Seminar: Blumensträuße binden und frischhalten

Die Kunst, einen Blumenstrauß zu binden und ihn möglichst lange in der Vase frisch zu halten war das Thema in einem von der Forschungsanstalt für Gartenbau (FGW) angebotenen Fortbildung.

Anzeige

Die Kunst, einen Blumenstrauß zu binden und ihn möglichst lange in der Vase frisch zu halten war das Thema in einem von der Forschungsanstalt für Gartenbau (FGW) angebotenen Fortbildung. Der Kurs bestand aus zwei Teilen. Den ersten Teil mit Informationen rund um die Schnittblumenfrischhaltung übernahm der Referent, Dieter Neumaier (FGW). Die Teilnehmer profitierten dabei von dem reichhaltigen Erfahrungsschatz Neumaiers aus zahlreichen Versuchen mit Schnittblumen.

Die Voraussetzungen für ein langes Vasenleben beginnen nicht erst mit dem Schnitt der Blumen, sondern fangen bereits bei der Produktion an. Sie setzen sich fort bei Ernte, Transportbedingungen, Lagerung bis hin zum Verkauf. Aber auch der Konsument kann dazu beitragen, dass sich der Blumenstrauß möglichst lange gut präsentiert.

Mit einer einfachen Versuchsanordnung demonstrierte Neumaier, dass sogenannte alte Hausmittel, wie z.B. die Verwendung von Aspirin oder Spülmittel, das Vasenleben eher verkürzen. Voraussetzung für lange Frische ist die Einhaltung folgender Grundregeln:

• kurzer Transport
• saubere Vase
• frisches, lauwarmes Wasser
• Blumenfrischhaltemittel (Dosierung!)
• Blätter bis zum Wasserrand entfernen
• schräger Anschnitt mit scharfem Messer
• Verwelktes entfernen
• Nachfüllen

Mit diesem theoretischen Wissen ausgestattet, ging es über zum praktischen Teil des Kurses unter der Leitung von fünf jungen Floristinnen, die sich derzeit an der Staatlichen Fachschule für Blumenkunst weiter qualifizieren.

Nach einer kurzen Unterweisung über die Grundprinzipien der Vorgehensweise bei einem spiralförmig, rundgebundenen Strauß ging es mit vollem Eifer an die Fertigung der eigenen Kreationen.

Dank der zur Verfügung gestellten Materialien aus dem Sichtungsgarten Weihenstephan, konnten die Teilnehmerinnen aus dem Vollen schöpfen und die Lebendigkeit und Farbenpracht des Herbstes einfangen. Der rundgebundene Strauß basiert hinsichtlich der Technik auf einem spiralförmigen Anlegen der Blumenstiele und gilt im Floristenhandwerk als Klassiker schlecht hin.

Die gelehrigen Teilnehmerinnen wurden sehr intensiv von den Fachschülerinnen betreut, wann immer eine Frage oder ein Problem auftrat, waren sie zur Stelle. Prachtvolle Sträuße waren das Ergebnis eines gelungenen Kurses, der allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat. (fgw)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.