Düngemittelkrise: EU-Kommission verabschiedet Stützmaßnahmen

Die Europäische Kommission hat Maßnahmen verabschiedet, um landwirtschaftlichen Betrieben angesichts stark steigender Düngemittelkosten zu helfen und die Ernährungssicherheit in Europa zu unterstützen.

In den vergangenen Monaten haben geopolitische Spannungen und Versorgungsunterbrechungen die Düngemittelpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben. Bild: GABOT.

Diese Maßnahmen ergänzen das außerordentliche finanzielle Unterstützungspaket, das im Aktionsplan für Düngemittel angekündigt und am 27. Juli angenommen wurde.

Drei Hauptelemente

Zu den Maßnahmen gehören im Kern:

  • eine neue Liquiditätsregelung, die bis zu 65% aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert werden kann. Mitgliedstaaten können eine nationale Finanzierung bis zu 200% hinzufügen;
  • die Mitgliedstaaten bekommen die Möglichkeit, den Betrieben vor dem 16. Oktober Vorauszahlungen mit einem höheren Vorschusssatz zu gewähren. Das soll den Cashflow verbessern; 
  • schließlich werden die Mitgliedstaaten mehr Flexibilität haben, indem sie ihre Zuweisungen für Direktzahlungen für das Kalenderjahr 2027 anpassen. 

Hintergrund

In den vergangenen Monaten haben geopolitische Spannungen und Versorgungsunterbrechungen die Düngemittelpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben. Gezielte Anpassungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) werden es den Mitgliedstaaten ermöglichen, Landwirte schneller und flexibler beim Zugang zu Düngemitteln zu unterstützen. 

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