Pelargonien: Blütenpracht trotz Hitzewelle

Deutschland erlebt derzeit die bislang heißeste Wetterphase des Jahres. Vielerorts klettern die Temperaturen auf deutlich über 30 Grad, regional werden sogar Werte nahe 40 Grad erwartet. Dazu kommen Tropennächte, in denen es kaum noch abkühlt.

Geranien gehören zu den wenigen Sommerblumen, die auch mit Trockenheit erstaunlich gut umgehen können. Bild: GABOT.

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Was für viele Balkon- und Gartenpflanzen zur Belastungsprobe wird, bringt Geranien kaum aus der Ruhe. Die beliebten Sommerblumen stammen ursprünglich aus den sonnenreichen Regionen Südafrikas und sind hervorragend an Wärme und intensive Sonneneinstrahlung angepasst. Selbst bei großer Hitze blühen sie zuverlässig weiter und zählen damit zu den Gewinnern heißer Sommer. Die Experten von Pelargonium for Europe (PfE) erklären, warum Geranien mit Extremtemperaturen so gut zurechtkommen und wie sie auch während einer Hitzewelle gesund und blühfreudig bleiben.

Robust dank südafrikanischer Wurzeln

Die Wildformen der heutigen Geranien stammen aus Südafrika, wo große Temperaturunterschiede, starke Sonneneinstrahlung und unregelmäßige Niederschläge an der Tagesordnung sind. Dort haben die Pflanzen gelernt, sich flexibel an wechselhafte Bedingungen anzupassen. Moderne Züchtungen haben diese Robustheit bewahrt – und sie mit noch mehr Blütenfülle kombiniert. So verbinden Geranien heute Schönheit mit Widerstandskraft und sind damit wie geschaffen für die Herausforderungen des europäischen Sommers.

Hitze als Heimvorteil

Während viele Sommerblumen bei anhaltender Hitze sichtbar an Blühkraft verlieren, fühlen sich Geranien bei warmem und sonnigem Wetter besonders wohl. Je mehr Licht sie erhalten, desto üppiger fällt ihre Blüte aus. Gerade jetzt, wo vielerorts Temperaturen von weit über 30 Grad gemessen werden und selbst die Nächte kaum noch Abkühlung bringen, spielen die Balkonklassiker ihre Stärken aus. Auf sonnigen Balkonen und Terrassen entwickeln sie eine beeindruckende Blütenpracht und sorgen selbst an den heißesten Tagen für Farbe.

So bleiben Geranien auch bei extremer Hitze in Bestform

Damit Geranien ihre ganze Blühkraft entfalten können, benötigen sie in langen Hitzeperioden ausreichend Wasser. An besonders heißen Tagen gießt man Geranien am besten morgens oder in den Abendstunden. So kann das Wasser optimal aufgenommen werden und verdunstet nicht ungenutzt. Hilfreich sind außerdem Pflanzgefäße mit Wasserspeicher oder automatische Bewässerungssysteme. Ebenso wichtig ist hochwertige, strukturstabile Erde, die Wasser gut speichern kann und dennoch ausreichend Luft an die Wurzeln lässt. Trotz ihres geringen Wasserbedarfs im Vergleich zu vielen anderen Sommerblumen freuen sich Geranien über eine gleichmäßige Versorgung. Wer regelmäßig gießt, wird auch während längerer Hitzewellen mit einer üppigen und langanhaltenden Blüte belohnt.

Gut gerüstet gegen Trockenheit

Ein weiterer Vorteil: Geranien gehören zu den wenigen Sommerblumen, die auch mit Trockenheit erstaunlich gut umgehen können. Die fleischigen Blätter der Geranie speichern Wasser und helfen der Pflanze dabei, kurzfristige Trockenphasen gut zu überstehen. Dadurch verkraften Geranien auch einmal einige heiße Tage ohne Gießkanne besser als viele andere Balkonpflanzen. Das macht sie zu einer guten Wahl für alle, die im Sommer nicht ständig zu Hause sind oder spontan ein verlängertes Wochenende verreisen möchten. Ganz ohne Wasser kommen aber auch Geranien nicht aus: Zieht sich die Trockenheit über viele Wochen hin, geraten auch Geranien an ihre Grenzen. Um die Blühkraft zu erhalten, ist regelmäßiges Gießen wichtig. Praktisch ist, dass sie sich von kurzfristigem Wassermangel schnell erholen – selbst nach einer kleinen „Durststrecke“ treiben sie wieder kräftig aus und setzen neue Blüten an.

Wenn auf die Hitze Gewitter folgen

Nach Tagen mit großer Hitze entladen sich im Sommer häufig kräftige Gewitter mit Starkregen. Auch dann zeigen sich Geranien vergleichsweise robust. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann. Pflanzgefäße mit Abzugslöchern sowie strukturstabile Erde helfen dabei, Staunässe zu vermeiden. Nach heftigen Regenfällen empfiehlt es sich außerdem, beschädigte Blüten zu entfernen und die Pflanzen bei Bedarf nachzudüngen. Meist reichen schon wenige sonnige Tage aus, damit Geranien wieder ihre volle Blütenpracht entfalten.

Standfest auch bei Sommerstürmen

Mit Gewittern gehen oft starke Windböen einher. Besonders üppig wachsende oder gefüllt blühende Sorten profitieren deshalb von einem geschützten Standort nahe der Hauswand oder hinter einer Balkonbrüstung. So behalten die Pflanzen auch nach turbulenten Sommertagen ihr gepflegtes Erscheinungsbild und blühen unermüdlich weiter.

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