Internationale Jubiläumskonferenz: 35 Jahre EPAL

Die European Pallet Association e.V. (EPAL) hat am 19. Juni 2026 ihr 35-jähriges Jubiläum mit einer internationalen Konferenz in München gefeiert. 320 Gäste aus Industrie, Handel, Logistik und Verbänden trafen sich in München, wo im Jahr 1991 die Grünungsversammlung der EPAL stattfand.

Internationale Jubiläumskonferenz versammelt die Logistikbranche in München. Bild: © EPAL.

Die Jubiläumskonferenz war der bisherige Höhepunkt der Veranstaltungen zum 35-jährigen Jubiläum der EPAL. Was im Jahr 1991 als Initiative zur internationalen Qualitätssicherung von Europaletten begann, hat sich in den folgenden 35 Jahren zum größten offenen Palettenpool der Welt entwickelt. Seit der Gründung der EPAL wurden fast zwei Milliarden EPAL-Europaletten produziert. Heute sind weltweit mehr als 670 Millionen EPAL-Europaletten und mehr als 20 Millionen EPAL-Gitterboxen im Einsatz. Damit bilden EPAL-Paletten das Rückgrat nationaler und internationaler Lieferketten.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Herausforderungen und Chancen der Logistik von morgen. Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Logistik präsentierten den Teilnehmern der Konferenz aktuelle Entwicklungen der europäischen Gesetzgebung, der Digitalisierung und Automatisierung von Logistikprozessen, welche eine ständig zunehmende Bedeutung für die Palettenlogistik und damit auch für den EPAL-Palettenpool haben. Für die 320 Teilnehmer aus fast 30 Ländern, darunter auch Teilnehmer aus China, Indien und den USA, war die Jubiläumskonferenz eine hervorragende Plattform zum internationalen Austausch über die Bedeutung der Standardisierung, Qualitätssicherung und Wiederverwendung von EPAL-Paletten für die Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit der Waren- und Transportlogistik.

Jarek Maciążek, Präsident der EPAL: „EPAL-Paletten sind heute überall. In jedem Betrieb, in vielen Ländern und oft sogar in der privaten Umgebung. Dieser Erfolg der EPAL basiert auf dem Vertrauen von Millionen Verwendern von EPAL-Paletten sowie dem weltweiten Engagement unserer Lizenznehmer, der nationalen Verbände und ihrer Mitarbeiter. Dieses starke Netzwerk ist nicht nur der Grund für die Erfolgsgeschichte der EPAL in den vergangenen 35 Jahren, sondern auch die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des offenen EPAL-Palettenpools. Gerade in einer Zeit großer wirtschaftlicher, technologischer und ökologischer Veränderungen ist unsere Aufgabe relevanter denn je. Digitalisierung und Automatisierung, künstliche Intelligenz sowie stetig wachsende Anforderungen an die Nachhaltigkeit verändern die Gegenwart und Zukunft der Logistik. EPAL wird auch in Zukunft eine aktive Rolle bei der Gestaltung dieses Wandels spielen – mit Innovationskraft, klaren Standards und dem festen Bekenntnis, Verantwortung für Wirtschaft und Umwelt zu übernehmen.“

Ein besonderes Highlight der Konferenz war das Podiumsgespräch mit einigen der Unternehmer, die im Jahr 1991 die Idee zur Gründung der EPAL hatten. Ulrich Feuersinger, Hans-Erich Schilling und der Ehrenpräsident der EPAL, Robert Holliger, berichteten, wie der Fall der Grenzen in Europa die Lieferketten und auch die Palettenlogistik verändert hat. Die bis 1991 allein nationale Qualitätssicherung von Europaletten reichte nicht mehr aus, um in zunehmend internationalen Lieferketten die Anforderungen der Verwender aus Industrie, Handel und Logistik an die Qualität von Paletten zu erfüllen. Was damals keiner von den Gründern erwartet hat: mit der Gründung eines internationalen Verbands für die Organisation der Wiederverwendung von EPAL-Paletten sind die EPAL und der EPAL-Palettenpool auch zu einem Vorbild für Kreislaufwirtschaft und die Nachhaltigkeit in der Logistik geworden.

Dirk Hoferer, Präsident der EPAL: „Der Erfolg der EPAL in den letzten 35 Jahre ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis des Engagements und des Einsatzes vieler Menschen aus zahlreichen Ländern. Nach der Expansion in Europa hat EPAL seit 2006 seine Präsenz in China und Asien sowie in Nordamerika aufgebaut. Die Marke EPAL ist so zu einer der international bekanntesten Marken in der Logistik geworden und wird heute als Nachweis für hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit von Paletten verstanden. Auf diese Entwicklung sind wir stolz. Mein Vater Albert Hoferer zählte ebenfalls zu den Gründern der EPAL, und so habe ich die Entwicklung der EPAL von Beginn an aus der Nähe verfolgen und seit Mitte der 90er-Jahre aktiv begleiten dürfen. Das offene Wiederverwendungssystem der EPAL hat sich in dieser Zeit nicht nur als Industrie-Standard entwickelt, sondern ist zuletzt sogar von der Europäischen Kommission als Beispiel für ein offenes Wiederverwendungssystem im Sinne der EU-Verpackungsverordnung genannt worden.“

Mit der Wahl von München als Ort der Jubiläumskonferenz schließt sich für EPAL ein Kreis. In München fand Anfang 1991 die Gründungsversammlung der EPAL statt. Heute ist EPAL in mehr als 40 Ländern aktiv, von denen die meisten in München vertreten waren. Neben zahlreichen Herstellern und Reparateuren von EPAL-Paletten haben auch viele Industriepartner an der Konferenz der EPAL teilgenommen und neben dem 35. Geburtstag der EPAL auch den 35. Geburtstag des EPAL-Palettenpools gefeiert, der gemeinsam mit der EPAL im Jahr 1991 entstand.

Den festlichen Abschluss in München bildete nach dem Konferenzprogramm eine abendliche Jubiläumsfeier, bei der die 320 Teilnehmenden viele weitere internationale Kontakte knüpfen konnten. Einhelliges Fazit der Teilnehmer: Spätestens zum 40. Geburtstag der EPAL im Jahr 2031 sollte eine Neuauflage der Konferenz stattfinden.

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