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Zeit für den Neuanfang: Gartenarbeit im Herbst
Ein langer, heißer Sommer liegt hinter uns. Das sah man häufig auch im Garten: an vertrockneten Rasenflächen, müden Stauden und ausgelaugter Erde. Doch statt wehmütig zu werden, sollte man jetzt den Neustart planen. Denn im Herbst sind die Bedingungen dafür besonders gut: Die Temperaturen sinken langsam, es regnet wieder häufiger, der Boden ist aber noch warm. Die Natur bereitet sich in aller Ruhe auf die kalte Jahreszeit vor. Wer jetzt aktiv wird, legt den Grundstein für einen gesunden Garten im nächsten Jahr. Die Gartenprofis von „Blumen – 1000 gute Gründe" haben dazu die wichtigsten Tipps:
Beete ordnen
Zuerst lohnt sich ein entspannter Rundgang: Welche Pflanzen haben unter der Hitze gelitten? Wo gibt es vertrocknete Triebe? Passen Pflanzen und Standorte noch zusammen? Dabei sollte man abgestorbenes und vor allem krankes Pflanzenmaterial direkt entfernen. Gesunde Stauden müssen dagegen nicht komplett zurückgeschnitten werden: Samenstände und hohle Stängel sehen im Winter schön aus, zudem bieten sie Insekten Schutz und Vögeln Nahrung. Auch ein wenig Laub kann gerne als Unterschlupf für Tiere in den Beeten liegen bleiben.
Erde vorbereiten
Durch den heißen Sommer ist der Boden vielerorts geradezu „ausgebrannt": Er ist oft bis in die Tiefe getrocknet und stark verdichtet. Deshalb sollte man jetzt die Erde lockern und abdecken. Eine Schicht aus Rindenmulch, Grasschnitt oder einfach Laub schützt vor Frost und Verdunstung, zudem werden bei der Zersetzung nach und nach Nährstoffe frei. Achtung: Die Organismen im Boden verbrauchen dabei Stickstoff. Damit es bei den Pflanzen nicht zu Mangelerscheinungen kommt, düngt man daher vor dem Mulchen mit etwas Hornspänen.
Rasen stärken
Wenn der Rasen gelitten hat, kann man ihn jetzt wieder aufpäppeln. Dafür das Laub entfernen, nicht zu tief mähen und mit einem kaliumbetonten Herbstrasendünger versorgen. An kahlen Stellen lohnt sich im Herbst auch das Nachsäen, denn bei feuchter Witterung kann die Rasensaat gut aufgehen.
Neues pflanzen
Der frühe Herbst ist der ideale Pflanzzeitpunkt für viele Stauden, Gehölze und Hecken. Denn die Pflanzen können vor dem Winter neue Wurzeln bilden und starten im Frühjahr mit einem Vorsprung. Lediglich frostempfindliche Arten sollten besser bis zum nächsten Frühjahr warten. Klassiker für die Herbstpflanzung sind natürlich Blumenzwiebeln: Setzt man sie jetzt, kann man sich im Frühjahr auf die ersten Blüten freuen.
Farbenfroh dekorieren
Auch wenn der Sommer vorbei ist, muss der Garten nicht in Grau versinken. Zahlreiche Spätblüher setzen jetzt ihre schönsten Akzente und bringen Farbe in die kühlere Jahreszeit: Astern, Fetthenne, Herbst-Anemonen und Chrysanthemen blühen bis weit in den Herbst, viele Sorten der Heide bleiben sogar im Winter noch schön. Struktur ins Arrangement bringen zarte Ziergräser, Purpurglöckchen mit ihren farbigen Blättern oder das silbrige Laub von Silberblatt oder Stacheldrahtpflanze. Kombiniert man diese Pflanzen mit Kürbissen, Zieräpfeln oder herbstlichem Laub, entsteht schnell eine stimmungsvolle Dekoration für Terrasse, Balkon oder Eingangsbereich – ganz ohne großen Aufwand.
Der Spätsommer und frühe Herbst sind im Garten also alles andere als eine ruhige Zeit. Jetzt schafft man die besten Voraussetzungen für einen gesunden Garten im nächsten Jahr – und kann sich gleichzeitig an den warmen Farben der Spätblüher erfreuen.

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