Schleswig-Holstein: Landesweite Freisprechungsfeier im Gartenbau

174 gärtnerische Nachwuchskräfte unter ihnen 135 Gärtnerinnen und Gärtner sowie 39 Werkerinnen und Werker im Gartenbau haben 2014 ihre Berufsausbildung erfolgreich beendet.

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174 gärtnerische Nachwuchskräfte unter ihnen 135 Gärtnerinnen und Gärtner sowie 39 Werkerinnen und Werker im Gartenbau haben 2014 ihre Berufsausbildung erfolgreich beendet. In feierlichem Rahmen wurden sie am 12. September im Beisein zahlreicher Ehrengäste in Neumünster in der Stadthalle von der Landwirtschaftskammer und dem gärtnerischen Berufsstand freigesprochen. Der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer Peter Levsen Johannsen, der Vizepräsidenten des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Mirko Martensen und der Vorsitzende des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen Axel Huckfeldt sowie der Präsidenten des Gartenbauverbandes Nord Andreas Lohff überreichten die Urkunden an die glücklichen Absolventinnen und Absolventen.

Freigesprochen wurden:
Fachrichtung Baumschule: 32 Absolventen/-innen,
Friedhofsgärtnerei: 17,
Garten- und Landschaftsbau: 79,
Gemüsebau: 8,
Staudengärtnerei: 2 und
Zierpflanzenbau: 36 Berufsabsolventen.

Der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer Peter Levsen Johannsen betonte im Rahmen der Veranstaltung die große Nachfrage am Arbeitsmarkt nach gut ausgebildeten Gärtnerinnen und Gärtner, die hohe Vielseitigkeit des Berufes und aber auch die Notwendigkeit, sich ständig weitet zu bilden.

Beste ausgezeichnet
Eine lange Tradition hat die Auszeichnung der Jahresbesten der einzelnen gärtnerischen Fachrichtungen. Am besten schnitten ab: Fachrichtung Baumschule: Robin Zschage (Baumschule Zorn, Tangstedt), Fachrichtung Friedhofsgärtnerei Kristina David (Friedhofsgärtnerei Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein, Kiel), Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau: Marcel-Christopher Schmöcker (Garten- und Landschaftsbau Stadt Norderstedt), Fachrichtung Gemüsebau: Elena Sophie Usinger (Gemüsebau Karotte & Co, Hemdingen), Fachrichtung Staudengärtnerei: Thorvin Stasiak (Staudengärtnerei Schwermer, Flemhude) und Fachrichtung Zierpflanzenbau: Melina Siegmann (Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abt. Gar-tenbau Ellerhoop).

Darüber hinaus überreicht Jan-Peter Beese, Vorstandsmitglied der Thea Tietgen und Bruno Tietgen Stiftung einen Weiterbildungsgutschein in Höhe von 500 Euro an die beste Auszubildende des gesamten Gartenbaus Elena Sophie Usinger, Gemüsebaubetrieb Karotte & Co. in Hemdingen, Pinneberg.

Ausbildungsbetrieb des Jahres geehrt
Erstmals wurde im Gartenbau ein Ausbildungsbetrieb des Jahres für den Ausbildungsberuf Gärtner/-in geehrt. Inhaber Frank Westphal und sein Ausbilder André Strube wurde für ihr hervorragendes Ausbildungsengagement ausgezeichnet. Der Vizepräsident Landwirtschaftskammer Arno Carstensen nahm die Ehrung vor und sagte wörtlich: „Mit der Auszeichnung des Ausbildungsbetriebes des Jahres wollen die gärtnerischen Berufsverbände, die Gewerkschaft IG BAU, der Verein Ehemaliger der Norddeutschen Fachschule und die Junggärtner in gemeinsamer Aktion mit der Landwirtschaftskammer das große Ausbildungsengagement sichtbar machen. In Schleswig-Holstein wird in 320 aktiven Ausbildungsbetrieben gemeinsam mit den 6 Berufsschulen der gärtnerische Nachwuchs im Gartenbau ausgebildet. Alle Beteiligte investieren Zeit, Kraft und oft auch viel Herzblut in die Entwicklung der jungen Menschen“, so der Kammervizepräsident.

Ausgezeichneter Betrieb
Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Rolf Westphal GmbH & Co KG in Lübeck zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Fachkräften aus. Die Jury über zeugte er durch das damit verbundene hohe Engagement für die Ausbildung sowie die große Vielseitigkeit und Qualität der landschaftsgärtnerischen Arbeiten. Die Firma Rolf Westphal hat insgesamt 30 Auszubildende erfolgreich ausgebildet, unter ihnen 3 Auszubildende, die in diesem Jahr freigesprochen werden. Das sind: Jan Pascal Hartmann, Patrick Schmidt, Lennart Schöß.

Allgemeines zur Ausbildung im Gartenbau
In Schleswig-Holstein gibt es insgesamt 2.000 Gartenbaubetriebe mit 12.000 Arbeitskräften.
Der Produktions- und Dienstleistungsgartenbau stellt mit ca. 820 Mio. Euro Jahresumsatz einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar. Um diese Wirtschaftskraft halten zu können, braucht der Gartenbau gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Zur Zeit werden in 320 Betrieben 600 Jugendliche zum Gärtner/-in und zum Werker/-in im Gartenbau ausgebildet. Erfreulich ist, dass auch für 2014 die Ausbildungszahlen des Vorjahres erreicht werden. Der Beruf der Gärtnerin, des Gärtners ist ein vielseitiger, anspruchs- und verantwortungsvoller sowie auch kreativer Beruf, der in vielfältiger Weise der Natur und den Menschen dient. Durch ihr fachliches Wissen und gärtnerisches Tun verbessern die Gärtner und Gärtnerinnen unser aller Lebensqualität. Unsere Umwelt braucht diese Fachleute!

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