Neurath: Baustart für Gewächshauspark

Der Bau für den riesigen Gewächshauspark am Kraftwerk Neurath hat begonnen. Im Sommer werden unter elf Hektar Glas die ersten Tomaten geerntet. Für die richtige Temperatur sorgt Fernwärme von RWE.

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Der Bau für den riesigen Gewächshauspark am Kraftwerk Neurath hat begonnen. Im Sommer werden unter elf Hektar Glas die ersten Tomaten geerntet. Für die richtige Temperatur sorgt Fernwärme von RWE. Das berichtet die "rheinische Post". Beim Gewächshauspark kooperierten vier Gärtner aus dem Raum Straelen, die Vermarktungsorganisation Landgard als Projektentwickler sowie RWE Power. Insgesamt würden in Neurath 12 Mio. Euro investiert. Die ersten Fundamente seien bereits gegossen. Wenn es das Wetter zulasse, sollten noch im Januar Stützen für die Gewächshäuser aufgestellt werden. "Im Frühjahr sollen die ersten Pflanzen gesetzt werden, damit wir im Sommer täglich ernten können", erklärt Dirk Drißen aus Nettetal, einer der vier beteiligen Gärtner und künftig Betriebsleiter des Gewächshausparks. "Als erstes wird die Sorte Lyterno - knackig und aromatisch - angebaut", sagt Heike Bellinghausen von der Öffentlichkeitsarbeit bei Landgard.

Für den Tomateanbau ist reichlich Energie nötig - und die liefere die Fernwärme vom Kraftwerk nebenan. Die Kooperation zwischen dem Gartenbauprojekt und dem Kraftwerk gehe aber darüber hinaus, berichtet die Zeitung weiter. Laut Kraftwerksdirektor Eberhard Uhlig sollten auch "Technologien für die Nutzung der Niedertemperaturwärme unserer Kraftwerke entwickelt werden." Die Energie aus dem 100 Grad warmen Fernwärmewasser werde bislang nur zum Teil genutzt, es kehre noch 40 Grad warm zum Kraftwerk zurück. "Auf einem Hektar soll nun getestet werden, ob mit dieser Restwärme die Gewächshäuser beheizt werden können", erläutert RWE-Power-Sprecher Manfred Lang in Essen.

Jährlich sollten rund 5.500 bis 6.000 Tonnen Tomaten geerntet werden. Die Nachfrage sei laut Bellinghausen groß: "Der Markt für Tomaten in Deutschland ist stark gewachsen, und viele Verbraucher wünschen heimische Produkte", schreibt die Zeitung abschließend. (red)

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