ETH Zürich: Entwickelt urbanes Gewächshaus

In Zürich soll ein multifunktionales Gewächshaus entstehen, das Gemüseanbau und Fischzucht in sich vereint. Das futuristisch anmutende Konzept ist der Verbesserung der Welternährungssituation verpflichtet.

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In Zürich soll ein multifunktionales Gewächshaus entstehen, das Gemüseanbau und Fischzucht in sich vereint. Das futuristisch anmutende Konzept ist der Verbesserung der Welternährungssituation verpflichtet. 

Damit die wachsende Weltbevölkerung auch zukünftig trotz geringerer und weniger fruchtbarer Agrarflächen mit Nahrung versorgt werden kann, bedarf es neuer landwirtschaftlicher Anbaukonzepte. Ein solches haben nun 35 Studierende der Sommerschule der ETH Zürich entwickelt: In ihrem "Aquaponic-Gewächshaus", das oben einem Gemüsebeet und unten einem Fischbecken Raum bietet, möchten sie die Idee einer lokal begrenzten Anbaufläche verwirklichen, die mehrere Funktionen erfüllt und so effizienter in ihrer Nahrungsmittelproduktion ist, berichtet die SDA. 

Doch nicht nur effizient, auch möglichst umweltschonend soll das Projekt sein. Beim angebauten Gemüse soll deshalb gänzlich auf die Anwendung von künstlichem Dünger und Pestiziden verzichtet werden. Nur die Ausscheidungen der unterhalb des Gemüses lebenden Fische fungieren als natürliches Düngemittel der Pflanzen. Da das Gemüse zudem nicht in der Erde, sondern auf zirkulierendem Wasser wächst, würde das Modell 80 bis 90% weniger Wasser verbrauchen als herkömmliche Gemüse-Anbaumethoden. 

Die Grundidee ist, dass das flexible Gewächshaus die Nahrungsmittelproduktion in urbanen Gebieten ermöglichen soll. So sollen die Nutzer, falls sich die Idee durchsetzt, das Gewächshaus selbstständig auf ungenutzte Flächen wie z.B. Dachterrassen aufbauen können. (Quelle: lid)

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