Wasserknappheit: ZVG fordert differenzierte Lösungen

Mit den geplanten Leitlinien zum Umgang mit Nutzungskonkurrenzen bei Wasserknappheit soll erstmals eine bundesweit abgestimmte Orientierung für Wasserbehörden geschaffen werden. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt diesen Ansatz in seiner Stellungnahme grundsätzlich, er sieht im aktuellen Entwurf jedoch noch erheblichen Anpassungsbedarf mit Blick auf die besonderen Anforderungen des Gartenbaus.

Automatische Pflanzenbewässerung in einer Gärtnerei. Bild: GABOT.

Kritisch sieht der Verband insbesondere, dass der Gartenbau bislang nicht ausreichend differenziert dargestellt wird. So fordert der ZVG eine klare Unterscheidung zwischen Freilandproduktion und geschütztem Anbau. Gerade im geschützten Anbau erfolge die Bewässerung heute vielfach in geschlossenen Kreislaufsystemen, weshalb diese Bereiche im Konfliktfall von Einschränkungen ausgenommen werden sollten.

Darüber hinaus regt der ZVG präzisere Vorgaben für Maßnahmen und Entscheidungskriterien bei Wasserknappheit an. Auch die Ernährungssicherheit müsse als Aspekt des Allgemeinwohls ausdrücklich berücksichtigt werden. Der Verband betont zudem, dass bei gartenbaulichen Sonderkulturen bereits kurzfristige Bewässerungsverbote zu erheblichen Schäden bis hin zu Totalausfällen führen können. Deshalb seien die wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe stärker in die Leitlinien einzubeziehen. (ZVG)

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