Erfolg für Gartenbauwissenschaftliche Tagung

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Die 40. Jahrestagung der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft (DGG) und des Bundesverbandes der Diplomingenieure Gartenbau und Landespflege (BDGL) fand vom 26. Februar bis zum 1. März am Wissenschaftsstandort Weihenstephan statt.Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die Schwerpunktveranstaltung zum Thema „Zukunftssicherung durch Ausbildung und Innovation“. Dieses wurde von namhaften Referenten der Forschung sowie von Industrie- und Handelsunternehmen der Gartenbaubranche aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Wie Dr. Kilian (Bayer AG) berichtete, konkurrieren auf dem Arbeitsmarkt die Gartenbauabsolventen mit denen der Biologie-, Biotechnologie- und Betriebswirtschaftstudiengänge. Bemerkenswert ist jedoch nach Aussage von Prof. Dr. Berg (Universität Bonn), dass - verglichen mit anderen Studiengängen - die Absolventen des Gartenbaus den geringsten Anteil unter den arbeitslosen Akademikern stellten. Maßgeblich hierfür ist das breitgefächerte Ausbildungsangebot der Hochschulen und ein dementsprechend vielseitiges Tätigkeitsfeld für Gartenbauingenieure.

Spezielle Fragestellungen aus allen Bereichen des Gartenbaues und der Landespflege wurden während der nachfolgenden Veranstaltungstage in knapp 70 Vorträgen, vier Workshops und rund 130 Postern näher erörtert. Zentrale Themen des Gemüse- und Obstbaus betrafen ökologische und biologische Produktionsverfahren, sich daraus ergebende aktuelle Schadpotenziale sowie Bekämpfungsverfahren, die den Produzenten aktuell wie künftig zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wurden phytomedizinische Problemstellungen in Folge der neuen Indikationszulassung bei der Pflanzenschutzmittelverwendung dargelegt.

Im Zierpflanzenbau bildeten Themen zur Sicherung der Produktqualität sowie zur Innenraumbegrünung einen Schwerpunkt. Wohn- und Arbeitsräume stellen für Pflanzen häufig Extremstandorte dar, da das Innenraumklima meist am menschlichen Wohlbefinden ausgerichtet wird. In einem speziellen Workshop wurden Beispiele für Negativeinflüsse aufgezeigt und entsprechende bauliche, technische und pflanzenbauliche Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minderung des Pflanzenstresses vorgestellt.

Die rund 300 Teilnehmer aus dem In- und benachbarten Ausland setzten sich auch in diesem Jahr wieder aus einem breiten Kreis von Wissenschaftlern, einem erfreulich hohen Anteil Studierender sowie von Vertretern der gartenbaulich Praxis zusammen. Zudem konnten zahlreiche Repräsentanten der berufsständischen Verbände sowie Vertreter der gartenbaunahen Wirtschaft und des Verlagswesens begrüßt werden. Sie engagierten sich in einem besonderen Maße durch die Vergabe von insgesamt sieben Posterpreisen, die im Rahmen einer Posterprämierung vergeben wurden und auf der Tagungswebseite einzusehen sind.

Insgesamt fand die Veranstaltung in Weihenstephan einen durchweg positiven Abschluss, wozu nicht zuletzt die perfekte Organisation durch die örtlichen Tagungsausrichter sowie ein sehr einladendes und gastliches Ambiente beigetragen haben.

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