Rentenbank: Aktuelle Forschungsergebnisse

Rehwinkel-Symposium 2026 "Die Landwirtschaft als Lösungsanbieter für den Klimaschutz – Möglichkeiten für die Landwirtschaft und alternative Einnahmequellen".

v.l.n.r.: Stefanie Sabet, Helix Aldinger-Sommer, Paula Markwitz, Jana Beck, Nikola Steinbock. Bild: Rentenbank.

„Das diesjährige Thema unserer Tagung passt, obwohl vor anderthalb Jahren ausgewählt, sehr gut in die Zeit. Denn es geht um Lösungen für den Klimaschutz, die die Landwirtschaft wirtschaftlich sinnvoll umsetzen kann und will. Die drei von uns ausgewählten und geförderten Studien adressierten sehr unterschiedliche Ansätze, haben aber eines gemeinsam: sie zahlen darauf ein, Landwirtschaft zu stärken und zukunftsfähig zu machen“, so Nikola Steinbock, Vorstandsvorsitzende der Edmund Rehwinkel-Stiftung und Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank, im Rahmen des diesjährigen Rehwinkel-Symposiums. „Damit diese Veränderung gelingen kann, übernehmen Förderbanken wie die Rentenbank eine besondere Verantwortung: Sie schaffen Vertrauen in neue Technologien, verbessern Finanzierungskonditionen und stellen Kapital für notwendige Investitionen in den Wandel bereit“, so Steinbock weiter.

Die Edmund Rehwinkel-Stiftung verbindet seit ihrer Gründung 1974 wissenschaftliche Erkenntnisse mit der land- und ernährungswirtschaftlichen Praxis, um daraus Empfehlungen für unternehmerische sowie politische Entscheidungen abzuleiten. Im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums standen die drei wissenschaftlichen Arbeiten, die im Rahmen der Ausschreibung 2025 „Die Landwirtschaft als Lösungsanbieter für den Klimaschutz – Möglichkeiten für die Landwirtschaft und alternative Einnahmequellen“ von der Rehwinkel-Stiftung gefördert wurden:

  • Prof. Dr. Jan-Hendrik Buhk (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel, in Kooperation mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut) präsentierte Ansätze zur Erstellung von einzelbetrieblichen Klimabilanzen für Ackerbaubetriebe auf Basis des BMLEH-Jahresabschlusses.
  • Prof. Dr. Annette Prochnow (Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e. V.) untersuchte die Potenziale für die Bereitstellung, Lagerung und Konservierung von Paludibiomasse durch landwirtschaftliche Betriebe (MoorMass).
  • Prof. Dr. Britta Hachenberg (Technische Hochschule Köln, in Kooperation mit der TU Darmstadt) stellte innovative Asset-backed Securities für Klimaschutz und nachhaltige Landwirtschaft vor (Agricultural Green ABS).

Dr. Manon Sarah Littek, Founding General Partner des Green Generation Fund, gab mit einem zusätzlichen Impulsvortrag wichtige Einblicke in die Rolle von Innovationen für den Klimaschutz in der Landwirtschaft sowie die Bedeutung von Start-ups und deren Finanzierung durch spezielle Venture Capital Funds. Sie nannte konkrete Beispiele von Start-ups, die innovative Lösungen für landwirtschaftlichen Klimaschutz umsetzen und zugleich Einkommen generieren.

Mit einer inspirierenden Dinner Speech von Dr. Hagen Duenbostel, Aufsichtsratsvorsitzender der KWS SAAT SE & Co. KGaA, fand die Tagung beim festlichen Abendempfang ihre Fortsetzung. Darüber hinaus ehrte Stefanie Sabet, Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbands, mit einer Laudatio die neu in das Stipendienprogramm der Rehwinkel-Stiftung aufgenommenen Masterstudierenden. Gemeinsam mit Nikola Steinbock überreichte sie die Stipendienurkunden.

Moderiert wurde das Rehwinkel-Symposium von Matthias Schulze Steinmann, Chefredakteur des Fachmagazins top agrar.

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