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Halbzeitbilanz: Noch sechs Wochen Spargelgenuss
Besonders an Wochenenden und Feiertagen gönnten sich viele Konsumentinnen und Konsumenten frischen Spargel. Gleichzeitig sorgten die niedrigen Nachttemperaturen dafür, dass die Erntemengen gleichmäßiger verteilt wurden, und die Märkte kontinuierlich beliefert werden konnten. Spargelfans können ihr Lieblingsgemüse noch bis zum 24. Juni genießen.
„Wir sind mit dem Verlauf der ersten Saisonhälfte zufrieden. Auch wenn die Kunden und Kundinnen aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten preissensibler geworden sind, so sind sie doch dem Spargel aus der Region treu geblieben. Viele Spargelbetriebe sind zu Beginn der Spargelsaison trotz der gestiegenen Produktionskosten preislich nicht höher als im Vorjahr eingestiegen. Dafür können sie jetzt in der Hochsaison den Spargel auch nicht zu Spottpreisen anbieten, denn die höheren Kosten müssen aufgefangen werden“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE).
Gute Spargelqualitäten und ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage
„Das Angebot und die Nachfrage waren weitgehendst in einem guten Verhältnis. Die Qualitäten stimmen. Die Stangen waren in diesem Jahr wüchsig und oft dick. Jetzt sind wir gerade im Übergang von den frühen zu den späten Spargelanlagen und können gut in die zweite Hälfte der Saison starten“, resümiert BDSE-Spargelberater Dr. Ludger Aldenhoff.
„Die Saison ist früh gestartet. Da es weder einen Kälteeinbruch noch eine Hitzewelle gab, war nie zu wenig oder zu viel Menge an Spargel am Markt. Angebot und Nachfrage passten also gut zusammen. Die Nachfrage ist ein bisschen gedämpfter als letztes Jahr, was sicherlich an der wirtschaftlichen Situation, aber auch an den kühleren Tagen, die nicht zum Spargelkauf animierten, liegt. Auffällig ist, dass die Tendenz, am Wochenende Spargel zu kaufen, sich deutlich verstärkt hat“, erklärt Ralf Große Dankbar, Spargelanbauberater in Nordrhein-Westfalen an.
Nachfrage nach Spargel am Wochenende und an den Feiertagen besonders stark
Der Anstieg der Lebenshaltungskosten hat bei vielen Kunden und Kundinnen zu einem preissensibleren Kaufverhalten geführt. Die Tendenz, eher zum Wochenende hin, am Wochenende oder an den Feiertagen Spargel zu kaufen, hat sich deutlich verstärkt. Auch wurde stärker auf Angebotsaktionen geachtet oder anstelle des Premiumspargels die Klasse II gekauft.
Claudio Gläßer, Marktanalyst Gartenbau der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) zieht folgendes Resümee: „Es ist eine solide Nachfrage zu beobachten. Der Anteil der Haushalte, die weißen Spargel aus Deutschland kauften, reicht aber nicht in jeder Woche an die Werte der Vorjahre heran. Mit den langsam steigenden Erntemengen kauften zunehmend mehr Haushalte Spargel, sodass in einzelnen Wochen die Werte der Vorjahre übertroffen werden konnten. In der 19. Kalenderwoche, der Woche zum Muttertag, kauften verglichen mit dem Mittel der vergangenen drei Jahre überdurchschnittlich viele Haushalte Spargel. Insgesamt verläuft die Spargelsaison in weiten Teilen zufriedenstellend, vieles hängt aber maßgeblich von den Vermarktungswegen ab.“
77% der Konsumenten und Konsumentinnen in Deutschland mögen Spargel
Spargel ist nach wie vor das beliebteste Frühlingsgemüse in Deutschland. Laut der aktuellen Ergebnisse der YouGov-Umfrage* mögen 77% der Erwachsenen in Deutschland Spargel. 50% mögen weißen und grünen Spargel, 8% nur Grünspargel und 19% nur weißen Spargel.

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