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Schweiz: Amerikanische Fliegen befallen Walnüsse
Bis vor fünf Jahren war sie hierzulande beinahe unbekannt, doch inzwischen hat sie sämtliche Regionen der Schweiz erobert: Die amerikanische Walnussfruchfliege.
Besitzer von Nussbäumen können bei der demnächst beginnenden Walnussernte eine unliebsame Überraschung erleben: Nüsse, die bereits am Baum schwarz sind, oder deren Fruchthüllen sich nur mühsam ablösen lassen. Grund dafür ist die Walnussfliege, die sich mittlerweile in der ganzen Schweiz ausgebreitet hat. Zwar befallen deren Larven nur selten die Nusskerne, die Ernte wird aber zu einer mühsamen Angelegenheit, wie die Forschungsanstalt Agroscope (ACW) in einer Medienmitteilung vom 12. Oktober schreibt.
Ursprünglich im Südwesten der USA und in Mexiko beheimatet, gelangte sie in den 1980er Jahren nach Europa und Mitte der 1990er Jahre ins Tessin. Der Alpenkamm wirkte zunächst als Kälte-Barriere und verhinderte so ein Vordringen der Fliegen in die Nordschweiz. In den letzten Jahren ist diese kühle Zone aufgrund der Klimaerwärmung aber immer kleiner geworden, haben die ACW-Wissenschafter in Zusammenarbeit mit mexikanischen Insektenspezialisten herausgefunden. So schrumpfte der für die Fliege ungünstige Bereich im Gotthardgebiet von ehemals 50 km vor 1990 auf durchschnittlich 20 km in den letzten Jahren. Folge: Seit 2005 ist die Walnussfruchtfliege in der ganzen Schweiz verbreitet.
Die Wissenschafter erhoffen sich von den Forschungs-Ergebnissen Aufschluss über Verbreitung und Bekämpfung anderer Arten. Denn mit solchen sei in den nächsten Jahren zu rechnen. (Quelle: LID)

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