STIHL: Pflanzt Tiny Forest in Stuttgart

Anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums feierte STIHL an seinem Gründungsort Stuttgart am 19. Oktober die Pflanzung eines sogenannten Tiny Forest. Auf drei Pflanzflächen mit insgesamt rund 530 Quadratmetern in Stuttgart Nord pflanzten Schülerinnen und Schüler der nahe gelegenen Rosensteinschule rund 1.600 heimische Bäume und Sträucher.

Gemeinsamer Auftakt für die STIHL Tiny Forest Initiative in Stuttgart: Selina Stihl und Karen Tebar, beide stellv. STIHL Beirats- & Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Nikolas Stihl, STIHL Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender und Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender VfB Stuttgart (v.l.), bei der symbolischen Pflanzaktion. Bild: STIHL.

Anzeige

Der dicht bepflanzte Miniwald entsteht auf einer zuvor weitgehend versiegelten Fläche und bildet den Auftakt der weltweiten STIHL Tiny Forest Initiative. Für 2027 sind weitere Projekte in den USA und Brasilien geplant.

„Der Tiny Forest zeigt, wie auf einer einst versiegelten Fläche neuer Lebensraum entstehen kann. Mit der Pflanzung setzen wir in Stuttgart, wo die Wurzeln unseres Unternehmens liegen, ein Zeichen für mehr Biodiversität und Lebensqualität im städtischen Raum“, sagt Dr. Nikolas Stihl, Beirats- und Aufsichtsratsvorsitzender von STIHL. „Von hier aus wollen wir die Initiative weltweit wachsen lassen und unsere internationalen Tochtergesellschaften bei der Umsetzung eigener Projekte unterstützen.“

Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, freut sich über die dichtbepflanzten Miniwälder und die gemeinschaftsstiftende Wirkung der Jubiläumsaktion: „Mitten im Nordbahnhofviertel entsteht nicht nur eine neue Grünfläche, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Lernens. Und was mich besonders freut: Es verankert das Projekt auf Dauer im Stadtteil, dass Kinder und Jugendliche aus dem Quartier selbst pflanzen und die Entwicklung der Miniwälder weiter begleiten.“

Rosensteinschule begleitet die Entwicklung

Schulklassen verschiedener Altersgruppen der Rosensteinschule brachten die Setzlinge an mehreren Pflanztagen in die Erde. Gepflanzt wurde nach der etablierten Miyawaki-Methode. Dabei werden heimische und standortgerechte Baum- und Straucharten dicht nebeneinandergesetzt. Die hohe Pflanzdichte fördert das natürliche Konkurrenzverhalten und ermöglicht ein vergleichsweise schnelles Wachstum. Die Rosensteinschule bindet den Tiny Forest auch künftig in den Unterricht ein und wird seine Entwicklung begleiten. Für die ersten vier Jahre sind regelmäßige Pflegearbeiten vorgesehen. Dazu gehören das Entfernen von Unkräutern, mögliche Nachpflanzungen und bei längeren Hitze- und Trockenperioden die Bewässerung der jungen Pflanzen. So soll sich schrittweise ein weitgehend selbsttragendes Ökosystem entwickeln.

Stadionrasen des VfB Stuttgart wird zu nährstoffreicher Erde

Seit Beginn der Arbeiten im Juli wurde das Areal zwischen Nordbahnhof- und Rosensteinstraße hinter der Agentur für Arbeit von Betonplatten befreit und für die Pflanzung vorbereitet. Auf den Pflanzflächen sorgen ein gelockerter Unterboden und eine Mischung aus Oberboden, Pflanzenkohle, Sand und Terra Preta für gute Wachstumsbedingungen. Die Terra Preta ist reich an Nährstoffen und gibt diese über einen längeren Zeitraum an die Pflanzen ab. Der VfB Stuttgart unterstützte das Projekt mit gut 40 Kubikmetern der sogenannten VfB-Erde. Diese wurde aus dem abgetragenen Stadionrasen der Saison 2024/2025 hergestellt. „Dass wir mit der VfB-Erde einen kleinen Beitrag zu diesem Projekt leisten können, freut uns sehr. STIHL hat mit dieser Initiative einen innovativen Ansatz geschaffen, um mehr Grün in unsere Stadt zu bringen. Umso schöner ist es, dass aus unserem ehemaligen Stadionrasen nun ein Teil dieses neuen ökologischen Kreislaufs wird“, so Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart. „Das zeigt, wie Ressourcen sinnvoll weitergenutzt und gemeinsam konkrete Impulse für mehr Grün und Lebensqualität in Stuttgart gesetzt werden können.“ Eine oben aufliegende Hackschnitzelschicht hält Feuchtigkeit im Boden, schützt vor Austrocknung und verlangsamt den Aufwuchs von Beikräutern.

Gemeinsam umgesetzt

STIHL setzt das Projekt gemeinsam mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Stuttgart um. Der Stuttgarter Klima-Innovationsfonds fördert das Vorhaben mit rund 42.000 Euro. Pflanzpartner ist The Tiny Group. „Schon während der Bauphase haben wir aus der Nachbarschaft viel positive Rückmeldung erhalten“, sagt Frank Geggus, Geschäftsführer von The Tiny Group. „Nun kommt es darauf an, die jungen Pflanzen in den ersten Jahren sorgfältig zu begleiten, damit sich der Miniwald gut entwickeln kann.“

An der symbolischen Pflanzaktion am 19. Oktober nahmen neben den Projektpartnern auch Anwohnende sowie Beschäftigte der benachbarten Agentur für Arbeit und des Jobcenters teil. Ein zentraler Bereich mit Sitzgelegenheiten lädt künftig zum Verweilen auf der Fläche ein. Ein interaktiver Infopunkt informiert vor Ort über das Projekt und erklärt die Funktionsweise eines Tiny Forests.

Fachliche Begleitung der weltweiten Initiative

Wissenschaftlich begleitet wird die STIHL Tiny Forest Initiative von Dr. Rita de Sousa e Silva, Expertin für urbane Ökologie von der Universität Leiden, Niederlande. Mit Know-how aus der Praxis unterstützt die gemeinnützige Organisation Miya forest e.V., die in Deutschland bereits über 40 Tiny Forests gepflanzt hat.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.