
Weiterbildung und Fördermassnahmen
Das Berner Pflanzenschutzprojekt sieht eine freiwillige Teilnahme der Landwirtschaftsbetriebe vor. Es werden Massnahmen über das ganze Kantonsgebiet angeboten, der Fokus liegt auf dem Ackerbau und auf Spezialkulturen wie Obst und Reben. Vorgesehen sind Massnahmen in vier Bereichen:
-Herbizideinsatz
-Fungizid- und Insektizideinsatz
-Oberflächliche
-Abschwemmung von Pflanzenschutzmitteln
-Investitionen in Reinigungssysteme von Feldspritzen und Waschplätzen
Die Massnahmen werden im Rahmen von landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildungsanlässen eingeführt, erläutert und vertieft. Merkblätter und andere Umsetzungshilfen stellen den Wissenstransfer sicher. Die Informationsvermittlung und die Vernetzung der involvierten Landwirtschaftsbetriebe, des Berner Bauern Verbandes und der Verwaltung sind wichtige Pfeiler dieses Projekts. Der umweltgerechte Pflanzenschutz soll in den sechs Projektjahren ein zentrales und aktiv begleitetes Thema in der Berner Landwirtschaft sein.
Trägerschaft und Kosten
Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern bildet zusammen mit dem Berner Bauern Verband die Projektträgerschaft. Das Bundesamt für Landwirtschaft übernimmt knapp 80% der gesamten Projektkosten von 62,7 Mio. Franken. Der Kanton Bern soll über sechs Jahre 10,6 Mio. Franken beisteuern, was rund 17% der Gesamtkosten entspricht.
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Messenachrichten
Bern: Umweltgerechten Pflanzenschutz fördern
Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern lanciert zusammen mit dem Berner Bauern Verband und dem Bundesamt für Landwirtschaft ein Projekt zur Verminderung von Nebenwirkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Hauptziel ist es, die Belastungen in Gewässern zu reduzieren. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat einen Kredit von 10,6 Mio. Franken.
Pflanzenschutzmittel werden zum Schutz der landwirtschaftlichen Kulturen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkraut eingesetzt. Sie sind wichtig, denn sie leisten einen Beitrag zur Ertragssicherheit. Allerdings können sie auch bei korrekter Anwendung in die Umwelt gelangen und unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.
Das Berner Pflanzenschutzprojekt soll die Landwirtschaft beim effizienten und umweltschonenden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unterstützen. Das Ziel des sechsjährigen Projekts (2017 bis 2022) ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft zu optimieren und damit die Umweltrisiken – insbesondere in Gewässern – ohne massgebliche Beeinträchtigung des Produktionsvolumens zu reduzieren. Das kantonale Projekt erfüllt die Vorgaben eines Ressourcenprogramms nach Art. 77a und 77b des Eidg. Landwirtschaftsgesetzes und wird daher vom Bund unterstützt.
Belastung der Gewässer reduzieren
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind und während der Vegetationszeit die Anforderungen der Gewässerschutzgesetzgebung oft nicht mehr erfüllen. Das gefährdet die biologische Qualität von Seen, Flüssen und Bächen. Das Berner Pflanzenschutzprojekt setzt hier an: Mit einem Massnahmenpaket soll die Belastung der Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln reduziert werden. Zudem sollen Alternativen, wie zum Beispiel das Ausbringen von Nützlingen, weiter erforscht und gefördert werden. Das Sensibilisieren von Landwirtinnen und Landwirten auf die negativen Umweltwirkungen von Pflanzenschutzmitteln ist ein weiteres Projektziel.
Weiterbildung und Fördermassnahmen
Das Berner Pflanzenschutzprojekt sieht eine freiwillige Teilnahme der Landwirtschaftsbetriebe vor. Es werden Massnahmen über das ganze Kantonsgebiet angeboten, der Fokus liegt auf dem Ackerbau und auf Spezialkulturen wie Obst und Reben. Vorgesehen sind Massnahmen in vier Bereichen:
-Herbizideinsatz
-Fungizid- und Insektizideinsatz
-Oberflächliche
-Abschwemmung von Pflanzenschutzmitteln
-Investitionen in Reinigungssysteme von Feldspritzen und Waschplätzen
Die Massnahmen werden im Rahmen von landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildungsanlässen eingeführt, erläutert und vertieft. Merkblätter und andere Umsetzungshilfen stellen den Wissenstransfer sicher. Die Informationsvermittlung und die Vernetzung der involvierten Landwirtschaftsbetriebe, des Berner Bauern Verbandes und der Verwaltung sind wichtige Pfeiler dieses Projekts. Der umweltgerechte Pflanzenschutz soll in den sechs Projektjahren ein zentrales und aktiv begleitetes Thema in der Berner Landwirtschaft sein.
Trägerschaft und Kosten
Das Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern bildet zusammen mit dem Berner Bauern Verband die Projektträgerschaft. Das Bundesamt für Landwirtschaft übernimmt knapp 80% der gesamten Projektkosten von 62,7 Mio. Franken. Der Kanton Bern soll über sechs Jahre 10,6 Mio. Franken beisteuern, was rund 17% der Gesamtkosten entspricht.
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