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ifo: Stimmung bei Einzelhändlern sehr verhalten
Damit ist die Erholung unterbrochen, die seit Mai zu beobachten war. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter als im Juli. Ihre Geschäftserwartungen verbesserten sich hingegen etwas – für den weiteren Jahresverlauf bleiben sie pessimistisch. „Die Stimmung bei den Einzelhändlern bleibt sehr verhalten. Viele Händler profitieren bislang kaum von der konjunkturellen Erholung der Gesamtwirtschaft“, sagt ifo-Branchenexperte Patrick Höppner.
Laut der aktuellen ifo Konjunkturprognose legt die Wirtschaftsleistung 2026 um 1,4% zu. Die privaten Konsumausgaben steigen preisbereinigt dagegen nur um 0,4%. „Vor allem die gestiegenen Energiepreise erhöhen 2026 die Inflation. Das belastet die Kaufkraft und die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagt Höppner. Dadurch bleibt das Geschäftsumfeld für den Einzelhandel sehr herausfordernd: Trotz der Erholung beim Geschäftsklima in den vergangenen Monaten bleibt der Indikator im Vergleich der letzten drei Jahre weiterhin auf einem nur niedrigen Niveau.
Im August planten die Unternehmen für die nächsten Monate etwas seltener als im Juli, ihre Preise zu erhöhen. Die Mehrheit plante weiter mit in etwa gleichbleibenden Preisen. Viele Produktgruppen des Einzelhandels haben sich nach der Verbraucherpreisstatistik des Statistischen Bundesamts im bisherigen Jahresverlauf auch deutlich weniger stark verteuert als die Verbraucherpreise insgesamt. Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren demnach im August 2026 um 0,1% höher als im August 2025, Bekleidung und Schuhe waren um 0,4% teurer. Die Verbraucherpreise insgesamt sind um 2,9% angestiegen.

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