ZVG: Verbände fordern längere Absicherung von Warenkrediten

Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) setzt sich zusammen mit anderen Verbänden für eine Verlängerung des Schutzschirms der Bundesregierung zur Absicherung von Warenkrediten ein.

Ohne ein funktionierendes Risikomanagement in Form von Warenkreditversicherungen würden zentrale Bereiche der Lebensmittelkette massiven Schaden nehmen. Bild: GABOT.

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In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Olaf Scholz bitten der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP), die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO), der Deutsche Kartoffelhandelsverband e. V. (DKHV), der Deutsche Raiffeisenverband e. V. (DRV), die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V. (UNIKA) und der ZVG um eine Fortführung der Absicherung.

Der Schutzschirm war im Frühjahr als Bestandteil des Maßnahmenpaketes der Bundesregierung zur Absicherung der deutschen Wirtschaft in der Corona-Pandemie eingeführt worden. Er hat die Lieferbeziehungen entlang der Waren- bzw. Lieferketten der Agrar- und Ernährungswirtschaft erfolgreich stabilisiert, betonen die Verbände in dem Schreiben. Mit dem Auslaufen des Schutzschirms zum Jahresende 2020 fürchten die Unterzeichner, dass zahlreiche mittelständische Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft von pauschalen Kürzungen der Kreditlimits oder gar von einer Kündigung ihrer Warenkreditversicherung betroffen wären. Der nationale aber auch der internationale Handel werde überwiegend mit Warenkreditversicherungen abgesichert, heißt es in dem Schreiben weiter. Ohne ein funktionierendes Risikomanagement in Form von Warenkreditversicherungen würden zentrale Bereiche der Lebensmittelkette massiven Schaden nehmen oder drohen gar verloren zu gehen. Dies gelte es, gemeinschaftlich zu verhindern. (BDP/BVEO/DKHV/DRV/UNIKA/ZVG)

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