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Ratten: Kein Pardon für ungebetene Gäste
Ratten und Hausmäuse sind im Haus und Betrieb seit jeher ungern gesehene Gäste und müssen als Vorratsschädlinge und Krankheitsüberträger konsequent bekämpft werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Herbst und frühe Winter. Denn jetzt zieht es beispielsweise die sonst im Freiland lebenden Wanderratten in die Gebäude.
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sollten daher zunächst Unterschlupfmöglichkeiten wie Brennholz oder Abfälle entfernt sowie Durchschlupfmöglichkeiten in Türen und Gemäuern verschlossen werden, um eine Ansiedlung der Schadnager zu erschweren. Besonders Futterlagerplätze sollten aufgeräumt und gesäubert werden, um einen Befall leichter entdecken zu können.
Um geeignete Köderstellen ausfindig zu machen, empfiehlt die Kammer zunächst für etwa zwei Wochen giftfreie Köder an vermuteten Laufwegen und Aufenthaltsorten auszulegen. Trittsiegel, Kot und Nagespuren sind Hinweise darauf. Erst wenn ein Köderplatz offensichtlich angenommen wurde, kommen dafür zugelassene Giftköder, sogenannte Rodentizide, zum Einsatz. Da nicht jedes Mittel in jeder Umgebung angenommen wird, sollten möglichst verschiedene Produkte in kleineren Mengen verwendet werden.
Ausgelegte Köder müssen regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls neu befüllt werden. Erst wenn weniger als fünf Prozent der maximalen Fraßmenge am Köder zurückbleiben, kann davon ausgegangen werden, dass die Bekämpfung erfolgreich war. Eine Erfolgskontrolle erfolgt am Folgetag mit giftfreiem Ködermaterial.
Grundsätzlich gilt: Köder müssen stets verdeckt und für andere Tiere sowie für Menschen unerreichbar platziert werden. Dazu bieten sich beispielsweise Futterkisten oder Rohre an. Darüber hinaus müssen Landwirte eingesetzte Rodentizide, verbrauchte Mengen und sonstige Bekämpfungsmaßnahmen dokumentieren und die Unterlagen bei Betriebskontrollen vorlegen. (Quelle: lwknds)

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