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VEREINIGTE HAGEL: Mitgliedervertreterversammlung 2026
Im Jahr 2025 waren europaweit rund 6,4 Mio. Hektar (+1,2%) bei einem Beitrag von 335 Mio. Euro (+1,5%) direkt versichert. Trotz regional heftiger Schäden wurde 2025 nach zwei schweren Schadenjahren wieder als Unterschadenjahr abgeschlossen, so dass die Schwankungsrückstellung gestärkt werden konnte. Vorstandsmitglied und CFO Dr. Jan Keller berichtete, dass die sog. Solvenzquote – das Maß für die finanzielle Stabilität von Versicherungen – mit rund 350% deutlich über den von der Finanzaufsicht geforderten Werten liegt. Die Versammlung genehmigte einstimmig den Jahresabschluss und erteilte Vorstand sowie Aufsichtsrat uneingeschränkte Entlastung.
Rückblick auf die vergangene Schadensaison im In- und Ausland
Die ersten Schäden traten wieder früh im Jahr auf. Bereits Anfang April führte Spätfrost zu Kernobstschäden in Kroatien und Süddeutschland, gegen Ende des Monats sanken die Temperaturen im Baltikum auf bis zu minus 10° Celsius, so dass Getreide und Raps stellenweise umgebrochen werden mussten.
Im Mai und Juni sorgten regionale Unwetter immer wieder für Schäden. Betroffen waren vor allem die Mitte und der Süden Deutschlands sowie unsere Niederlassungen in Polen und Litauen. Am 15. und 16. Juli haben schwere Unwetter mit Starkregen und Hagel erhebliche Schäden in der deutschen Landwirtschaft angerichtet, insbesondere in erntereifen Getreide-, Raps- und Mais-Beständen. Ein besonders markanter Unwetterzug traf Regionen östlich von Jena über Chemnitz bis südlich von Dresden. Weitere schwere Unwetter ereigneten sich rund um Würzburg sowie in angrenzenden Gebieten Baden-Württembergs. Darüber hinaus verursachten Extremwetterlagen schwere Schäden in Obstanlagen und im Weinbau. Zeitgleich gingen Schadenmeldungen aus Kroatien ein. In der Region Slawonien, rund um Slavonski Brod, wurden durch heftige Unwetter insbesondere Sonnenblumen, Getreide- und Maisfelder verwüstet.
Dank an die Sachverständigen
Trotz der genannten Wetterkapriolen, die regional heftig ausfielen, lag die Schadenquote bei rund 50%, so dass nach mehreren Überschadenjahren die Rücklagen wieder aufgefüllt werden konnten. Aufsichtsratsvorsitzender Jens Stechmann dankte den Sachverständigen für ihre geleistete Arbeit. Sie seien über die eigentliche Schadenregulierung hinaus ein wichtiges Bindeglied zwischen den Mitgliedern und ihrer Versicherung. Auf diese Gemeinschaft könnten sich die Mitglieder auch bei schweren Schadenfällen verlassen. Das System der Solidargemeinschaft habe sich in diesem Jahr wieder einmal bewährt.
Personalie: Ralf Gumpert neu im Aufsichtsrat
Die Versammlung begann mit einer Schweigeminute für das im März verstorbene Mitglied des Aufsichtsrats Norbert Claassen aus dem thüringischen Breitenworbis. Der Aufsichtsratsvorsitzende dankte ihm noch einmal für seine geleisteten Dienste. Zum Nachfolger gewählt wurde Ralf Gumpert, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Bösleben.
Dank galt auch Lothar Dahs, der sich als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Gartenbau-Versicherung 30 Jahre lang im Kooperationsrat der AgroRisk-Gruppe engagiert hatte.

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