UNIKA-Mitgliederversammlung 2015: Gesellschaftliche Ansprüche erfordern neue Antworten

"Gläserne Produktion, sich verändernde Verbraucherwünsche, selektive öffentliche Wahrnehmung. Dies sind einige Schlagworte eines gesellschaftlichen Wandels, mit denen sich die Kartoffelbranche zunehmend auseinandersetzt und auf die Antworten zu geben sind".

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„Gläserne Produktion, sich verändernde Verbraucherwünsche, selektive öffentliche Wahrnehmung. Dies sind einige Schlagworte eines gesellschaftlichen Wandels, mit denen sich die Kartoffelbranche zunehmend auseinandersetzt und auf die Antworten zu geben sind“. Dies betont Martin UMHAU, Vorstandsvorsitzender der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des Branchenverbandes am 3. Februar 2015 in Berlin. „Voraussetzungen dafür sind eine offene Wahrnehmung und sorgfältige Analyse der Entwicklungen, ob beispielsweise in einem sich EU- und weltweit verändernden Kartoffelsektor oder aber im sensiblen Bereich Pflanzenschutz selbst“, so UMHAU.

Er rief die Akteure der Wertschöpfungskette Kartoffeln auf, dabei weder die Sorgen der Verbraucher, noch die Interessen der Gesellschaft insgesamt zu vergessen. Die eigene Identität dürfe nach Ansicht des Vorsitzenden dabei nicht aufgeben werden. „An der Seite unserer Mitglieder, von Unternehmen, befreundeten Verbänden und Organisationen steht und kämpft die deutsche Kartoffelwirtschaft für wissensbasierte und praxistaugliche Lösungen für die Zukunft. Wie eng die Kartoffelbranche zusammen steht, wie leistungsfähig und innovativ unser Sektor ist, hat die im Herbst 2014 in Deutschland stattgefundene PotatoEurope gezeigt. Dies gibt Selbstbewusstsein und Ansporn, die künftigen Herausforderungen gemeinsam zu lösen.“

UMHAU, der dem Branchenverband als Vorsitzender seit dem Jahr 2009 vorsteht, wurde von den Mitgliedern für eine dritte Amtsperiode im Vorstand einstimmig bestätigt.

Die Herausforderungen aktiv angehen, um das gemeinsame Qualitätssicherungssystem der Wirtschaft stetig zu entwickeln, so lautet die Botschaft von Oliver THELEN, Stellvertreter des Geschäftsführers der QS Qualität und Sicherheit GmbH, in seinem Gastvortrag anlässlich der UNIKA-Mitgliederversammlung. „Verbraucher, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt befinden sich im Wandel. Und mit diesem Wandel verändert sich auch der Anspruch, den wir selber und den andere an die Qualitätssicherung haben.“, so THELEN. Seiner Analyse nach entwickelte sich das ursprünglich produktbezogene Verständnis der Verbraucher weiter. Neben dem bloßen Produkt wurden zunehmend die hinter dem Produkt stehenden Prozesse betrachtet. Gemeinsam mit den Partnern entlang der Wertschöpfungskette hat QS dieses prozessorientierte Qualitätsverständnis dahingehend weiterentwickelt, dass nicht nur die jeweilige Stufe betrachtet wird, sondern auch die vor- und nachgelagerten Stufen. Nach 10 Jahren Zusammenarbeit in der Kette für Obst, Gemüse und Kartoffeln haben die Partner im QS System bereits viel erreicht. Die Handlungsfelder Wissenschafts- und Technologieentwicklung, wirtschaftliche Entwicklung, gesellschaftliche sowie politische Entwicklung, Ressourcen- und Umweltentwicklung halten jedoch noch zahlreiche Herausforderungen bereit, vor denen die Qualitätssicherung in den kommenden Jahren stehen wird, so der Ausblick von THELEN. Schließlich müsse immer wieder neu justiert werden, was die Gesellschaft unter Qualitätssicherung versteht, welche Ansprüche der Verbraucher an das Produkt „Lebensmittel“ stellt.

Auf der Mitgliederversammlung wurde auch der UNIKA-Jahresbericht 2014 vorgestellt. Diese, als Geschäftsbericht gegenüber den Mitgliedern geltende Publikation gibt einen Überblick über die zentralen Aktivitäten und Strukturen des Branchenverbandes. Beleuchtet werden aber nicht nur die wichtigsten Fachthemen, mit denen sich der Beirat sowie die vier fest etablierten Fachkommissionen im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt haben. Erinnert wird ebenso an Höhepunkte, hochrangige Expertengespräche sowie personelle Veränderungen. Abgerundet wird der Jahresbericht mit Einschätzungen zum Kartoffelmarkt sowie durch einen Tabellenblock mit wichtigen Strukturdaten der Kartoffelwirtschaft. Der UNIKA-Bericht 20014 ist auch auf der Homepage der UNIKA (www.unika-ev.de) unter der Rubrik „Veröffentlichungen“ abrufbar. 

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