NL: Basilikum ohne Tageslicht angebaut

Im Delphy-Versuchszentrum wurde das erste Basilikum geerntet, das ohne Tageslicht angebaut wurde.

Mit Hilfe von Sensoren an und um die Pflanze herum wurde das Wachstum genau überwacht und konnte mit dem Mikroklima zwischen der Pflanze und dem Makroklima im Raum in Verbindung gebracht werden. Bild: Delphy.

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Seit Mai arbeitet Lisanne Meulendijks an der Entwicklung von praktischem Anbauwissen für Vertical Farms. In den Testzellen können Wachstumsfaktoren wie Klima, Licht und Bewässerung leicht variiert werden. Aufgrund dieser Flexibilität können Experimente durchgeführt werden, um zu sehen, wie der Anbau in einem Vertical Farm optimiert werden kann. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Wachstumsprozesses der Pflanze. In einer Vertical Farm hat die Pflanze einen relativ starken Einfluss auf ihre eigene Wachstumsumgebung, und um die Pflanze herum entsteht ein Mikroklima, das von dem kontrollierten Klima im Raum abweicht. Der Grad des Austausches zwischen diesen hängt von der Gestaltung des Vertical Farm ab. Um das Potenzial einer Vertical Farm voll auszuschöpfen, muss die Optimierung von Wachstumsrezepten auf diesem Prinzip basieren, denn letztlich ist es das Mikroklima, das das Wachstum der Pflanze steuert. Wenn man die Forschung aus diesem Blickwinkel betrachtet und die Wirkung der verschiedenen Anbaufaktoren auf die Pflanze betrachtet, ist es möglich, spezifische Anbauempfehlungen für verschiedene Vertical Farming-Einrichtungen zu formulieren.

Im ersten Experiment wurde die Wirkung einer zunehmenden Lichtintensität auf das Wachstum von Basilikum in Kombination mit verschiedenen Substrattypen untersucht. Mit Hilfe von Sensoren an und um die Pflanze herum wurde das Wachstum genau überwacht und konnte mit dem Mikroklima zwischen der Pflanze und dem Makroklima im Raum in Verbindung gebracht werden. Dies führte zu interessanten und schmackhaften ersten Ergebnissen.

Die Tatsache, dass die Pflanze mit mehr Licht schneller wächst, ist natürlich nichts Neues. Was diese Ergebnisse interessant macht, ist, dass jede Wachstumskurve in einer Formel ausgedrückt werden kann und dass die Fehlermarge um die Linien klein ist. Das liegt daran, dass die Wachstumsbedingungen innerhalb eines Vertikalbetriebs vollständig unter Kontrolle sind. Mit den Formeln hinter diesen Linien können dann die Anbaupraktiken optimiert werden. Es wird möglich, Antworten auf Fragen zu formulieren, wie "Wie wirkt sich die Investition in zusätzliches Licht auf meine Rendite aus? Wie viele Tage nach der Keimung kann ich am besten ernten, um meinen Ertrag zu maximieren?" Für Produktionsfirmen sind dies wichtige geschäftliche Aspekte. Durch die anwendungsorientierte Forschung wird Wissen entwickelt, das auf diese Art von praktischen Fragen antwortet.

Dieses Experiment ist Teil des Projekts Fieldlab Vertical Farming Zuid Holland, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union und einen Beitrag der Provinz Zuid-Holland ermöglicht wird. (Delphy)

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