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ifo Institut: Mehr Unternehmen planen Preiserhöhungen
Das ist der höchste Wert seit Januar 2023. „Der Iran-Krieg hinterlässt seine Spuren in der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen geben die gestiegenen Energiekosten nun zunehmend an ihre Kunden weiter“, sagt ifo Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
In der Industrie sind die Preiserwartungen von 21,1 auf 34,2 Punkte kräftig gestiegen, bei energieintensiven Unternehmen sogar von 30,6 auf 47,5 Punkte. Hier fällt insbesondere die Chemieindustrie ins Gewicht, deren Preiserwartungen von 31,8 auf 61,7 Punkte hochschnellten. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen war die Veränderung deutlich geringer: von 19,2 auf 19,8 Punkte.
Einen deutlichen Hinweis auf einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise geben die Preiserwartungen in den konsumnahmen Bereichen, z. B. Gastronomie oder Einzelhandel. So ist der Indikator bei konsumnahen Dienstleistern von 27,9 auf 39,8 Punkte gestiegen. „Insgesamt dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten auf über 3% klettern“, erwartet Wollmershäuser. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern planen dagegen weniger Unternehmer mit höheren Preisen. Ihre Preiserwartungen sind nur von 26,9 auf 32,5 Punkte gestiegen. Dazu zählen zum Beispiel Architektur- und Ingenieurbüros (Anstieg von 11,2 auf 15,2 Punkte) oder Unternehmensberater, wo die Preiserwartungen sogar gesunken sind (von 10,3 auf 6,3 Punkte).
Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das ifo Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

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