NRW: Henrichmann besucht Baumschule

Der Gartenbau ist ein großer Wirtschaftszweig in Nordrhein-Westfalen: Jede dritte Pflanze in Deutschland kommt aus NRW.

Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann Besuchte der Baumschule Gottschling in Coesfeld. Bild: Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V..

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Damit dies so bleibt, brauchen die Betriebe Fachkräfte. Über den Mangel und wie hier Ausbildung helfen kann, unterhielt sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei einem Besuch der Baumschule Gottschling in Coesfeld. Gesprächspartner waren die Inhaberfamilie sowie Vertreterinnen und Vertretern des Landesverbands Gartenbau. So waren Verbandspräsidentin Eva Kähler-Theuerkauf und Verbandsdirektor Jürgen Winkelmann mit nach Coesfeld gekommen.

In Sachen Berufsnachwuchs hatte er CDU-Politiker eine klare Meinung: „Wir müssen das Image der dualen Ausbildung verbessern.“ Die Angleichung akademischer und beruflicher Abschlüsse durch den Bund sei hier ein wichtiger Schritt gewesen. Es müsse klar werden, dass das Handwerk eine sehr gute Berufsperspektive und Verdienstchancen biete. „Dagegen haben wir eine irre Studienabbrecher-Quote“, ist für ihn eine Lehre oft die bessere Alternative.

Inhaber Dirk Gottschling und Anne Gottschling sind immerhin froh, ihren Sohn Felix im Betrieb zu haben. Das Unternehmen betreibt eine Baumschule und ist im Garten- und Landschaftsbau tätig. „Wir haben sieben feste Mitarbeiter, dazu einige Aushilfen im Verkauf“, berichtete Dirk Gottschling dem Abgeordneten, der von Mitgliedern der Coesfelder CDU begleitet wurde. Die Personaldecke ist damit eng gestrickt. „Ob Saisonkraft, Garten- und Landschaftsbauer oder Verkäufer: Man bekommt einfach keine Arbeitskräfte“, bedauerte er. Deshalb habe das Familienunternehmen sogar schon seine Öffnungszeiten reduziert. Nicht nur im Kampf gegen den Fachkräftemangel will Henrichmann die Betriebe unterstützen. Darüber hinaus will er weitere Belastungen verhindern, zum Beispiel durch eine Vermögenssteuer. „Wir dürfen nicht die kleinen und mittelständischen Unternehmer, die das Rückgrat unserer Region sind, platt machen“, warnte er.

Sorgen ganz anderer Art bereiten der Branche invasive Schädlinge, aber auch mögliche Schäden durch Unwetter. Eva Kähler-Theuerkauf gab dem Parlamentarier hier ein Anliegen mit nach Berlin: Politik solle prüfen, ob durch steuerliche Erleichterungen der Abschluss einer Mehrgefahren-Versicherung unterstützt werden könne. (Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e. V.)

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