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ZG Raiffeisen-Gruppe: Bleibt auf Wachstumskurs
Die anhaltend schwache Konjunktur, geopolitische Spannungen sowie steigende Bau- und Energiekosten wirkten sich spürbar aus – vor allem in den Bereichen Agrar und Baustoffe. Parallel dazu setzte die Unternehmensgruppe gezielt Investitionen in zukunftsrelevante Themen um. Für das laufende Jahr blickt die Geschäftsführung zuversichtlich nach vorne und rechnet mit einer Ergebnisverbesserung. Die Rahmenbedingungen waren 2025 in Summe sehr herausfordernd. Die ZG Raiffeisen-Gruppe konnte deshalb nicht an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. “Umso mehr freut es uns, dass wir die Unternehmensgruppe im Jahr 2025 konsequent weiterentwickeln konnten. Gleichzeitig ist es uns gelungen, die ZG Raiffeisen-Gruppe durch gezielte Maßnahmen insgesamt stabil aufzustellen und ein positives Ergebnis zu erzielen. Dies verdanken wir vor allem unterschiedlichen Maßnahmen zur Stärkung unserer Ertragskraft sowie dem hohen Engagement unserer Mitarbeitenden,” erklären die Vorstände Lukas Roßhart und Dr. Holger Löbbert.
Der Umsatz der ZG Raiffeisen-Gruppe ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,4% auf 1,35 Mrd. Euro gesunken. Die Hauptursache dafür liegt in den gesunkenen Rohstoffpreisen in den Bereichen Agrar und Energie und der allgemeinen Kaufzurückhaltung. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 1,5 Mio. Euro und liegt damit 0,2 Mio. Euro unter dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) der ZG Raiffeisen-Gruppe liegt 2025 bei 6,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 25,4% auf 25,0%. Die Zahl der Mitglieder blieb nahezu stabil.
Entwicklungen der Sparten
Die Sparte Baustoffe hat ihre Ziele für 2025 nicht erreicht und musste einen Umsatzrückgang von 8,4% hinnehmen. Die Ursachen hierfür sind in der Schließung von 2 Niederlassungen, der weiter zurückgehenden Konjunktur und in der hohen Inflation zu finden. Gestiegene Material-, Energie- und Personalkosten führten zu einem weiteren Anstieg der Baukosten. „Wir haben kostenseitige Gegenmaßnahmen vor allem im Bereich Personal, Standorte und Fuhrpark ergriffen und die Geschäftsbereiche Baustoffe und ZG Raiffeisen Märkte zusammengelegt, was uns bereits erste Synergieeffekte einbrachte“, so die Vorstände. Positive Auswirkungen erhofft sich die Unternehmensgruppe aus der konsequenten Erschließung neuer Themenschwerpunkte wie beispielsweise energetische Sanierung und Regenwassermanagement. Der erste Regenwasserpark in Rastatt mit einer großen Ausstellung zu allen Themen rund um das Regenwasser-Management ist seit seiner Eröffnung im vergangenen Jahr auf großes Interesse gestoßen. Im aktuellen Geschäftsjahr liegt der Geschäftsbereich leicht unter der Planung. Die Energie Sparte blickt auch für das Jahr 2025 auf eine gute Geschäftsentwicklung zurück.
Die positive Absatzentwicklung konnte fortgesetzt werden. Der Umsatzrückgang von 443 Mio. Euro auf 436 Mio. Euro resultiert aus den gestiegenen Mengen bei im Vergleich zu 2024 niedrigerem Preisniveau. Auch das laufende Geschäftsjahr entwickelt sich bislang planmäßig.Trotz der allgemeinen Kaufzurückhaltung im Einzelhandel konnte das Ergebnis der Sparte Raiffeisen Märkte trotz eines Umsatzrückgangs von 1,9 % gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Im Bereich Heimtiernahrung konnte die ZG Raiffeisen mit ihren größtenteils eigenproduzierten und leistungsstarken Eigenmarken weiter wachsen. Auch das Geschäft mit regionalen Lebensmitteln verzeichnete ein kräftiges Wachstum. Aktuell bewegt sich der Geschäftsbereich im Jahr 2026 auf Planniveau.
Die Sparte Agrar hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Umsatz im Geschäftsbereich Agrar lag 2025 bei 358 Mio. Euro und damit im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 374 Mio. Euro ). Die Verkaufsmengen konnten auf einem guten Niveau gehalten werden, allerdings bei zu geringen Handelsmargen. Die Ursache für die Ergebnisabweichung lag somit insbesondere im fehlenden Rohertrag, der sich über alle Produktgruppen erstreckte, vor allem aber in der Vermarktung und im Bereich der Sonderkulturen.
Die Getreideernte verlief im vergangenen Jahr mit einer erfassten Gesamtmenge von ca. 300.000 to insgesamt ordentlich. Das schwache Preisniveau und die teilweise fehlenden Qualitäten in Folge des nassen Sommers schmälerten die Erträge in der Landwirtschaft deutlich. Die Erfassungsmenge bei der Maisernte lag mit 180.000 to über Plan- und Vorjahresniveau. Die Technik Sparte setzte die insgesamt positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort und erzielte für das Jahr 2025 ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Der Umsatz über alle Technik-Gesellschaften stieg im Vergleich zum Vorjahr und betrug 277 Mio. Euro (Vorjahr: 261 Mio. Euro). Der Absatz von Neumaschinen und Anbaugeräten blieb auf einem hohen Niveau, während die Werkstätten gleichzeitig eine sehr gute Auslastung verzeichneten. Das laufende Geschäftsjahr befindet sich bislang auf Planniveau. Die Sparte Tiernahrung erzielte im Jahr 2025 erneut ein gutes Ergebnis und auch das aktuelle Geschäftsjahr entwickelt sich bislang planmäßig. Die Produktionsmenge lag mit knapp 110.000 Tonnen leicht über dem Vorjahr; der Umsatz mit 68,6 Mio. Euro im Wesentlichen auf Vorjahresniveau (2024: 70,1 Mio. Euro). Trotz eines hart erkämpften Marktes und rückläufiger Landwirtschaftsbetriebe, konnte ein gutes Unternehmensergebnis erzielt werden. Aufgrund eines aktiven Vertriebs und eines konsequenten Kostenmanagements, entwickelte sich der Geschäftsbereich auch im laufenden Jahr weiter stabil.
Im vergangenen Jahr hat die ZG Raiffeisen-Gruppe mehrere wichtige strategische Projekte umgesetzt. Dazu zählen die Bündelung der Photovoltaik-Aktivitäten in der neuen Tochtergesellschaft Landwelt, die Übernahme von Bauer Beregnungsanlagen mit Blick auf wachsendes Potenzial im Bereich Bewässerungstechnik sowie die Modernisierung des Agrarstandorts Mühlhausen durch eine Investition von rund 10 Mio. Euro. Zudem wurde die Modernisierung des Logistikzentrums in Kehl mit einer Gesamtinvestition von ca. 20 Mio. Euro gestartet. Mit der Übernahme von Wurth Pflanzenschutz wurde das Agrargeschäft weiter gestärkt und die Marktposition insbesondere in der Rheinschiene ausgebaut. „Insgesamt stellen diese Maßnahmen wichtige Meilensteine dar, um uns zukunftsfähig aufzustellen. Nach den umfangreichen Investitionen und Akquisitionen steht das laufende Jahr nun im Zeichen der Stabilisierung und Konsolidierung,“ so die Vorstände.
Ausblick 2026
Insgesamt gehen die Vorstände der ZG Raiffeisen, Lukas Roßhart und Dr. Holger Löbbert, für das Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr von einem besseren Ergebnis aus, das sich mit einem Jahresüberschuss in Höhe von rund 5,7 Mio. Euro im Rahmen der Planung bewegt.

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