Koch + Koch: Naturnahe Schwimmteiche liegen im Trend

Ein vom Landschaftsarchitekten Alexander Koch geschaffenes „Felsenbad“ verspricht das ganze Jahr hindurch optisch ansprechende Reize.

Die Travertinblöcke ermöglichen maximale Freiheit in der Gestaltung der Uferzone. Bild: Alexander Koch, Koch + Koch.

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Das Bild der Badestätte im heimischen Garten hat sich gewandelt. War in den 1970er und -80er Jahren noch der klassische Pool ein Highlight hinterm Haus, geht der Trend inzwischen zum Naturgarten mit Schwimmteich. Die Anforderungen der Hauseigentümer an eine Schwimmgelegenheit sind dann andere. Die Badestelle soll harmonisch in die Gartengestaltung eingebunden sein und nicht die Assoziation eines Unterwasserkastens wecken. Wasser und Stein – zwei Grundelemente der Gartengestaltung – lassen sich nämlich geradezu fließend miteinander verbinden. In Kombination mit der entsprechenden Bepflanzung entsteht darüber hinaus ein System, das vollständig ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt, und das macht den Schwimmteich gleichzeitig auch ökologisch attraktiv. Was nun die Ästhetik betrifft, verspricht ein vom Landschaftsarchitekten Alexander Koch geschaffenes „Felsenbad“ das ganze Jahr hindurch optisch ansprechende Reize: Statt einer umlaufenden Poolumrandung kommen hier Findlingsplatten aus Travertin zum Einsatz. Die Natursteinblöcke werden im Steinbruch des Traditionsunternehmens TRACO Deutsche Travertin Werke GmbH handverlesen. Dem Urwüchsigen der Steine steht die klare Linie eines Holzstegs gegenüber, unter dem sich praktischerweise die Pumpentechnik unterbringen lässt. Das Ergebnis zeugt von elegantem Understatement.

Fast scheinen sie auf dem Wasser zu schwimmen, die Steine, denen das Felsenbad seinen Namen verdankt. Märchenhaft wirken die Uferbereiche in diesem Garten, fast geheimnisvoll. Nichts weckt hier die Assoziation von Künstlichkeit. Der lange Holzsteg, welcher den Schwimmteich auf der gegenüberliegenden Seite begrenzt, unterstreicht diesen Eindruck noch. Alexander Koch, Inhaber und Gründer von Koch + Koch Landschaftsarchitekten, hat mit der Idee des „Felsenbades“ im heimischen Garten dafür gesorgt, dass die Badestelle nicht nur während der Sommermonate, sondern ganzjährig im Wechsel der Jahreszeiten optisch ansprechende Reize bietet. Charakteristisch für seine Interpretation des Schwimmteiches sind, wie der Name „Felsenbad“ schon sagt, die handverlesenen Steinblöcke in der Uferzone. „Was das Material angeht, hat sich sowohl bei der Uferbefestigung als auch bei der Trennung zwischen Schwimmbereich und Sumpfzone der Thüringer Travertin von TRACO bewährt“, berichtet Alexander Koch, der bereits seit 2002 mit dem auf klassische Natursteinsorten wie Travertin, Dolomit und Muschelkalk spezialisierten Unternehmen zusammenarbeitet. „Aufgrund seiner besonderen Farbgebung und Struktur passt er sich hervorragend in die Gartenumgebung ein und sorgt für einen stimmigen Übergang zwischen Wasser und Land.“ Im Rahmen der Planungsarbeiten sortiert der Landschaftsarchitekt die Travertinblöcke bereits im Steinbruch des Traditionsunternehmens TRACO vor und komponiert die einzelnen Steine, die sich in ihrer Höhe und Beschaffenheit ergänzen sollen, zu einem stimmungsvollen Gesamtbild. Neben Farbe und Struktur hat Travertin einen weiteren entscheidenden Vorteil: Er ist frostbeständig, was gerade im Nassbereich ein wichtiger Faktor ist. Im Laufe der Jahre patiniert der Naturstein dank seiner offenporigen Struktur mit überraschend schönen Details. Dieser Effekt lässt sich mit Materialien, die über geschlossene Oberflächen verfügen, gar nicht erzielen, weshalb Alexander Koch für seine Felsenbäder grundsätzlich nur den Travertin verwendet.

Mikrobiologisches Gleichgewicht und maximale Gestaltungsfreiheit

Ein herkömmlicher Pool funktioniert in der Regel dank einer vierstufigen Gliederung: Neben der Schwimmzone gibt es einen Überlaufbereich, eine – zumeist mit Hilfe von Chlor arbeitende – Filteranlage sowie eine Pumpe, die das gereinigte Wasser zurück in das Becken befördert und für einen konstanten Wasserkreislauf sorgt. Wie der Pool ist auch das Felsenbad ein zum Untergrund hin abgedichtetes System. Jedoch handelt es sich biologisch gesehen um ein dem natürlichen Vorbild nachempfundenes Gefüge, das ohne den Einsatz von Chemikalien auskommt. Stattdessen gewährleistet das Zusammenspiel von Sand und Kies, die als mineralische Filterkörper fungieren, mit der Bepflanzung in der Regenerationszone ein mikrobiologisches Gleichgewicht und sorgt für klares Wasser. Bei der Auswahl der Pflanzen hat sich eine spezielle Kombination unterschiedlicher Arten bewährt, geeignet für den nährstoffarmen Schwimmteich sind beispielsweise Sumpfdotterblumen, Schwertlilien, Froschlöffel und Rohrkolben. Daneben sind die Aufbauhöhen und das Verhältnis der Flächengrößen der einzelnen Zonen zueinander von entscheidender Bedeutung für die Wasserqualität. Die praktischerweise im Holzsteg bestens verstaute Pumpentechnik sorgt zeitgesteuert für einen konstanten Wasserkreislauf. „Auch technisch müssen für diese Bauweise allerlei Bedingungen erfüllt sein, um beste Wasserqualität zu erreichen“, fasst Alexander Koch zusammen, der beim Bau der Schwimmteiche und Felsenbäder über die Werte jahrelanger Erfahrung verfügt.

Bei der Planung berücksichtigt er für das Anlegen der Wasserfläche die künftige Schwimmrichtung, während die Positionierung der Sumpfzone von der vornehmlichen Windrichtung abhängig ist. Sind diese ersten planerischen Aufgaben abgeschlossen, bietet der Schwimmteich maximale Freiheit in der Gestaltung, und zwar nicht nur was die Ausdehnung in der Fläche, sondern auch in die Höhe angeht. Denn mittels der Travertinblöcke lässt sich ein Höhensprung realisieren, der sich sehr ausgewogen in die Gartenumgebung einfügt. Wer die märchenhaft schöne Atmosphäre des eigenen Gartens unterstreichen möchte, nutzt den Höhenunterschied zwischen Natursteinfelsen und Wasserfläche für einen Wasserfall. (ABOPR)

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