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BASF-Gruppe: Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2026
„In diesem anspruchsvollen Marktumfeld hat BASF Widerstandsfähigkeit bewiesen und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,4 Mrd. Euro erzielt, nach 2,5 Mrd. Euro im Vorjahresquartal“, so Finanzvorstand Dr. Dirk Elvermann bei der Vorstellung der Quartalszahlen im Vorfeld der heute im Mannheimer Congress Center Rosengarten stattfindenden BASF-Hauptversammlung. Insgesamt ging der Umsatz leicht zurück, bedingt durch stark negative Währungseffekte sowie leicht niedrigere Preise. In einer Telefonkonferenz für Analysten und Investoren sagte Elvermann: „Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Mio. Euro hätte das EBITDA vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht.“
Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2026
Der Umsatz lag im ersten Quartal 2026 mit 16.020 Mio. Euro um 488 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals (16.509 Mio. Euro). Währungseffekte, vor allem aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi, belasteten die Umsatzentwicklung aller Segmente. Die Preise sanken infolge von Wettbewerbsdruck in den Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions. Im Segment Surface Technologies lagen die Preise im Wesentlichen aufgrund höherer Edelmetallpreise deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Nahezu alle Segmente verzeichneten einen Mengenanstieg, lediglich im Segment Surface Technologies sank der Absatz. Der Umsatz von Sonstige entwickelte sich deutlich rückläufig.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA vor Sondereinflüssen) sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 140 Mio. Euro auf 2.356 Mio. Euro. Die Segmente Chemicals, Agricultural Solutions sowie Nutrition & Care verzeichneten einen Ergebnisrückgang. Surface Technologies und Materials verbesserten ihr EBITDA vor Sondereinflüssen. Bei Industrial Solutions lag das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis von Sonstige sank im ersten Quartal deutlich unter den Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sank auf 14,7% nach 15,1% im Vorjahresquartal. Das EBITDA betrug 2.186 Mio.Euro nach 2.070 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Sondereinflüsse im EBITDA beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf minus 170 Mio. Euro. Sonderaufwendungen ergaben sich im Wesentlichen aus den laufenden Kosteneinsparprogrammen, vor allem für das Programm mit Fokus auf den Standort Ludwigshafen.
Das EBIT lag mit 1.261 Mio. Euro um 102 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahresquartals. Die im EBIT enthaltenen Abschreibungen betrugen 925 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 910 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen belief sich auf 927 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 808 Mio. Euro). Im ersten Quartal 2026 betrug das Ergebnis je Aktie somit 1,06 Euro (Vorjahresquartal: 0,91 Euro).
Cashflow-Entwicklung im ersten Quartal 2026
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 185 Mio. Euro auf minus 797 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals um 119 Mio. Euro. Es beinhaltete nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at Equity bilanzierten Beteiligungen, die um 316 Mio. Euro über der Vorjahresperiode lagen. Positiv wirkten die deutlich höheren erhaltenen Dividenden von Equity-Beteiligungen, insbesondere von Wintershall Dea GmbH.
Der Free Cashflow verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 423 Mio. Euro auf minus 1.375 Mio. Euro, unter anderem aufgrund geringerer Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Free Cashflow von BASF fällt im ersten Quartal üblicherweise negativ aus und verbessert sich im Laufe des Jahres. Dies ist im Wesentlichen auf die Saisonalität des Agricultural-Solutions-Geschäfts zurückzuführen.
Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025 von 2,25 Euro je Aktie
BASF hat sich zum Ziel gesetzt, von 2025 bis 2028 durch eine Kombination von Dividende und Aktienrückkäufen mindestens 12 Mrd. Euro an die Aktionäre auszuschütten. Konkret beabsichtigt das Unternehmen, jährlich eine Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie oder rund 2 Mrd. Euro pro Jahr zu zahlen.
Der Dividendenvorschlag an die heute stattfindende Hauptversammlung der BASF SE für das Geschäftsjahr 2025 beträgt dementsprechend 2,25 Euro je Aktie (Dividende für das Geschäftsjahr 2024: 2,25 Euro je Aktie). Die Dividende erhalten alle Anteilseigner, die am 30. April 2026, dem Tag der Hauptversammlung, Eigentümer von BASF-Aktien sind. Die Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt wird die Auszahlung von 2,25 Euro je Aktie am 6. Mai 2026 erfolgen. Der Ex-Dividenden-Tag ist Montag, 4. Mai 2026. An diesem Tag wird die BASF-Aktie erstmals ohne Dividendenberechtigung an der Börse gehandelt.
Ausblick 2026 für die BASF-Gruppe
Angesichts der hohen Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts im Nahen Osten verändert BASF die im Geschäftsbericht 2025 getroffenen Einschätzungen zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2026 derzeit nicht:
- Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: +2,7%
- Wachstum der Industrieproduktion: +2,3%
- Wachstum der Chemieproduktion: +2,4%
- US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,20 US-Dollar/Euro
- Ölpreis der Sorte Brent von 65 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt
Aus heutiger Sicht könnten sich die von BASF im Februar getroffenen Annahmen für das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts, der Industrieproduktion und der Chemieproduktion als zu optimistisch erweisen. Der Ölpreis könnte aufgrund der Beeinträchtigungen bei Förderung und Export durch den Konflikt im Nahen Osten höher sein als bisher angenommen. Der US-Dollar könnte gegenüber dem Euro aufwerten.
Die im BASF-Bericht 2025 veröffentlichte Prognose der BASF-Gruppe für das Geschäftsjahr 2026 wird beibehalten:
- EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 Mrd. Euro und 7,0 Mrd. Euro
- Free Cashflow zwischen 1,5 Mrd. Euro und 2,3 Mrd. Euro
- CO2-Emissionen zwischen 17,2 Mio. Tonnen und 18,2 Mio. Tonnen
Die Chancen und Risiken aus dem Konflikt im Nahen Osten werden von BASF genau beobachtet, genutzt beziehungsweise mitigiert. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Lage – insbesondere mit Blick auf Energie- und Rohstoffpreise sowie mögliche Störungen globaler Lieferketten – können die daraus resultierenden Effekte jedoch derzeit nicht zuverlässig quantifiziert oder bewertet werden.

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