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VEA: Regierung muss handeln
Energie-Abnehmerverband unterstützt Vorschläge der EU-Kommission zur Reformierung des Energiemarkts.Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) ist von den positiven Wettbewerbsimpulsen des dritten Richtlinienpakets zum europäischen Energiebinnenmarkt überzeugt. Die EUKommission hatte am Mittwoch ihr Energiepaket vorgestellt. Darin favorisiert die Brüsseler Behörde die eigentumsrechtliche Entflechtung der Energiekonzerne. "Die strikte Trennung von Energieerzeugung und Netzwerken ist die beste Option, um bei Strom und Gas einen wettbewerbsorientierten Energiemarkt mit freier Auswahl der Anbieter und fairen Preisen zu erreichen", erklärte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Alle anderen Varianten seien erheblich komplizierter und deren Beitrag für eine dringend notwendige Öffnung des Energiemarkts unsicher. "Wir fordern deshalb von der Bundesregierung, ihre skeptische Haltung aufzugeben und gegen die Vorbehalte der Energiewirtschaft im Sinne der Verbraucher für eine wirksame Entflechtung von Kraftwerken und Fernleitungsnetzen einzutreten", erläuterte Panitz.
Überdies sprach sich der Energie-Experte für mehr Markttransparenz und eine Stärkung der Befugnisse der nationalen Regulierungsbehörden aus. "Mit dem Hinweis auf eine drohende Aufspaltung verweigern die marktberrschenden Konzerne nötige Investitionen in den Netzausbau. Das ist nahe an einer Erpressung", sagte Panitz. Die Durchleitungsentgelte seien ohnehin überhöht. "Die Netzagentur hat Senkungen um rund 20% oder knapp 3 Mrd. durchgesetzt. Damit wird nicht nur der fehlende Willen, sondern auch die Profitgier der Energiekonzerne deutlich", so der VEA-Vorstand. (vea)

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