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Schweiz: Auberginenanbau verdoppelt
Obwohl die Aubergine sehr wärmebedürftig ist, hat sie sich auch in den Schweizer Gewächshäusern einen festen Platz erobert, vor allem im Tessin und im Genferseegebiet. In den letzten fünfzehn Jahren hat sich die inländische Produktion verdoppelt, auf 1.600 Tonnen im letzten Sommer. Gleichzeitig hat sich auch der Konsum verdoppelt, so dass der Importanteil weiterhin gut zwei Drittel beträgt. Zurzeit kann der Bedarf jedoch von den inländischen Gemüseproduzenten gedeckt werden. Sie melden rund 150 Tonnen pro Woche.
Ihre Verwandten – Kartoffel, Tomate und Peperoni – stammen alle aus Amerika. Die Aubergine dagegen hat ihre Wurzeln im tropischen Hinterindien. Von dort kam das Nachtschattengewächs wahrscheinlich im 13. Jahrhundert durch die Araber nach Europa. Die ursprünglichen Auberginen waren elfenbeinweiss und wurden wegen ihres ei-ähnlichen Aussehens „Eierfrüchte“ genannt. Heute werden vorwiegend längliche, keulenförmige Früchte mit dunkelvioletter bis schwarzer Haut bevorzugt. Die Haut der Aubergine muss lackglänzend sein, matte Haut ist ein Zeichen beginnender Überreife. Zuhause sollte das Fruchtgemüse kühl, aber nicht kalt aufbewahrt werden, getrennt von Tomaten und Obst.
Die Aubergine ist eines der wenigen Gemüse, die nur gekocht gegessen werden können. Dennoch kann sie auf vielfältige Weise zubereitet werden, nicht zuletzt, weil sie kaum einen Eigengeschmack hat und so den Geschmack der begleitenden Gewürze wie Basilikum, Knoblauch, Oregano, Rosmarin, Thymian oder anderer Gemüse besser und intensiver hervortreten lässt. Wer sich an den Bitterstoffen stört, bestreut die gerüsteten Auberginen mit Salz, lässt sie etwa 20 Minuten liegen und wäscht die ausgetretene Flüssigkeit weg. Auberginen können gegrillt, geschmort, paniert und gebraten, in Scheiben geschnitten gratiniert oder mariniert als Vorspeise serviert werden. Sie können aber auch ein Ratatouille, eine Pizza bereichern und sind fester Bestandteil einer Moussaka. (lid)

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