EDEKA: Genossenschaften fusionieren

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Den Zusammenschluss der EDEKA Minden-Hannover mit den Regionalgesellschaften Nordwest und Berlin-Brandenburg vollziehen jetzt auch die 4 zugehörigen Genossenschaften. Sie sind seit 2005 zur EDEKA Minden eG fusioniert. Die rund 650 Mitglieder der Genossenschaften sind selbstständige EDEKA-Kaufleute. Ihr Votum für die Verschmelzung fiel bei nur zwei Gegenstimmen eindeutig aus. Durch die einheitliche Satzung gelten nach der Fusion für alle Mitglieder die gleichen Rechte und Pflichten. Der Unternehmensverbund wird dadurch auch auf genossenschaftlicher Ebene gestärkt. Die Regionalität bleibt auch in der neuen Struktur erhalten. In den Gebieten der ehemaligen Genossenschaften Bremen, Aurich-Oldenburg und Berlin-Brandenburg sind jeweils Einzelhandelsgeschäftsführer für die Betreuung und Förderung der selbstständigen Einzelhändler regional verantwortlich. Zusätzlich sorgen Regionalbeiräte für die Berücksichtigung regionaler Erfordernisse. "So können wir sicher gehen, dass die Interessen und Belange unserer Einzelhändler gehört und weiter getragen werden" sieht Geschäftsführer Dirk Schlüter die dezentrale Struktur des Unternehmens weiterhin gewährleistet. Als Konzernobergesellschaft wird die neuformierte Genossenschaft 50% Anteile an der EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH halten, weitere 50% liegen bei der EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg. Die wichtige Rolle der genossenschaftlich organisierten EDEKA-Kaufleute spiegelt sich nicht nur in der Struktur des Unternehmens wider. Gut 1.000 der insgesamt mehr als 1.700 Märkte, die zur EDEKA Minden-Hannover zählen, werden von selbstständigen Kaufleuten geführt. Auf etwa 600.000 Quadratmetern Verkaufsfläche erwirtschaften diese ein Umsatzvolumen von rund 2,2 Mrd. Euro. Mit dem ausgeprägten unternehmerischen Engagement der selbstständigen Einzelhändler sieht sich EDEKA gegenüber Filialbetrieben im Vorteil. Mit ihrer Präsenz und häufig unter Einsatz der ganzen Familie schaffen sie eine stärkere Kundenbindung. Ortsspezifische Wünsche und lokale Marktentwicklungen werden schnell erkannt und prompt nachvollzogen. In der Sortimentsgestaltung spielen über das einheitliche Kernsortiment hinaus regionale Produkte eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf die Mitarbeiterführung zeigt sich der selbstständige Kaufmann als stärkere Identifikationsfigur und als Motivator. Erfolgsfaktoren, die sich in den aktuellen Umsatzentwicklungen widerspiegeln. Im vergangenen Jahr entwickelte sich der selbstständige Einzelhandel der EDEKA Minden-Hannover mit einem Umsatzzuwachs von drei Prozent auf vergleichbarer Verkaufsfläche deutlich besser als der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland insgesamt. In diesem und im folgenden Jahr wird EDEKA Minden-Hannover weitere 127 Märkte an selbstständige Kaufleute übertragen, seit 1999 gingen insgesamt 187 Einzelhandelsmärkte aus der Verantwortung konzerneigener Einzelhandelsgesellschaften an Selbstständige. Darunter finden sich Unternehmer, die bereits eine oder mehrere Filialen betreiben und Existenzgründer, die mit Unterstützung der EDEKA den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Seit 1999 verschaffte EDEKA Minden-Hannover 76 Kaufleuten eine unternehmerische Existenz. "Die Privatisierungen sind damit auch ein wichtiger Beitrag zur Förderung des mittelständischen Unternehmertums" so Schlüter. Ganz dem Unternehmenszweck entsprechend, wie er in der Genossenschaftssatzung festgeschrieben ist: "Wirtschaftliche gesunde, voll existenzfähige Betriebe selbstständiger Unternehmer des mittelständischen Einzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten". Mit einem Konzernumsatz in Höhe von 4,7, Mrd- Euro in 2004, 27.000 Mitarbeitern, etwa 1.700 Einzelhandelsstandorten und einer Gesamtverkaufsfläche von 1,3 Mio. Quadratmetern ist EDEKA Minden-Hannover die bedeutendste von bundesweit sieben EDEKA-Regionalgesellschaften. Kerngeschäft ist der Lebensmittelhandel. In den wichtigen Produktsegmenten tagesfrische Backwaren sowie Fleisch- und Wurstwaren verfügt EDEKA Minden-Hannover über konzerneigene Herstellungsbetriebe; Bauerngut Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Bückeburg und Schäfer’s Brot- und Kuchen-Spezialitäten GmbH, Porta Westfalica sind die wichtigsten. Das Absatzgebiet erstreckt sich von der holländischen bis zur polnischen Grenze und umfasst Teile von Niedersachsen und Ostwestfalen sowie die Bundesländer Bremen, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg. (edeka)

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