Rheinland-Pfalz: Apfelernte leicht überdurchschnittlich

Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes eine Gesamternte von 47.000 Tonnen Baumobst einfahren.

Erntemengen von Baumobst 2015 bis 2021. Bild: Statistisches Landesamt.

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Die Erntemenge nahm im Vergleich zum Vorjahr um 9,8% ab. Der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 wurde um 3,8% verfehlt.

Bei der in Rheinland-Pfalz bedeutendsten Baumobstart, dem Apfel, fällt die Erntemenge leicht überdurchschnittlich aus: Es wird von einer Gesamterntemenge von rund 26.500 Tonnen ausgegangen. Das wären 1.000 Tonnen mehr als der Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020. Gegenüber dem Vorjahr fehlen 8%. Rechnerisch stünden somit je Einwohnerin und Einwohner 6,5 Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung; das würde weniger als ein Drittel des Pro-Kopf-Verbrauchs decken, der 2019/20 bei 21,9 kg lag.

Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut. Der Hektarertrag wird auf rund 19 Tonnen geschätzt. Der Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 beträgt 18,5 Tonnen je Hektar.

Nach den Feststellungen der Ernteberichterstatterinnen und -berichterstatter brachten die anderen Obstarten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Gesamterntemengen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit einer Erntemenge von 2.000 Tonnen ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielen (minus 30% im Vergleich zu 2020). Vereinzelt spielten hier Spätfröste Mitte April eine Rolle. Zudem hatte die für den Anbau ungünstige Niederschlagsverteilung regional einen negativen Einfluss.

Bei den Süß- sowie Sauerkirschen wurde für die Gesamterntemenge im Vergleich zu 2020 ein Rückgang von 37 bzw. ein Zuwachs von 6% ermittelt. Der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 wird voraussichtlich um 38 bzw. 4 % verfehlt. Die häufigen, stellenweise unwetterartigen Niederschläge mit Hagel während der Reifephase sind speziell bei den Süßkirchen hauptverantwortlich. Aufgrund ihres frühen Vegetationsbeginns reagieren sie besonders empfindlich auf Wettereinflüsse während der Blüte- und Reifezeit. Feuchtigkeit während der Fruchtreife führt zu Aufplatzen oder Fäulnis. Dies schränkt die Verkaufsmöglichkeiten der betroffenen Betriebe stark ein. Süßkirschen stehen auf 653 Hektar und damit auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Die geschätzte rheinland-pfälzische Gesamterntemenge beträgt 2.200 Tonnen, der Durchschnittsertrag 3,3 Tonnen je Hektar. Dies entspricht einem Minus von 43% im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020, der 5,8 Tonnen je Hektar beträgt. Auf den 562 Hektar mit Sauerkirschen wurde ein durchschnittlicher Hektarertrag von 8,4 Tonnen erzielt, der dem Mittelwert der Jahre 2015 bis 2020 entspricht. Die Erntemenge beläuft sich auf 4.700 Tonnen.

Die Flächenangaben beziehen sich auf die Baumobstanbauerhebung 2017. (Statistisches Landesamt)

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