Enza Zaden: Innovative Züchtungsprogramme

Enza Zaden mit dem Hauptsitz im niederländischen Enkhuizen ist einer der führenden Gemüsezüchter weltweit. Immer wieder neue Anforderungen machen es für das Unternehmen unmöglich, sich auf alten Züchtungserfolgen auszuruhen.

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Enza Zaden mit dem Hauptsitz im niederländischen Enkhuizen ist einer der führenden Gemüsezüchter weltweit. Immer wieder neue Anforderungen machen es für das Unternehmen unmöglich, sich auf alten Züchtungserfolgen auszuruhen.

Enza Zaden wurde im Jahr 1938 von Jacob Mazereeuw gegründet unter dem Namen „De Enkhuizer Zaadhandel“. Seine Mission war Saatgut an Gärtner zu verkaufen. Die junge Firma entwickelte sich schnell; im Jahr 1959 wurden die bisherigen Aktivitäten um zahlreiche Zuchtprogramme erweitert. Als Meilenstein ist dabei die Einführung der ersten Tomatenhybride im Jahr 1959 zu nennen: Die Sorte 'Extase' war zum damaligen Zeitpunkt der absoluten Marktführer und ein Bestseller. Die Züchtung wurde kontinuierlich fortgesetzt - neue Sorten kamen und gingen. Dabei änderten sich immer wieder die an die neuen Sorten gestellten Anforderungen: Generell ist der Geschmack das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Neuzüchtung. Ein Beispiel, wo eine Züchtung dieses Kriterium über alle Maßen erreicht hat, ist die Paprika-Sorte 'Sweet Green'. Diese Paprikasorte hat eine kräftige, grüne Farbe und weist im Vergleich zu herkömmlichen Paprikasorten einen um 30% höheren Zucker- und Vitamingehalt auf. Sie ist damit süßer - und schmeckt dadurch einfach besser, als andere grünreifende Sorten.

Während Geschmack sicher der Dauerbrenner bei den Züchtungsanforderungen ist, gibt es immer wieder aktuelle Trends, die durch die Züchtung befriedigt werden müssen. Aktuell wird daher an Sorten gearbeitet, die perfekt in innovative Kultursysteme passen. Konkret sind Sorten gefordert, die in geschlossenen Gewächshäusern wachsen (der Gartenbau unter Glas hat sich vorgenommen, nach 2020 nur noch klimaneutrale Gewächshäuser zu bauen, wobei die Gewächshäuser als Energiequelle dienen sollen). Anforderungen sind dabei eine sehr hohe Toleranz auf Hitze und Luftfeuchtigkeit - natürlich gleichzeitig zum hohen Ertrag und besten Geschmack.

Da die Züchtung neuer Sorten ein sehr langwieriger Prozess ist, wird bereits jetzt an Sorten gearbeitet, die in 5-6 Jahren auf den Markt kommen sollen. Das Unternehmen bedient sich dazu moderner Gentechnik, allerdings nur an Standorten in der Welt, wo diese Verfahren erlaubt sind. Bringt eine Kreuzung dort den gewünschten Erfolg, wird sie in Europa nachgezüchtet - auf dem einzig erlaubten, konventionellen Weg. Aktuelles Thema bei der Züchtung ist Gesundheit, und damit ist nicht die Pflanzen- sondern die Menschengesundheit gemeint. Gelingt es gesundheitsfördernde Stoffe in Tomaten einzukreuzen oder vorhandene Stoffe in stärkerem Maße zu beinhalten, wäre Enza Zaden erneut ein Durchbruch in der Tomatenzüchtung gelungen.

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