- Startseite
- GaLaBau
- bdla: Transformation gestalten, Verband ...
bdla: Transformation gestalten, Verband stärken
Der Beirat zählt zu den wichtigsten Gremien des Verbandes. Hier treffen Perspektiven aus Landesverbänden, der Facharbeit und dem Präsidium zusammen und so breit gefächert waren auch die Themen: Fort- und Weiterbildung, Digitalisierung, Klima- und Ressourcenfragen, Beitragsstrukturen sowie die stärkere Einbindung junger Kolleg:innen. Eine Frage dominierte die Debatten: Wie positioniert sich der Berufsstand der Landschaftsarchitekt:innen in Zeiten multipler gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Veränderungen?
Verband entwickelt eigene Strukturen weiter
Intensiv diskutiert wurde der Wandel der Berufspraxis. Wachsende Bürostrukturen, neue Rechtsformen und komplexere Kooperationen stellen traditionelle Beitragsmodelle zunehmend infrage. In der Folge wird sich der Beirat mit der Weiterentwicklung fairer, nachvollziehbarer und zukunftsfähiger Beitragsstrukturen beschäftigen.
Auch die Fort- und Weiterbildung spielte eine zentrale Rolle. Aus den Landesverbänden kam der Wunsch nach stärker praxisorientierten, spezialisierten und bezahlbaren Angeboten. Qualifizierung wird angesichts wachsender fachlicher Anforderungen zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Fachkräftesicherung und Mitgliedergewinnung.
Breiten Raum nahm auch die Nachwuchsförderung ein. Beschlossen wurde die Einrichtung einer bundesweiten Arbeitsgruppe der Juniorensprecher:innen mit den Zielen, Studierende und junge Landschaftsarchitekt:innen besser zu vernetzen, Mitsprache auf- bzw. auszubauen sowie Übergänge zwischen Studium, Berufseinstieg und Praxis aktiv zu begleiten.
Ein weiteres Thema war die Klima- und Ressourcenbilanz des Verbandes. Bereits heute setzt der bdla auf zahlreiche nachhaltige Maßnahmen: Printprodukte werden auf Ökopapier produziert, Veranstaltungen möglichst bahnfreundlich organisiert und hybride Sitzungsformate reduzieren Reiseaufwand. Künftig sollen zudem unvermeidbare Emissionen kompensiert werden. Damit unterstreicht der Verband seinen Anspruch, Klimaanpassung nicht nur zu fordern, sondern auch innerhalb der eigenen Organisation konsequent umzusetzen.
Wachstum bestätigt positiven Kurs
Der positive Entwicklungskurs des bdla setzt sich auch bei den Mitgliederzahlen fort: Im April 2026 zählt der Verband bereits mehr als 2.000 Mitglieder. Besonders bemerkenswert ist dabei das Wachstum innerhalb aller Mitgliedsgruppen – von Studierenden und Berufseinsteiger:innen (Juniormitglieder) über Angestellte bis hin zu erfahrenen Büroinhaber:innen resp. langjährig Selbstständigen.
Auch finanziell präsentierte sich der Verband stabil. bdla-Schatzmeister Jens Henningsen stellte einen erfolgreichen Jahresabschluss sowie eine zukunftsorientierte Haushaltsplanung 2026/2027 vor. Mit Investitionen in Nachwuchsförderung, Kommunikation, Verbandsentwicklung und strategische Projekte soll der eingeschlagene Kurs konsequent fortgeführt werden.
Wahlen mit klarer Zustimmung
Zu den formalen Höhepunkten der Sitzung gehörten die Wahlen verschiedener Funktionsträger:innen. Gudrun Rentsch wurde für das Amt der Vizepräsidentin des bdla einstimmig wiedergewählt und auch Claudia Blaurock wurde als bdla-Fachsprecherin Pflanzenverwendung bestätigt.
Neu in das Amt des bdla-Fachsprechers Ökonomie wurde Markus Pieper gewählt. 1980 geboren, absolvierte er nach der Landschaftsgärtnerlehre das Studium Landschaftsarchitektur/Freiraumplanung an der Universität/GH Essen. Im Anschluss arbeitete er als Projektleiter bei der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach und ab 2013 als Bauleiter, Projektleiter und später Büroleiter bei GREENBOX. Seit 2017 ist er Partner im Büro GREENBOX Landschaftsarchitekten, Köln, und übernahm 2026 zusätzlich die Geschäftsführung der LACON Landschaftsconsult GmbH. Der Landschaftsarchitekt trat 2019 in den bdla ein.
„Ökonomische Rahmenbedingungen wandeln sich permanent. Die fortschreitende Digitalisierung und Prozessoptimierung durch KI sehe ich für unseren Berufsstand als großes Potential. Veränderte Bedingungen des Arbeitsmarktes und das Thema ‚New Work‘ setzen einen Wandel voraus, den ich als Chance hin zu resilienten Organisationsstrukturen sehe. Es ist mir eine große Freude, die Rolle des Fachsprechers für Ökonomie zu übernehmen und diesen Wandel aktiv mitzugestalten“, sagte Markus Pieper nach seiner Wahl.
Als Nachfolger von Prof. Ulrike Böhm übernimmt Thomas Dietrich das Amt des bdla-Fachsprechers Städtebau und Freiraumplanung. Nach seiner Ausbildung zum Forstwirt nahm der 1966 geborene Thomas Dietrich Anfang der 1990er Jahre das Studium der Landespflege an der Universität/GH Essen auf. Nach Ende des Studiums 1996 begann er als Landschaftsplaner in der Planergruppe Oberhausen; seit 2002 ist er Gesellschafter und in der Geschäftsführung des Büros, welches nunmehr als DIE PLANERGRUPPE mit Bürostandorten Essen und Hannover firmiert. Seit 2015 ist Thomas Dietrich Mitglied des bdla und war von 2018 bis 2025 1. Vorsitzender der Landesgruppe NRW. Seit 2020 vertritt er den bdla nw in der Vertreterversammlung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, ist in verschiedenen Gremien und Ausschüssen tätig und hat in dieser Zeit u.a. das Gesetz zur Klimaanpassung im Beirat zur Umsetzung für den Berufsverband begleitet.
„Ich freue mich, meine fachliche Expertise in den Arbeitskreis einzubringen und die begonnenen Themenbereiche weiterzuführen“, kommentierte Thomas Dietrich seine Wahl. „Die Vernetzung mit starken Akteuren im Sinne der Schnittstelle zwischen Praxis, Verband und Politik, sehe ich als wichtigen Baustein zur Stärkung der Wahrnehmung der Landschaftsarchitektur als gleichberechtigten Partner bei der Planung zukunftsweisender Städte. Es besteht großes Potential darin, die Themen soziale Teilhabe, Sicherheit und Gesundheit im öffentlichen Raum mit der Gestaltung klimaresilienter Freiräume zu verknüpfen.“
Beiratssitzung 2027 am 9. April in Essen
Die Beiratssitzung in Darmstadt hat deutlich gemacht: Der bdla entwickelt sich konsequent weiter – organisatorisch, fachlich, personell und strategisch. Der Verband stärkt den Nachwuchs, debattiert Veränderungen und positioniert sich aktiv zu den großen Zukunftsfragen unserer Zeit. Damit bleibt der bdla eine starke Stimme der Landschaftsarchitektur in Deutschland.
Am 9. April 2027 tagt der Beirat auf Einladung des bdla nw in Essen.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.