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Neessen: Setzt auf höhenverstellbares Rinnensystem
Auch 2025 machte der zukunftsweisende Betrieb wieder einen Schritt vorwärts. Bei der Errichtung eines neuen Gewächshauses war Neessen nicht nur zusätzliche Kapazität wichtig, sondern in erster Linie auch die Möglichkeit, die Arbeit intelligenter durchzuführen und die Tätigkeiten sicherer zu machen. In Abstimmung mit Metazet wurde ein höhenverstellbares Rinnensystem mit neuen Kulturrinnen gewählt.
Mittlerweile ist das System in der Praxis im Vollbetrieb. Ein guter Zeitpunkt, um mit Johan Neessen über die ersten Erfahrungen zu sprechen.
Der Anlass für die Investition war klar. Arbeit ist in der Setzlingsanzucht eine der größten Kostenstellen und genau dort erkannte Neessen Verbesserungspotenzial. „Der konkrete Grund, uns für dieses System zu entscheiden, ist tatsächlich die Arbeit. Das ist mit Abstand die größte Kostenstelle in unserem Bereich“, sagt Johan Neessen.
Während früher viele Arbeiten in der Höhe verrichtet werden mussten, können die Rinnen nun in den verschiedenen Phasen der Kultur hochgezogen und abgesenkt werden. Zu Beginn der Kultur hängen die Rinnen unten, was Arbeiten wie das Platzieren von Behältern und einen Großteil der Pflanzenpflege vereinfacht. Zudem bleibt die Kultur in der anfänglichen Wachstumsphase besser sichtbar. Mit zunehmendem Wachstum der Pflanzen werden die Rinnen angehoben. Für die Ernte und den Schnitt der Setzlinge können sie dann wieder abgesenkt werden. „Wir kommen bei dieser Kultur nicht darum herum, in der Höhe zu arbeiten, aber der Großteil der Tätigkeiten lässt sich vom Boden aus erledigen.“ Dies bietet nicht nur mehr Flexibilität beim Personaleinsatz. Auch Sicherheit spielte bei der Entscheidung für das System eine wichtige Rolle. Arbeiten in der Höhe bergen immer Risiken. Da ein Großteil der Arbeiten nun vom Boden aus erfolgen kann, werden diese Risiken erheblich verringert.
Neessen kombiniert die Setzlingsanzucht im Gewächshaus mit Freilandkulturen. Bei Schlechtwetter können Mitarbeiter, die normalerweise im Freien tätig sind, problemlos im Gewächshaus eingesetzt werden. Früher war das schwieriger, da die Tätigkeiten, die in der Höhe durchgeführt werden konnten, durch die Anzahl der verfügbaren Karren begrenzt waren. Nun können bei Bedarf mehr Mitarbeiter gleichzeitig arbeiten.
„Eigentlich gibt es nichts Besseres, als einfach vom Boden aus zu arbeiten. Das ist viel sicherer, schneller und auch ergonomischer.“
Auch in anderen Bereichen erkennt Neessen Vorteile. Da der Boden frei von Hindernissen bleibt, können Pflanzenreste einfacher entfernt werden und das Gewächshaus lässt sich besser sauber halten.
Darüber hinaus wird der verfügbare Platz im Gewächshaus besser ausgenutzt. Nach Ende der Setzlingsanzucht, die in der Regel bis August dauert, werden die Rinnen angehoben. Dadurch wird Bodenfläche für die nächste Kulturphase frei, weshalb die Gewächshausfläche im Jahresverlauf für verschiedene Anbauzwecke eingesetzt werden kann.
Für Neessen ist das Projekt ein weiteres Beispiel für die langjährige Zusammenarbeit mit Metazet. Von den ersten Ideen über die technische Planung und Produktion bis hin zur Installation arbeitete man gemeinsam an einer Einrichtung, die auf diese Anzuchtmethode abgestimmt ist. Die ersten Erfahrungen sind positiv. Der Betrieb sucht bereits nach Möglichkeiten, um das Prinzip auch in bestehenden Gewächshäusern anzuwenden. „Ich denke, dass dies eine sehr gute Anzuchtmethode für die Zukunft ist und dass dies der neue Standard werden wird“, schließt Neessen.

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