DBV: Fordert 500 Mrd. Euro für eine starke GAP

Anlässlich des EU-Gipfels der Staats- und Regierungschefs am 15. und 16. Oktober in Brüssel und der Beratungen über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen fordert DBV-Präsident Joachim Rukwied eine strategische Neuausrichtung der europäischen Haushaltsverhandlungen.

Parallel zum EU-Gipfel in Brüssel versammelten sich die europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände von COPA-COGECA in Stockholm für den European Farmers Congress.

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„Für die Landwirtschaft und unsere Gesellschaft steht bei diesem Gipfel viel auf dem Spiel. Die vorgesehenen Kürzungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik und die faktische Auflösung ihrer bewährten Struktur gefährden den gemeinsamen Agrar- und Lebensmittelmarkt, unsere heimische Produktion, die Vitalität der ländlichen Räume und schlussendlich unsere Versorgungssicherheit. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe durch Inflation und fehlende Erlöse aber auch wachsende Anforderungen an Klima-, Umwelt- und Tierschutz sind Kürzungen des europäischen GAP-Budgets schlichtweg inakzeptabel. Wir erwarten von den Staats- und Regierungschefs und insbesondere von der Bundesregierung ein klares Signal: Für die Förderperiode 2028 bis 2034 braucht es ein eigenständiges und zweckgebundenes GAP-Budget von EU-weit 500 Mrd. Euro. Wird die GAP geschwächt zahlen Staat und Bürger am Ende drauf,“ sagt DBV-Präsident Joachim Rukwied.

Parallel zum EU-Gipfel in Brüssel versammelten sich die europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände von COPA-COGECA in Stockholm für den European Farmers Congress. Hier verabschiedeten die Verbände heute die Stockholmer Erklärung und fordern die Staats- und Regierungschefs der EU auf, die Landwirtschaft als strategischen Pfeiler für Ernährungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Sicherheit Europas anzuerkennen. Sie sprechen sich für eine starke, ausreichend finanzierte und weiterhin gemeinsame GAP nach 2027 aus, lehnen eine Renationalisierung der Agrarpolitik ab und verlangen mehr Planungssicherheit, Vereinfachungen sowie Investitionsanreize für landwirtschaftliche Betriebe und Genossenschaften. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten, des Klimawandels und des anhaltenden Strukturwandels sei jetzt die Zeit, Europas landwirtschaftliches Fundament zu stärken, statt zu schwächen.

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