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Social Chain AG: Profitabilität gestärkt
Der vorläufige Umsatz der Social Chain AG steigt im ersten Halbjahr - maßgeblich durch die Übernahme der DS Gruppe - von 160 Mio. Euro in 2021 auf über 220 Mio. Euro in 2022. Das vorläufige EBITDA steigt, getrieben durch den Erlös aus dem Verkauf der Mehrheitsanteile an KoRo Handels GmbH auf rund 14,5 Mio. Euro vor Adjustierungen, nach -5,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2021. Zur klaren Fokussierung auf die Kernbereiche, das wachsende Social Media Agenturgeschäft (2021: 19 Mio. Euro, 2022: 32 Mio. Euro) und die drei Commerce Säulen Core Brands, Maxx Group und Brand Chain, trennt sich die Gesellschaft von mehreren Tochterunternehmen.
Die Firmen RAVENSBERGER Matratzen GmbH, Carl Wilhelm Clasen GmbH, DEF Media GmbH und bytepark GmbH werden kurzfristig veräußert. Die Social Chain AG geht damit weitere signifikante Schritte auf dem Kurs zur Profitabilitätssteigerung. Hierzu stellte der Vorstand am Mittwochabend die Weichen.
Klarer Kurs in der Umsetzung: Profitabilität
„Wir konzentrieren uns auf die Gesellschaften im Konzern, von denen wir die größten Synergieeffekte für die gesamte Social Chain erwarten“, fasst CEO Wanja S. Oberhof zusammen. „Mit diesem Fokus auf unsere Kernkompetenzen und Kernmarken setzen wir, die bei der Hauptversammlung im Juni 2022 angekündigte Strategie mit dem Hauptziel „Profitabilität“ um.“ Die Produktlinie Clasen Bio bleibt im Konzern und wird ausgebaut, das Fremdmarkengeschäft der Carl Wilhelm Clasen GmbH wird veräußert.
Die Carl Wilhelm Clasen GmbH produziert für Handelsmarken großer Discounter Trockenfrüchte und Nüsse unter deren Branding. „Da dieses Produktionsgeschäft nicht unser Kerngeschäft ist, und auch nicht in das strategische Konzept unseres Markenhauses der Zukunft passt, trennen wir uns von diesem Geschäftsbereich. Mit dem Auf- und Ausbau der Produktlinie Clasen Bio steigern wir den Rohertrag und die Profitabilität“, kommentiert Ralf Dümmel, Chief Product Officer. „So bringen wir die Synergieeffekte des starken DS Vertriebsnetzwerks und der hohen Kompetenz im Handelsmarketing voll in die Markenwelt der Social Chain AG ein.“
Die Social Chain AG konzentriert sich auf Profitabilität und Markenaufbau
Die Umsatzprognose für die Social Chain AG wird auf 415 Mio. Euro im Gesamtjahr 2022 korrigiert, da durch den Verkauf der Unternehmen die Profitabilität gestärkt wird und der entsprechende Umsatz nicht mehr zum Konzern gehört. „Trotz des schwierigen Umfeldes rechnen wir mit einer positiven EBITDA-Marge vor Adjustierungen von 4 bis 5% für das Gesamtjahr.“, sagt CFO Andreas Schneider. Während der operative Verlust im ersten Quartal vor den Erlösen des KoRo Verkaufs noch bei rund -15,3 Mio. Euro lag, verringerte sich dieser im zweiten Quartal auf rund -9,4 Mio. Euro. Grund für den Verlust im zweiten Quartal sind sowohl Einmaleffekte aus der Zusammenführung der Social Chain AG und der DS Gruppe, als auch das deutlich abgekühlte Konsumverhalten. „Im dritten Quartal wird die Gesellschaft operativ Break-even erreichen und im vierten Quartal profitabel wirtschaften.“, so CFO Andreas Schneider weiter. Zur mittelfristigen Entwicklung ergänzt der CFO: „Zur Absicherung weiteren Wachstums dient auch eine neue Working Capital Finanzierung der DS Gruppe von rund 100 Mio EUR, die aktuell für die nächsten 3 Jahre neu strukturiert wird.“
Der detaillierte Halbjahresbericht, wird wie im Finanzkalender angekündigt, am 15. September 2022 veröffentlicht. Wanja S. Oberhof, CEO: „Natürlich haben auch wir als substanziell investierte Unternehmer den Aktienkurs zur Kenntnis genommen. Die aktiven Hauptaktionäre, allen voran unser Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Georg Kofler, die ehemaligen Gesellschafter der DS Gruppe und ich haben bei der letzten Kapitalerhöhung bei 46,40 Euro mit knapp 20 Mio. Euro weiter in die Social Chain AG investiert. Wir bleiben der Gesellschaft langfristig verbunden, weil wir überzeugt sind, dass wir mit den verschiedenen Standbeinen und dem Fokus auf Social Commerce gut für die Zukunft aufgestellt ist. Aktuell steht unser Marktsegment an der Börse stark unter Druck, aber wir sind sicher, dass wir dem Markt beweisen können, dass wir solide und profitabel wachsen werden.“ Prof. Dr. Sven Ripsas, Professor of Entrepreneurship an der Berlin School of Economics and Law, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: „Das eigene Portfolio zu bereinigen und zu optimieren gehört zu den Hauptaufgaben in einem Post-Merger-Prozess. Dies ist absolut die richtige Vorgehensweise im aktuellen Markt - wer sich auf seine Kernkompetenzen konzentriert, kann alle Kraft in die Profitabilität und Konsolidierung stecken.“ (Social Chain AG)

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