EU organic awards: Würdigung von Frauen im ökologischen Landbau

Copa-Cogeca haben in diesem Jahr das Bewerbungs- und Auswahlverfahren für die Kategorie "Bester Bio-Bauer - weiblich" betreut.

Würdigung von Frauen im ökologischen Landbau. Bild: Copa-Cogeca.

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Die Europäische Kommission hat die Liste der Finalisten für die ersten jährlichen EU-Bio-Preise bekannt gegeben. Die Preise wurden im Rahmen einer im Aktionsplan für die Entwicklung der ökologischen/biologischen Produktion eingegangenen Verpflichtung ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen entlang der gesamten ökologischen/biologischen Lebensmittelkette - vom Landwirt bis zum Restaurant - zu würdigen. Ziel der Preise ist es, die besten und innovativsten Bio-Akteure auszuzeichnen, die dazu beitragen, die Auswirkungen der Landwirtschaft auf Klima und Umwelt zu verringern.

Als Partnerorganisation haben Copa und Cogeca in diesem Jahr das Bewerbungs- und Auswahlverfahren für die Kategorie Bester Biobauer - weiblich überwacht. Mit 37 Bewerbungen aus 12 Mitgliedstaaten gab es einen großen Pool interessanter und innovativer Projekte, die das aktive Engagement und den innovativen und unternehmerischen Geist von Landwirtinnen in diesem Sektor zeigen.

Die Auswahl war aufgrund der sehr interessanten und innovativen Projekte sehr schwierig. Nachstehend sind die drei Finalisten für den Preis "Beste Biobäuerin" aufgeführt: Die Auswahl der drei Finalisten war keine leichte Aufgabe, aber diese Biobäuerinnen haben es aufgrund ihrer Projekte und ihrer Präsentation an die Spitze geschafft:

1. Katharina Lichtmannsperger (VLG Obervetterbachgut) - Thalgau bei Salzburg, Österreich

Katharina bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb, dessen Schwerpunkt auf der Verringerung der Umweltauswirkungen und der Aufrechterhaltung einer starken und tiefen Verbindung mit der lokalen Gemeinschaft und Gesellschaft liegt. Sie produziert ihre eigenen Betriebsmittel und schafft Synergien mit dem Wald, den sie besitzt und bewirtschaftet. Sie führt Bildungsprogramme mit Schulen durch, unterstützt den Tourismus in ihrem Gebiet und ist sehr aktiv bei der Förderung der Beteiligung von Frauen in der ökologischen Landwirtschaft.

2. Nazaret Mateos Álvarez (Entresetas) - Paredes de Nava, Palencia, Spanien

Nazaret ist eine junge ländliche Unternehmerin und Landwirtin. Sie leitet Entresetas, ein kleines ländliches Unternehmen, das sich dem Anbau und der Vermarktung von Bio-Gourmet-Pilzen widmet. Bei ihrer Produktion orientiert sie sich eng an den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft und setzt auf einen geringen Inputverbrauch. Sie konzentriert sich auf die Schaffung von Synergien zwischen Forst- und Landwirtschaft: Sie nutzt die im Wald bereits vorhandenen Inputs bestmöglich aus. Darüber hinaus arbeitet Nazaret mit Schulen bei der Umwelterziehung von Schülern zusammen und bietet Mykologieprogramme an, die Kinder und ältere Generationen durch Workshops miteinander verbinden.

3. Sara Vezza (Azienda Agricola Sara Vezza) - Località Castelletto, Monforte d'Alba, Piemonte, Italien

Sara ist eine leidenschaftliche Bio-Winzerin, die in enger Synergie mit der Umwelt arbeitet und sich auf die Förderung der biologischen Vielfalt konzentriert, indem sie ihre Weinberge und Wälder bewirtschaftet. Ihr Projekt ist in allen drei Säulen stark auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Sie konzentriert sich auf drei Hauptelemente: Tradition, Verbundenheit mit dem Gebiet und Respekt für die Umwelt. Ihre nachhaltige Produktion zielt darauf ab, die Auswirkungen auf die Umwelt um 360 Grad zu reduzieren, insbesondere in Bezug auf Energie. Außerdem bietet sie Bildungsprogramme für Touristen an und beteiligt sich aktiv an Bildungsprogrammen für Schulen.

Der Gewinner des Preises für die beste Biobäuerin sowie die Gewinner der anderen sieben Kategorien werden von einer Jury ausgewählt, die sich aus Vertretern aller Partner dieses Preises zusammensetzt: der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, dem Europäischen Ausschuss der Regionen, COPA-COGECA und IFOAM EU. Die Gewinner werden bei der offiziellen Preisverleihung am 23. September in Brüssel anlässlich des EU-Bio-Tages bekannt gegeben. (Copa-Cogeca)

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