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Neu: Das Markenzeichen "100% Streuobst" startet
Im Rahmen der jüngsten Vorstandssitzung im mittelfränkischen Burgbernheim arbeiteten der Vorstand und die Geschäftsstelle intensiv an den nächsten Schritten für das Gemeinschaftsmarketing.
Das Leitmotiv des Markenzeichens lautet „Erhalt durch Nutzung“. Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Europas, verlangen den Bewirtschaftenden jedoch viel Zeit und Aufwand ab. Das Zeichen "100% Streuobst" auf Streuobstprodukten schafft Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher: Es garantiert auf den ersten Blick, dass ausschließlich echte Rohstoffe von Hochstamm-Streuobstwiesen verwendet werden– ohne Konzentrate oder Plantagenware. Zugleich bietet es Erzeugerbetrieben eine verlässliche Argumentationshilfe.
Arbeitstreffen in Burgbernheim und klare Kriterien
Dass hinter dem Siegel eine engagierte und gewissenhafte Organisation steht, spiegelte sich auch auf der jüngsten Vorstandstagung wider. Auf Einladung von Vorstandsmitglied und Erstem Bürgermeister Matthias Schwarz kam das Gremium im Obstzentrum Bernatura zusammen. Neben Fragen zur Vereinsorganisation stand insbesondere die Begrüßung der neuen Mitarbeiterin Carolin Sturm in der Geschäftsstelle im Fokus. Sie ist künftig Ansprechpartnerin für das Markenzeichen.
Geprüfte Qualität und 100% Streuobst
Hinter dem Markenzeichen stehen transparente, von einem Fachbeirat entwickelte, Erzeugungsrichtlinien. Der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutz- und Düngemittel ist auf allen Zertifizierten verboten; es gilt die Positivliste der EU-Bio-Verordnung. Auch die ökologische Pflege ist fest verankert: Neben einer fachgerechten Baumpflege und maximal drei Mähd pro Jahr erfüllen die Zeichennutzer mindestens acht von sechzehn vorgegebenen Biodiversitätsmaßnahmen – wie das Ausbringen von Nisthilfen für die Artenvielfalt. Schließlich garantieren die Richtlinien bei Fruchtsäften 100% Direktsaft ohne Zuckerzusatz, gewonnen aus einem regionalen Gebiet von maximal 100 Kilometern rund um den Verarbeitungsbetrieb.
Bürokratiearm dank neuer Dokumentationssoftware
Neu ist nun die einsatzbereite Dokumentationssoftware, die den Zertifizierungsprozess für Erzeugerbetriebe, Initiativen und Keltereien vereinfacht und digitalisiert. Das Tool wurde in enger Kooperation mit Oliver Exner vom Verein Äpfel und Konsorten – Streuobstwiesen und -äcker e.V. entwickelt. „Diese Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel für eine gewinnbringende Vernetzung im Streuobstbereich“, betont der Vereinsvorsitzende Ole Klann. Über das digitale Tool lassen sich Bestände, Flächen und Produkte unkompliziert erfassen und verwalten.

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