NL: Blumen- und Pflanzenmarkt zeigt Widerstandsfähigkeit

Royal FloraHolland hat im dritten Quartal 2026 erneut einen stabilen Markt verzeichnet. Obwohl sowohl bei Blumen als auch bei Zimmer- und Gartenpflanzen weniger Stückzahlen gehandelt wurden als vor einem Jahr, sorgte eine positive Preisentwicklung dafür, dass der Umsatz weitgehend auf dem gleichen Niveau blieb.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds stellt die Branche erneut ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis. Bild: GABOT.

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Royal FloraHolland hat im dritten Quartal 2026 erneut einen stabilen Markt verzeichnet. Obwohl sowohl bei Blumen als auch bei Zimmer- und Gartenpflanzen weniger Stückzahlen gehandelt wurden als vor einem Jahr, sorgte eine positive Preisentwicklung dafür, dass der Umsatz weitgehend auf dem gleichen Niveau blieb. Vor allem bei Zimmer- und Gartenpflanzen glichen höhere Preise das geringere Volumen aus, während der Markt für Schnittblumen aufgrund niedrigerer Preise in einigen großen Produktgruppen unter Druck stand.

Thomas Bugel, Chief Grower Value Management bei Royal FloraHolland: „Es ist erfreulich zu sehen, dass Blumen, Pflanzen und Bäume auch während des extrem heißen Sommerwetters im vergangenen Quartal weiterhin sehr gefragt waren, und zwar auf einem insgesamt vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr. Blumen spielen eine wichtige Rolle dabei, Menschen miteinander zu verbinden, während Grünflächen im Außenbereich dazu beitragen können, 'Hitzestress' in heißen Sommern zu mindern. In einem herausfordernden Marktumfeld hat die Branche in diesem Quartal erneut ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Unternehmertum, Marktorientierung und Mehrwert gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.“

Schnittblumen unter Druck durch den Rosenmarkt

Bei Schnittblumen sank der Umsatz im dritten Quartal um -1,1%. Die Anzahl der verkauften Stückzahlen lag um -0,8% unter dem Vorjahreswert, während der Durchschnittspreis leicht um -0,3% zurückging. Die Entwicklung innerhalb der Produktgruppen zeigt ein gemischtes Bild. Der Rosenmarkt stand deutlich unter Druck. Trotz eines nahezu stabilen Volumens sank der Umsatz um gut 13% aufgrund eines deutlich niedrigeren Durchschnittspreises. Dem standen positive Entwicklungen unter anderem bei Lisianthus, Schnitt-Hortensien, Zwiebelblumen und Schnitt-Anthurien gegenüber, bei denen höhere Preise für Umsatzwachstum sorgten.

Die Auktionsverkäufe hatten es schwerer als der Gesamtmarkt. An der Versteihgerung sank der Umsatz um 2,9%, während sowohl das Volumen als auch der Preis leicht unter dem Vorjahresniveau lagen.

Zimmerpflanzen profitieren von einer starken Preisentwicklung

Der Markt für Zimmerpflanzen verzeichnete eine positive Umsatzentwicklung. Trotz eines Mengenrückgangs von -2,0% stieg der Umsatz um +1,7%, was auf einen durchschnittlichen Preisanstieg von +3,8% zurückzuführen ist.

Insbesondere Topf-Anthurien, blühende Pflanzen, Topfrosen und Chrysanthemen verzeichneten Umsatzzuwächse. Topf-Anthurien entwickelten sich weiterhin stark und legten sowohl beim Absatz als auch beim Preis zu. Auch Kalanchoen konnten trotz geringerer Absatzmengen einen höheren Umsatz erzielen, was auf eine starke Preisentwicklung nach einem schwierigen Vorjahr zurückzuführen war.

An der Versteigerung waren in den allermeisten Produktgruppen rückläufige Mengen zu verzeichnen. Die Anzahl der gehandelten Pflanzen sank dort um -14,5%. Der Durchschnittspreis stieg jedoch um fast +12%, wodurch ein großer Teil des Mengenverlusts ausgeglichen wurde. Dennoch führte dies immer noch zu einem Umsatzrückgang von -4,4% an der Versteigerung.

Gartenpflanzen trotz geringerer Mengen stabil

Bei den Gartenpflanzen sank die Anzahl der verkauften Stückzahlen um -5,2%. Durch einen durchschnittlichen Preisanstieg von +6,1% lag der Umsatz jedoch leicht über dem des Vorjahres (+0,6%).

Baumschulprodukte bildeten erneut die größte Produktgruppe und verzeichneten ein Umsatzwachstum. Innerhalb einiger Saisongruppen stand das Volumen jedoch unter Druck, wodurch die Umsatzentwicklung pro Produktgruppe stark variierte.

Auch bei Gartenpflanzen war der Unterschied zwischen dem Gesamtmarkt und den Auktionsverkäufen deutlich zu erkennen. An der Versteigerung sank das Volumen um gut -10%, während der Umsatz um -5,4% zurückging. Die höheren Preise konnten das geringere Angebot nur teilweise ausgleichen.

Anmerkung: Bei den Top 10 der Gartenpflanzen sind im Vergleich zum 2. Quartal große Verschiebungen zu beobachten. Diese sind vor allem saisonbedingt: Calluna (+290), Skimmia (+253) und Chrysanthemum (+164) sind typische Herbstprodukte, die im 3. Quartal ihren Höhepunkt erreichen. Dadurch rücken sie vorübergehend nach oben, auf Kosten der Frühjahrs- und Sommerprodukte. Dies ist ein normales saisonales Muster und keine strukturelle Veränderung des Marktes.

Der Markt sucht weiterhin nach einem Gleichgewicht

Das dritte Quartal zeigt, dass sich der Blumen- und Pflanzenmarkt weiterhin an veränderte Marktbedingungen anpasst. Der Markt ist weiterhin bereit, für unverwechselbare Produkte und Qualität zu zahlen, wodurch höhere Preise einen wesentlichen Teil des geringeren Volumens ausgleichen können.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds stellt die Branche damit erneut ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis. Die Unterschiede zwischen den Produktgruppen bleiben jedoch groß, wodurch Unternehmertum, Marktorientierung und Mehrwert immer wichtiger werden.

Internationale Lieferungen nehmen zu

Im dritten Quartal nahmen die internationalen Lieferungen aus Kenia und Äthiopien zu. Die Anzahl der aus diesen Ländern verkauften Stückzahlen lag sogar etwas höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Preisentwicklung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, sodass der Umsatz weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau blieb.

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